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Polizeibericht, 9. Januar: Raubüberfälle, Einbrüche in Lebensmittelmarkt und „Betreutes Wohnen“

Eine 52-Jährige wurde in der Uranusstraße von einem Fahrradfahrer überfallen und beraubt +++ In der Lützner Straße wurde ein 36-Jähriger von zwei Männern bedroht und mit einem Messer leicht verletzt +++ In Connewitz suchten Einbrecher einen Lebensmittelmarkt und in Schönefeld-Abtnaundorf die Büro- und Gemeinschaftsräume eines „Betreuten Wohnens“ heim – In allen Fällen sucht die Polizei nach Zeugen.

Frau überfallen, beraubt und verletzt

Gestern Abend befand sich eine 52-Jährige auf dem Heimweg, nachdem sie zuvor gegen 19:30 Uhr aus einer Straßenbahn der Linie 15 an der Haltestelle „Jupiterstraße“ ausgestiegen war. Von dort ging sie noch in die Plovdiver Straße, um etwas einzukaufen. Auf der Uranusstraße in Höhe Grundstück Nr. 97, so die Aussage der Geschädigten, fuhr von hinten ein Fahrradfahrer an sie heran und versuchte, ihr die Handtasche zu entreißen. Doch der Räuber hatte nicht mit dem Widerstand der Frau gerechnet: Sie wehrte sich vehement, um ihr Eigentum zu verteidigen und rief auch um Hilfe. Doch der Täter stieß die Dame zu Boden und raubte der nun Wehrlosen die Tasche mit Geldbörse samt einer dreistelligen Summe im mittleren Bereich, einem iPhone und einem Schlüsselbund. Er konnte flüchten.

Die 52-Jährige, der ein Schaden von etwa 1.000 Euro entstand, ging nach Hause, wo sie die Polizei verständigte. Da das Opfer am Kopf verletzt war, musste es ambulant behandelt werden. Kripobeamte haben die Ermittlungen wegen Raubes aufgenommen. Bei dem Täter soll es sich um einen 25 bis 30 Jahre alten Mann handeln, welcher dunkle Kleidung, eine khakifarbene Hose sowie ein Oberteil in gleicher Farbe trug und sehr ungepflegt wirkte. Er trug eine Mütze oder eine Kapuze und führte ein älteres Fahrrad bei sich.

Wer hat zur Tatzeit Beobachtungen gemacht? Wer kann Hinweise zum Täter und/oder dessen Aufenthaltsort geben? Zeugen melden sich bitte bei der Leipziger Kripo, Dimitroffstr. 1, Telefon 0341/96 64 66 66.

Wegen versuchten schweren Raubes …

… ermitteln Kripobeamte. Was war passiert? Der Geschädigte (36), der gestern nach seiner Hunderunde auf dem Heimweg war, wurde gegen 23:00 Uhr in der Lützner Straße/Kiewer Straße von zwei ihm unbekannten Männern in gebrochenem Deutsch angesprochen und nach Feuer gefragt. Er reichte ihnen sein Feuerzeug, was er auch gleich darauf wiederbekam. Nun forderte einer der beiden mit Nachdruck sein Handy und Geld. Der 36-Jährige sagte, dass er keins von beiden bei sich habe, woraufhin der Komplize ein Messer zückte und mit diesem sofort in Richtung seines Opfers stechen wollte. Der Geschädigte hielt zunächst beide Hände vor seinen Oberkörper und erlitt durch Abwehrbewegungen zum Glück nur leichte Schnittverletzungen auf den Handrücken. Zudem wurde auch seine Jacke auf der linken Seite zerschnitten. Gleich darauf gelang es dem Grünauer zu flüchten und die Polizei zu verständigen.

Folgende Personenbeschreibungen liegen vor:

Person 1:

  • – südländisches Aussehen
  • – ca. 25 Jahre alt, ca. 1,75 m groß, sportliche Figur
  • – dunkle kurze Haare
  • – rundes Gesicht
  • – trug dunkle Jeans, Turnschuhe
  • – sprach gebrochen deutsch

Person 2:

  • – ca. 1,75 m groß, hagere Figur
  • – dunkle kurze Haare
  • – schmales Gesicht
  • – unterhalb des linkes Auges eine Narbe (schräg nach unten verlaufend)
  • – trug dunkelblaue Jeans, Sportschuhe
  • – führte Messer bei sich.

