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Am kommenden Sonntag ist Leipzig Marathon!

Am kommenden Sonntag, dem 22. April, steht Leipzig ganz im Zeichen des Laufsports. Zur 42. Auflage des Leipzig Marathons werden tausende Läufer, Skater und Walker erwartet.Über 9.000 Teilnehmer sind für den Frühjahrsklassiker bereits angemeldet und damit sechs Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Die Alterspanne reicht von drei bis 85 Jahren.

Bislang stehen Athleten aus 75 Ländern in der Meldeliste. Neu im Kreis der Teilnehmerländer sind Pakistan, Afghanistan und Benin mit jeweils einem Starter.Die Veranstalter rechnen mit einer beträchtlichen Zahl an Nachmeldungen, die zum Teil selbst am Veranstaltungstag noch vorgenommen werden können. Wer sich kurzfristig für eine Teilnahme entscheidet, hat am Samstag von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag ab 8 Uhr bis 60 Minuten vor dem jeweiligen Start, die Möglichkeit, sich im Meldebüro seine Startunterlagen zu sichern. Dieses befindet sich in der Sportfakultät der Universität Leipzig. Auch für den beliebten Leipziger Kinderlauf für die Drei- bis Zehnjährigen werden noch Anmeldungen entgegengenommen – a m Informationsstand der Leipziger Stadtwerke, der sich am Samstag von 10 bis 19 Uhr beim Meldebüro und am Sonntag ab 10 Uhr im Start-Ziel-Bereich befindet.

„Angesichts von neun Marathons im deutschsprachigen Raum, die am kommenden Wochenende stattfinden, und weiteren fünf eine Woche später können wir mit dem Stand der Anmeldung sehr zufrieden sein“, so Michael Mamzed, Geschäftsführer des Veranstalters Stadtsportbund Leipzig. „Wir wachsen gegen den allgemeinen Trend – und das ist sicher auch Ausdruck der Qualität unserer Veranstaltung.“ Diese werde, so Mamzed, unter anderem durch das eingespielte Organisationsteam mit einer Erfahrung von zum Teil mehreren Jahrzehnten gewährleistet und durch die rund 600 freiwilligen Helfer, darunter rund 150 Gymnasialschüler, die eine optimale Betreuung und Versorgung der Teilnehmer sicherstellen.

Heiko Rosenthal, Leipzigs Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung, Sport bekräftigt die große Bedeutung des Leipzig Marathons für die Stadt: „Der Marathon ist die bedeutendste regelmäßige Breitensportveranstaltung Leipzigs. Daher ist es für uns als Stadtverwaltung eine Herzensangelegenheit, dieses Event auf vielfältige Weise zu unterstützen.“ Rosenthal betont, dass die Bauarbeiten, die in den letzten Wochen in einigen Bereichen der Strecke vorgenommen wurden, mittlerweile abgeschlossen sind und somit keine diesbezüglichen Beeinträchtigungen zu verzeichnen sind.

Auf der namensgebenden Marathondistanz werden wie im Vorjahr gut 800 Starter erwartet. Ältester Starter auf der „Königsstrecke“ ist der Berliner Horst Matznick (Jahrgang 1940). Noch einmal acht Jahre älter ist die Leipzigerin Marga Schwotzer, die auf der 10 km-Strecke an den Start geht und damit den inoffiziellen Titel der „Alterspräsidentin“ innehat. Auf mehreren Strecken steuert die Veranstaltung auf einen Melderekord zu. So sind beim Halbmarathon bislang über 2.900, über die 10 km mehr als 1.700 und über die 4 km gut 600 Starter gemeldet.

Neben den vielen Hobby- und Freizeitläufern nehmen auch ambitionierte Starterinnen und Starter die verschiedenen Wettkampfstrecken in Angriff. Darunter sind auch mehrere ehemalige Sieger und Top-Platzierte. Beim Marathon stehen bislang unter anderem Karsten Schubert (LFV Oberholz) und Robert Klein (SC DHfK Leipzig) in der Meldeliste. Schubert wurde 2014 Dritter, Klein gelang dies 2016. Bei den Frauen steht unter anderem Saskia Mangold (LAV Halensia) mit einer Bestzeit von knapp über drei Stunden im Blickpunkt.

Zu einer Prognose über die Favoriten auf der Marathondistanz ist es laut dem sportlichen Leiter Peter Schütze (Stadtsportbund Leipzig) jedoch immer noch zu früh: „Neben unseren Lokalmatadoren sollte man auch einige ausländische Starter im Auge behalten, zum Beispiel aus unserem Nachbarland Polen, das übrigens wieder die meisten ausländischen Teilnehmer stellt.“ So hat beispielsweise Łukasz Kondratowicz gemeldet, der eine Bestzeit von knapp über 2:30 h vorweisen kann. Hinzu kommt, dass es noch am Vortag der Veranstaltung zu kurzfristigen Ummeldungen kommen kann. „Eine verlässliche Vorhersage über die Favoriten können wir daher wahrscheinlich erst kurz vor dem Startschuss machen“, so Schütze.

Die beiden ehemaligen Marathonsiegerinnen Carina Schipp (Leipzig, gewann 2008, 2009, 2010, 2012) und Sandra Boitz (SC DHfK Leipzig, siegte 2013) haben für den Halbmarathon gemeldet – ebenso wie Sebastian Nitsche (SC DHfK Leipzig), der diesen 2015 gewann und 2017 Zweiter wurde. Der Leipziger Vincent Hoyer, der eine Halbmarathonbestzeit von 1:07:55 h vorweisen kann, tritt ebenfalls auf dieser Distanz an. Gespannt darf man auf das Abschneiden von Abdeslam Lamzalzi sein. Der Marokkaner startete vergangenes Jahr noch für den Refugee-Lauftreff Leipzig und wurde damals Fünfter beim Halbmarathon. Er hat sich mittlerweile dem SC DHfK Leipzig angeschlossen und tritt für diesen Verein wieder auf der Halbmarathondistanz an.
Der Marathonsieger des Jahres 2016, Marc Werner (LFV Oberholz), geht in diesem Jahr über die 10 km an den Start und dürfte dort zu den Favoriten zählen.

