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Frühe Kindheit verstehen – Leipziger Forschungszentrum wird feierlich eröffnet

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    Verstehen, was Kinder bewegt: Die Wissenschaftler des Leipziger Forschungszentrums für frühkindliche Entwicklung (LFE) der Universität Leipzig wollen die wichtige Phase von der Geburt bis zur Einschulung aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven betrachten. Diese interdisziplinäre Ausrichtung unterscheidet es von allen anderen Zentren dieser Art in Deutschland. Am Donnerstag, 22. September 2016, wird das LFE nach knapp 18-monatiger Vorbereitung feierlich eröffnet.

    Im Rahmen des 50. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Leipzig laden LFE-Direktor Prof. Dr. Daniel Haun und seine Kollegen zu einem Symposium auf dem Campus Augustusplatz ein. Am Nachmittag gibt es noch eine öffentliche Vorlesung für Kinder ab sechs Jahren und ihre (Groß-)Eltern zum Thema „Die Welt aus Kinderaugen sehen“.

    „Wir wollen den verschiedenen Forschern zum Thema frühkindliche Entwicklung eine wissenschaftliche Struktur geben und ein Ort des wissenschaftlichen Austauschs sowie der Ausbildung von Nachwuchsforschern sein“, sagt Haun. Das Zentrum mit seinen drei Professuren analysiert die frühe Kindheit aus philosophischer, anthropologischer, medizinischer, biologischer und psychologischer Sicht. Dazu beobachten die Experten in Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen unter anderem in Leipziger Kindertagesstätten Entwicklungsprozesse der Jüngsten und erproben neue Bildungskonzepte. In zwei Jahren soll auf dem Campus Jahnallee ein Forschungskindergarten für etwa 80 Kinder eröffnen – ein Ort, an dem Forschung und Praxis eng verzahnt sein werden.

    Einzigartig in Deutschland ist auch der englischsprachige, zweijährige  Masterstudiengang „Early Childhood Research“, den das LFE ins Leben gerufen hat und der erstmals im Oktober für 25 junge Menschen startet. „Der interdisziplinär und international ausgerichtete Studiengang ermöglicht es uns, Studierende optimal auf eine berufliche Tätigkeit im Forschungskontext vorzubereiten“, erklärt Haun.

    Neben Haun arbeiten an dem Zentrum auch Prof. Dr. Kristina Musholt, die sich mit der frühen Entwicklung von Selbstbewusstsein und sozialer Kognition befasst, sowie Prof. Dr. Julian Schmitz, der zu sozialen Angststörungen im frühen Kindesalter forscht. Insgesamt 20 Mitarbeiter sind bislang am LFE tätig.

    Zur feierlichen Eröffnung am (morgigen) Donnerstag (ab 8:30 Uhr, Hörsaal 3) sprechen neben LFE-Direktor Haun die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Beate Schücking, Prof. Dr. Wieland Kiess und Prof. Dr. Kai von Klitzing (Universitätsklinikum Leipzig), Prof. Dr. Dr. h.c. Angela Friederici und Prof. Dr. Tania Singer (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig) sowie Prof. Dr. Malinda Carpenter (Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthroplogie Leipzig).

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