Auch zu dieser Straftat sucht die Polizei Zeugen. Wer kann hierzu genaue Angaben machen, wer hat Beobachtungen gemacht und wer kann Hinweise zu den Tätern geben? Zeugen melden sich bitte bei der Leipziger Kripo, Dimitroffstr. 1, Telefon 0341/96 64 66 66.

Einbruch in ein Lebensmittelgeschäft

Unbekannte Täter verschafften sich in der Zeit von 06.01.2018, 12:30 Uhr – 08.01.2018, 07:00 Uhr Zugang in das Haus in der Biedermannstraße, indem sie den Zylinder der Hauseingangstür entwendeten. In diesem Haus befindet sich auch eine Seniorenresidenz. Im Treppenhaus befindet sich die Zugangstür in das Geschäft. Auch diese Tür wurde gewaltsam geöffnet. In den Räumlichkeiten hebelten sie einen Warenträger auf und entwendeten daraus Tabakwaren. Auch mehrere Spinde wurden aufgebrochen. Der Wert der entwendeten Tabakwaren liegt in einem mittleren vierstelligen Bereich. Die Höhe des Sachschadens wurde mit ca. 2.500 Euro beziffert.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Südost, Richard-Lehmann-Straße 19 in 04177 Leipzig, Tel. (0341) 3030-100 zu melden.

Heimsuchung

Durch das Treppenhaus gelangte heute Sonntagvormittag ein Langfinger in die Büro- und Gemeinschaftsräume eines „Betreuten Wohnens“ in Schönefeld-Abtnaundorf, welche im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses untergebracht sind. Der Dieb hatte dazu die Eingangstür aufgehebelt und anschließend das Büro heimgesucht. In diesem fand er schließlich eine Geldkassette samt eines vierstelligen Geldbetrages, Goldschmuck und Schlüssel. Diese steckte er kurzerhand ein und verschwand auf selben Wege, wie er gekommen war.

Wegen Einbruchsdiebstahls ermittelt nun die Leipziger Kripo und sucht nach Hinweisen zur Identität eines schlanken, ca. 180 cm großen Mannes mit markantem Gesicht und Wangenknochen. Er hatte Glatze oder ganz kurz rasierte Haare und trug eine dunkle Jacke.

Hinweise erbittet die Kripo an folgende Adresse: Dimitroffstraße 1, in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer (0341) 966 4 6666.

Handtasche weg

Eine 57-jährige Grünauerin lief gestern Abend auf der Grünauer Allee, als ein dunkel bekleideter Fahrradfahrer auf sie zukam, ihr die Handtasche aus der Hand riss und verschwand. Sein Opfer war so erschrocken, dass es keine Gegenwehr leistete und auch nicht verletzt wurde. Mit der Handtasche erbeutete der Täter die Geldbörse mit einer zweistelligen Summe sowie diverse Dokumente und Schlüssel. Der Frau entstand ein Schaden in Höhe von ca. 500 Euro. Sie vertraute sich einer Nachbarin an und rief von dort die Polizei. Beamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Langfinger griff zu

Eine 32-jährige Leipzigerin erstattete gestern Anzeige wegen des Verlustes ihrer Geldbörse. Die Frau suchte etwa um 09:30 Uhr einen Waschsalon in der Landsberger Straße auf. Dort bezahlte sie aus ihrem Portemonnaie. Anschließend steckte sie die Geldbörse in einen Beutel und legte diesen in das Netz ihres Kinderwagens. Gleich darauf fuhr sie mit einer Straßenbahn der Linie 4 vom Coppiplatz bis zur Beyerleinstraße und lief dann zum Kindergarten im Jörgen-Schmidtchen-Weg. Die junge Frau stellte den Kinderwagen für etwa fünf Minuten unbeaufsichtigt im Gang hinter der verschlossenen Eingangstür ab und ging in die zweite Etage, ließ den Beutel im Wagen liegen. Gegen 10:00 Uhr musste sie dann feststellen, dass daraus ihr Portemonnaie fehlte. Sie suchte alles ab und fragte auch überall dort nach, wo sie vorher gewesen war. Leider ohne Erfolg. Nun fehlen der 32-Jährigen neben einer zweistelligen Bargeldsumme noch ihr Personalausweis, der Führerschein, die EC- und Visa-Karte sowie andere persönliche Dokumente. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls.

