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Neue Innenhaut macht Mischwasserkanal am Sportforum leistungsfähiger

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    Neue Innenhaut für einen „Kanalgreis“: Die Sanierung des Mischwassersammlers am Sportforum ist am heutigen Dienstag, dem 2. August 2016, einen wichtigen Schritt vorangekommen. In den 121 Jahre alten sogenannten ersten südlichen Hauptsammler haben die Leipziger Wasserwerke zwischen Goyastraße und Leutzscher Allee einen Spezialschlauch eingebaut. Der rund 230 Meter lange und vier Zentimeter starke Schlauch gelangte per Schwerlasttransport und Eis gekühlt aus dem thüringischen Geschwenda nach Leipzig.

    Über einen Inversionsturm wurde der Schlauch mittels einer Wassersäule zunächst in den Altkanal eingestülpt. „In den nächsten Tagen wird das Wasser erhitzt, so dass sich der mit Harz getränkte Nadelfilzschlauch perfekt im Kanal anpasst und schließlich aushärten kann. Die neue Innenhaut macht den Kanal dann wieder leistungsfähiger“, erklärt der Technische Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke, Dr. Ulrich Meyer.

    Der erste südliche Hauptsammler beginnt in der Karl-Tauchnitz-Straße und entwässert das westliche Zentrum, das Waldstraßenviertel und das Bachstraßenviertel in das Klärwerk Rosental. Damit dies auch künftig so verlässlich geschieht, sanieren die Wasserwerke seit Ende Juni den Teilabschnitt des in die Jahre gekommenen Kanals zwischen Goyastraße und der Leutzscher Allee. Mit den rund 770.000 Euro verbuchenden Arbeiten wollen die Wasserwerke die Stand- und Betriebssicherheit des Kanals für die Zukunft sichern. Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte September beendet sein.

    Der Sammler befindet sich im unmittelbaren Einstaubereich der Leipziger Kanalnetzsteuerung rund um das Klärwerk Rosental. Mit diesem System können im Regenfall große Mengen Mischwassers in der Kanalisation zwischengespeichert und nach dem Ende des Regens kontrolliert an das Klärwerk abgegeben werden. „Das schützt nicht nur das Klärwerk vor möglicher Überflutung, sondern auch die sensiblen Gewässer, weil Abschläge so minimiert werden können. Umso wichtiger ist es, dass der Kanalabschnitt nun ertüchtigt wird“, betont Meyer. Der geklinkerte Kanal wies eine Reihe von Makeln, jedoch keine großen Schadensbilder auf, sodass statt eines kostenintensiven Neubaus eine Renovierung mit dem Schlaucheinzugsverfahren umgesetzt werden konnte.

    Seit 2002 haben die Wasserwerke bereits vorgelagerte Abschnitte des Gesamtkanals saniert. Der letzte Sanierungsabschnitt von der Leutzscher Allee bis zum Klärwerk Rosental soll 2018/2019 realisiert werden. Insgesamt wird der Kanal dann auf rund vier Kilometern Länge erneuert sein.

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