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Neues Projekt zu religiösen Identitäten Deutschlands und der Schweiz

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    Religionssoziologe Prof. Dr. Gert Pickel von der Universität Leipzig untersucht in einem neuen Forschungsprojekt die Integrations- und Konfliktpotenziale religiöser Gemeinschaften in den demokratischen Zivilgesellschaften Deutschlands und der Schweiz. Sein Vorhaben gehört zu zwei eng miteinander verbundenen Forschungsprojekten der Universitäten Leipzig, Luzern und Göttingen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Schweizerischen Nationalfonds mit insgesamt knapp 1,2 Millionen Euro unterstützt werden. Vor kurzem erhielt das internationale Verbundprojekt „Soziale Gruppen und religiöse Identitäten in ziviler Gesellschaft“, das im Frühjahr mit der Arbeit beginnt, eine entsprechende Förderzusage für drei Jahre.

    Ziel des Gesamtprojekts ist es, auf der Grundlage breiter empirischer Erhebungen die Zusammenhänge von gesellschaftlichen Vorstellungen sozial erwünschter Religion und bewussten Anpassungen von Immigrantengruppen an solche Vorstellungen zu analysieren. Damit wollen die Forscher einen wichtigen Beitrag zur Bestimmung der Potenziale identitäts- und wertgeleiteter gesellschaftlicher Integration in der Gegenwart leisten. Pickel plant unter anderem eine Bevölkerungsumfrage in Deutschland. Damit sollen Ziel, Selbst- und Fremdzuschreibungen sozialer und insbesondere religiöser Identitäten erfasst werden.

    Auf dieser Grundlage wollen die Forscher den Einfluss dieser Identitäten auf Integrations- und Konfliktpotenziale in Deutschland und der Schweiz analysieren. Für diese Erhebung wurden Pickel Fördergelder in Höhe von knapp 540.000 Euro bewilligt. Er arbeitet dabei eng mit Prof. Dr. Antonius Liedhegener von der Universität Luzern zusammen. Ergänzend dazu untersuchen Prof. Dr. Martin Baumann von der Universität Luzern sowie Prof. Dr. Alexander Nagel über ethnographische Verfahren und Tiefeninterviews exemplarisch ausgewählte religiöse Gemeinschaften.

    Das Projekt fragt nach den Anpassungen und Veränderungen von gemeinschaftlichen Identitäts- und Selbstbildern religiöser Gemeinschaften von Immigranten und den damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Zivilgesellschaften der zwei Länder. Dabei wird ein neu entwickeltes Instrument für standardisierte Befragungen angewandt, welches die Erfassung von multiplen Identitäten auf repräsentativer Basis und im Gesamtgesellschaftsvergleich erlaubt. So ist es möglich, religiöse Gruppen und ihre Abgrenzungsprozesse im Vergleich zu anderen sozialen und religiösen Gruppen sowie die Auswirkungen dieser Abgrenzungsprozesse auf das Zusammenleben in beiden Ländern zu erforschen.

    Dabei werden Themen zur Vorurteilsforschung genauso berücksichtigt wie religiöse Selbstkonzepte und soziales Engagement. Dies enthält Antworten auf Fragen, wie: Führen soziale Kontakte mit vielen anderen Menschen zu einem Abbau von generellen Vorurteilen? Sind Menschen offener für Vorurteile, wenn sie ängstlicher sind oder sich eher bedroht fühlen? Sind Ostdeutschen hinsichtlich ihrer Identität anders als Westdeutsche oder Westschweizer?

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