Notrufmissbrauch löste Polizeieinsatz aus

Eine 31-jährige Frau teilte gestern Abend über den Notruf der Polizeidirektion Leipzig mit, dass ihr Sohn sie telefonisch kontaktiert hatte und es in der Wohnung ihres Ex-Mannes (43) zu einer Schussabgabe gekommen sei, wobei ihr Sohn (9) verletzt worden wäre. Aufgrund dieser Ausgangsmitteilung wurde ein massives Polizeiaufgebot durch Kräfte der Polizeidirektion Leipzig zum Einsatzort beordert. Das Spezialeinsatzkommando kam nicht zum Einsatz. Die sofort eingeleiteten Ermittlungen ergaben, dass der Ex-Mann in der Bernhardstraße wohnhaft ist. Es erfolgte umgehend eine Kontaktaufnahme. Der Ex-Mann war vollkommen perplex, zeigte sich sofort kooperativ. Die Beamten führten eine Nachschau in seiner Wohnung durch. In der Wohnung befand sich seine jetzige 31-jährige Ehefrau. Ein Kind befand sich nicht in der Wohnung. Eine Waffe wurde ebenfalls nicht aufgefunden.

Nach Angaben des Ex-Mannes befinden sich die Kinder (6, 9, 11; m) seit August 2017 in einem Kinderheim im Landkreis Leipzig. Daraufhin wurden diese Angaben im Kinderheim überprüft und Kontakt mit der Betreuerin aufgenommen. Alle drei Kinder befinden sich im Heim; sind unversehrt und wohlauf. Einen Anruf über Handy hat keines der Kinder getätigt. Es besteht auch mit der Mutter kein Kontakt. Es stellte sich bei den parallel durchgeführten Überprüfungen zur Mutter heraus, dass diese psychisch labil ist und unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Gegen die 31-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Notrufmissbrauchs eingeleitet. Alle polizeilichen Maßnahmen wurden beendet.

Mit einer Flasche Sekt und ein paar Böllern geht die Party weiter

Der Alarm rief gestern Morgen den Mitarbeiter eines Security-Unternehmens auf den Plan. Die Zeichen waren eindeutig. Der Einkaufsmarkt in der Karl-Liebknecht-Straße hatte ungeliebten Besuch bekommen! Jedenfalls informierte er sofort eine Mitarbeiterin (45), um mit ihr gemeinsam der Sache auf den Grund zu gehen. Erst schien alles normal, doch als sie das Büro überprüften, stolperten sie geradezu über die aufgehebelte Terrassentür. Dann sahen sie auch das Dilemma. Das Marktbüro war durchsucht worden, eine Kiste Feuerwerkskörper und eine Flasche Sekt fehlten. Zudem stand der Kühlschrank sperrangelweit offen. Sonst schien weiter nichts zu fehlen, so die 45-Jährige.

Nun ermittelt die Polizei wegen Einbruchsdiebstahls.

Schwarzer Jaguar wieder da – Serienbetrüger festgenommen

Fahndungserfolg für die Leipziger Kriminalpolizei! Zivilfahndern der Leipziger Kriminalpolizei gelang es, am Donnerstag, den 04.01.2018, einen mit mehreren Haftbefehlen gesuchten Serienbetrüger und -dieb festzunehmen. Vorausgegangen waren umfangreiche und intensive überregionale Fahndungsmaßnahmen nach dem 30-Jährigen und seiner 20-jährigen Begleiterin. Beide waren allein im Jahr 2017 mit Betrügereien, Kfz-Diebstählen, Diebstählen, „Schwarztanken“ u. v. m. im hohen zweistelligen Bereich im Raum Sachsen und Sachsen-Anhalt aufgefallen. Beide Personen konnten schließlich am Donnerstagmorgen in einem Leipziger Hotel lokalisiert werden. Kurz bevor das Paar das Hotel wieder verlassen wollte, klickten die Handschellen.

