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Leipziger e-Dialog startet: Ergebniskonferenz zu Leipziger Schaufensterprojekten

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    Im Rahmen der Schaufensterprojekte „Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET“, wurden in Leipzig mehrere Forschungsvorhaben durchgeführt. Zwei Projekte, welche die Entwicklung der Elektromobilität in Leipzig in den letzten Jahren maßgeblich voran gebracht haben, wurden heute offiziell abgeschlossen. „Mit der Beteiligung am Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET konnten die Leipziger gemeinsam mit über 50 Partnern die Stadt in puncto urbane Mobilität weiter als Vorreiter für dieses Zukunftsthema positionieren“, sagt Dr. Norbert Menke, Geschäftsführer der Leipziger Gruppe.

    In Sachen Ladeinfrastruktur für Leipzig kann sich die Bilanz durchaus sehen lassen: Im Stadtgebiet gibt es 140 öffentlich nutzbare Ladepunkte an über 60 öffentlichen Standorten. Ob mit Ladesäulen oder Mobilitätsstationen, die Leipziger sorgen stadtweit für bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur. Damit haben sie als Impulsgeber in der Messestadt die Voraussetzung für unbeschwertes elektromobiles Fahren geschaffen.

    Mit schätzungsweise 370 Elektrofahrzeugen ist Leipzig dem bundesweiten Durchschnitt ebenfalls eine Nasenlänge voraus. Knapp über 70 Fahrzeuge davon sind für die kommunale Familie unterwegs. Sie fahren für die Leipziger Gruppe, die Stadt Leipzig, für die Leipziger Wohnungs- und Baugenossenschaft, die Leipziger Messe und den IT-Dienstleister Lecos. Die meisten Fahrzeuge werden bei den Leipziger Stadtwerken, Verkehrsbetrieben und Wasserwerken genutzt. Im Rahmen des Projektes lieferten 38 private oder gewerbliche Nutzer mit ihren Daten zu Fahrverhalten wichtige Erkenntnisse für den weiteren Flottenaufbau und den dafür notwendigen Ausbau der Infrastruktur. Mit der kompletten Flotte wurden 650.000 Kilometer zurückgelegt und konnten über 100 Tonnen CO2 eingespart werden. All diese elektromobilen Fahrerinnen und Fahrer treten jeden Tag den Beweis an, dass Elektromobilität in Leipzig schon heute funktioniert.

    Aber auch der Herausforderung, wie in einer kompakten Großstadt für beispielsweise Mehrfamilienhaus-Bewohner eine günstige Ladeinfrastruktur geschaffen werden kann, hat sich die Unternehmensgruppe gemeinsam mit einer Forschergruppe der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig gestellt. Im Projekt Laternenparken haben sie gemeinsam ein Ladesystem entwickelt, mit welchem Straßenlaternen zu Ladestationen für Elektroautos umgebaut werden können. Das Ladesystem basiert auf modularen Soft- und Hardwarekomponenten, die flexible Ladeinfrastrukturlösungen im öffentlichen Raum ermöglichen.

    „Für die wissenschaftliche Begleitung flossen rund 1,5 Mio. Euro Fördergelder an Leipziger Forschungs- und Bildungseinrichtungen – ein wichtiger Pluspunkt für unser Engagement“, betont Menke. Die Abteilung Sozialpsychologie der Universität Leipzig widmete sich der Frage, was die Akzeptanz von Elektromobilität hemmt oder fördert. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig stand die Erforschung mobiler Batteriespeicher. Das Teilvorhaben „Geschäftsmodellentwicklung“ bearbeitete das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (MOEZ). Die Fraunhofer-Experten der Gruppe Geschäftsmodelle: Engineering und Innovation kamen am Beispiel von Dienstleistungen rund um die Ladeinfrastruktur zu interessanten Ergebnissen. Sie fanden neben anderen Einsichten heraus, dass sich Elektromobilitätsangebote plattformbasiert orchestriert, besonders als Geschäftsmodell für Energieversorger eignen, um Zusatznutzen für Kunden und Anbieter zu generieren. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ) hat zudem vielversprechende Synergieeffekte von Bioenergie und Elektromobilität für eine besonders klimafreundliche Mobilität untersucht. Die Bundesregierung hat im April 2012 vier Regionen in Deutschland als „Schaufenster Elektromobilität“ ausgewählt und fördert hier die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben. Insgesamt stellt der Bund für das Schaufensterprogramm Fördermittel in Höhe von 180 Mio. € bereit.

    „Elektromobiles Fahren verspricht puren Fahrspaß; viele sprechen von einem völlig neuem Fahrgefühl, loben das leise und entspannte Fahren und die super Beschleunigung. Wer einmal elektromobil gefahren ist, ist oft begeistert für immer. Die Elektromobilität hat schon heute viele Fans, mich eingeschlossen“, so Menke. Sicher: Es gäbe noch nicht für jeden das richtige Fahrzeug auf dem Markt und es müsse noch an weiteren Lösungen für das Laden bei einer hohen Anzahl von Fahrzeugen gefeilt werden. Aber viele Unternehmer und Privatnutzer stünden in den Startlöchern. Das Fundament in Leipzig werde gelegt. „Jetzt gilt es durch gemeinsame Anstrengungen mit Partnern und Mitgestaltern der Elektromobilität endgültig zum Durchbruch zu verhelfen.“

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