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Sören Pellmann (Linke) Leipziger Tafel braucht Unterstützung

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    In MDR 1, Radio Sachsen wurde heute darüber berichtet, dass die Leipziger Tafel immer mehr Hilfebedürftige versorgt, aber immer mehr an die Grenzen ihres Wirkens stößt. So habe sie bei der Stadt Leipzig eine finanzielle Unterstützung für die Einstellung von zwei Fahrern in Höhe von 35.000 Euro beantragt, die mittlerweile abgelehnt wurde.

    Die Begründung dafür lieferte dazu in besagter Rundfunkreportage Stadtsprecher Hasberg. Er meinte, dass die Stadt Leipzig gar keine Möglichkeit einer solchen finanziellen Unterstützung habe, weil die den Betroffenen gewährten staatlichen Sozialleistungen eine völlig auskömmliche Lebensführung ermöglichen würden.

    Ganz abgesehen davon, dass Sozial- und Wohlfahrtsverbände ebenso wie meine Partei etwa die Regelsätze für Hartz-IV-Betroffene viel zu niedrig halten, um eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, hat die Stadt Leipzig sehr wohl einen Ermessensspielraum und könnte der Bitte der Tafel entsprechen. Immerhin helfen die Tafeln auf weitgehend ehrenamtlicher Basis Tausenden von Bedürftigen in der Not. Und es gibt bekanntlich bei den Tafeln selbst klare Regelungen, dass nur wirklich Bedürftigen geholfen wird.

    Der Leitspruch der Leipziger Tafel bei der Einwerbung von Spenden lautet: „Jeder gibt, was er kann“. Dem sollte sich auch die Stadt Leipzig verpflichtet fühlen, denn sie könnte geben, müsste aber über ihren Schatten springen und würde dabei nicht einmal Gesetze verletzen. Auf jeden Fall wäre das ein Zeichen in unsere Stadtgesellschaft, dass die Ärmsten nicht im Stich gelassen werden.

    Sören Pellmann
    Fraktionsvorsitzender
    DIE LINKE. Fraktion im Stadtrat Leipzig

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      2 KOMMENTARE

      1. Für die Betroffenen Menschen ist die Tafel natürlich oft Lebensnotwendig. Einerseits sind Tafeln so natürlich wichtig. Ich halte allerdings auch nichts von Organisationen, die Bedingungen stellen und mit Sanktionen arbeiten. Ich unterstütze lieber Bedingungslose Hilfsorganisationen und selbstorganisierte Projekte. Davon gibt es zum Glück immer mehr.

      2. Ich empfehele Herrn Hasberg 6 Monate Regelbedarf. Vielleicht weis er dann, was man unter „völlig auskömmlich“ versteht.

        Es gibt doch die Möglichkeit beim JC Förderung für 3 Jahre zu beantragen für Arbeitsstellen. Da sollte sich der Tafel e.V. mal drum bemühen.

        Im Übrigen lehne ich die Tafel ab. Mit der Existenz der Tafel wird der Politik immer wieder in die Hand gespielt, wenn sie sich um die Anpassung der Regelbedarfe auf ein wirklich auskömmliches Leben drückt.

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