Neben einer griffbereiten Schreckschusspistole im Hosenbund des 30-Jährigen und einem Messer in der Tasche der 20-Jährigen fanden die Polizisten auch zwei Pkw-Schlüssel. Einer passte zu einem am Neujahrsabend gestohlenen schwarzen Jaguar Landrover Discovery Sport; ein weiterer gehörte zu einem bereits im August 2017 in Halle gestohlenen Ford Focus ST. Die Fahrzeuge waren Autovermietungen entwendet worden und mittlerweile mit „neuen“, ebenfalls gestohlenen amtlichen Kennzeichen versehen und dienten als Tat- und Fluchtfahrzeuge. Diese Fahrzeuge wurden sichergestellt und kriminaltechnisch untersucht.

Nach ersten Erkenntnissen wurden in mindestens einem Auto Betäubungsmittel und Unterlagen zu betrügerisch abgeschlossenen Mobilfunkverträgen aufgefunden. In den letzten Monaten mietete sich das Pärchen, meist unter falschen Namen, in Hotels ein. Die Hotelrechnung wurde nur selten bezahlt, dafür aber häufig der Fernseher aus den Hotelzimmern entwendet. Die Fernseher sowie die Mobiltelefone aus den Telefonverträgen wurden veräußert und zur Finanzierung ihrer Drogensucht und ihres Lebensunterhaltes verwendet.

Die Ermittlungen zu weiteren Straftaten, die auf das Konto beider gehen, sowie zu eventuell weiteren Tätern dauern derzeit an.

Leider wieder mal der „Klassiker“

Eine 38-jährige Fahrradfahrerin fuhr gestern Nachmittag auf der Windscheidstraße entlang. Ein 56-jähriger Fahrer eines Ford Transit stellte in dieser Straße sein Fahrzeug am Fahrbahnrand ab und öffnete die Tür, ohne in den Rückspiegel zu schauen. Es kam, wie es kommen musste: Die 38-jährige Fahrradfahrerin krachte gegen die geöffnete Autotür und kam zu Fall. Sie verletzte sich dabei am Arm. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 1.000 Euro.

Kaum zu glauben

Ein Fahrradfahrer (35) befuhr den Radweg der Zwickauer Straße stadtauswärts. In gleicher Richtung war auch ein Autofahrer unterwegs. Kurz vor der Kreuzung an der Märchenwiese fuhr der VW-Polo-Fahrer auf den Radweg und touchierte den Radler. Dieser stürzte und verletzte sich. Gleich darauf stieg der Autofahrer aus und schlug dem Verletzten noch mit der Faust ins Gesicht. Dadurch erlitt der 35-Jährige eine Platzwunde. Zudem wurde auch noch seine Brille beschädigt. Am Fahrrad entstand kein Schaden. Der Autofahrer entfernte sich kurz darauf pflichtwidrig vom Unfallort.

Ein Zeuge (62), der verkehrsbedingt vor dem Überqueren der Straße mit seinem Fahrrad An der Märchenwiese halten musste, hatte den Tathergang beobachtet und machte später gegenüber Polizeibeamten seine Aussage. Der Geschädigte gab an, einige Minuten vorher auf das Dach des Autofahrers geklopft zu haben, da dieser beim Abbiegen in Richtung eines Einkaufsmarktes abgebogen war, ohne auf den Straßenverkehr zu achten. Damit wollte er den Polofahrer auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen.

Polizeibeamte ermittelten anhand des amtlichen Kennzeichens schnell den Fahrer des Pkw. Dieser wurde zu Hause angetroffen. Gegen den 22-Jährigen wird jetzt wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Körperverletzung ermittelt.

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