Gewohnt rasant wird es beim Inline-Halbmarathon zugehen. Mit bis zu 50 Stundenkilometer jagen die Rollenflitzer über die Strecke. Unter ihnen ist mit dem Vorjahresdritten, dem Venezolaner Alexander Bastitas, auch ein ehemaliger Speedskating-Weltmeister. Bei den Frauen treten mit Stephanie Reuter (Dessau) und Susan Colbow (Leipzig) die Schnellste und Zweitschnellste des Jahres 2017 wieder an.

Für die meisten Teilnehmer geht es beim Leipzig Marathon allerdings nicht um den Platz auf dem Podest. Vielmehr stehen der Kampf gegen den „inneren Schweinehund“ und das Unterbieten bestimmter persönlicher Zielzeiten „Schallmauern“ im Vordergrund. Deswegen bieten die Veranstalter auch in diesem Jahr einen Pacemaker-Service an. 19 Männer und Frauen, davon 14 beim Marathon, vier beim Halbmarathon und einer über 10 km werden als „Zug- und Bremsläufer“ ihre Gruppen zuverlässig und in der angepeilten Zeit ins Ziel bringen. „Unsere Pacemaker stellen sich in den Dienst der Allgemeinheit und verzichten damit auf eigene Ambitionen. Das muss man ihnen hoch anrechnen. Es ist unser Motto, eine Veranstaltung von Läufern für Läufer anzubieten. Die Pacemaker, aber auch die vielen Helfer und die ehrenamtlichen Mitglieder des Organisationsteams kommen fast ausnahmslos aus engagierten Leipziger Sportvereinen. Das zeigt, wie sehr der Marathon in unserer Sport- und Vereinslandschaft verwurzelt ist“, so Veranstaltungsleiter Michael Mamzed.

2018 unterstützen die Leipziger Stadtwerke das Laufevent erneut als Titelsponsor. Mehr noch: Zusammen mit dem Stadtsportbund Leipzig und dem Landesamt für Schule und Bildung mobilisieren sie die Marathonis von morgen und übermorgen. Die Stadtwerke richten drei Disziplinen für den laufbegeisterten Nachwuchs aus. „2018 starten fast 2.000 Nachwuchsläufer beim Minimarathon und beim Leipziger Schülerlauf und damit so viele wie nie zuvor“, freut sich Karsten Rogall, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Am Vortag des Marathons werden 1.000 Leipziger Grundschüler beim MINI-MARATHON auf dem Rundparcours des Richard-Wagner-Hains ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Die ganze Energie der höheren Klassenstufen wird am nächsten Tag beim Schülerlauf gefordert sein. 951 Läufer der Klassenstufen fünf bis zwölf sind angemeldet, um für 32 Leipziger Oberschulen und Gymnasien an den Start zu gehen. Mit je zehn Läufern bewältigen sie in Teams die Marathonstrecke. Später werden die Drei- bis Zehnjährigen beim Kinderlauf wahrscheinlich kaum zu bremsen sein. Denn ENNI, das Maskottchen der Stadtwerke, wird alle Kids kräftig anfeuern, damit die Puste bis ins Ziel reicht.

„Mit unserem Engagement für den Leipzig Marathon fördern wir einen der Höhepunkte für unsere sportbegeisterte Stadt. Wir laden die Leipziger und ihre Gäste zu einem abwechslungsreichen Tag voller sportlicher Highlights und mit vielen Angeboten für die ganze Familie ein“, erklärt Karsten Rogall. Denn auch abseits der Strecke wird den Läufern und Zuschauern Einiges geboten. Im Start- und Zielbereich sorgen der Veranstalter und die Leipziger Stadtwerke mit Sport, Spaß und Wissenswertem für gute Stimmung. Während sich der Nachwuchs auf dem Energiespielplatz, an Wasser-Experimenten oder auf dem Bungee-Trampolin ausprobiert, können die Erwachsenen gastronomische Erfrischungen genießen. Auf die kleinsten Besucher wartet ein spannendes Kinderland mit Hüpfburg sowie Schmink- und Bastelstationen.

„Dieses erlebnisreiche Angebot macht den Leipzig Marathon zu einem Event, das inzwischen ein fester Termin im Kalender vieler Leipziger ist. Natürlich auch in dem der Mitarbeiter der Leipziger Gruppe. Allein 310 der Läufer starten für die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, die Stadtwerke, die Wasserwerke oder die Verkehrsbetriebe“, betont Rogall.
Auch andere große Arbeitgeber der Region sind mit größeren Lauf- oder Skatergruppen am Start.

Neben dem Rahmenprogramm im Start-Ziel-Bereich ist auch entlang der 21 km langen Rundstrecke, die jener aus den Vorjahren entspricht, viel los. An 13 Standorten geben Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen für die Läufer, Walker und Skater „den Takt vor“. Die Palette reicht von Rockmusik und DJ über Sambaklänge und Percussion bis hin zu Dixieland und Fanfarenzug.

Der rund 300.000 Euro umfassende Veranstaltungsetat wird zu einem nennenswerten Teil auch durch Sponsoreneinnahmen gedeckt. Zu den Partnern aus der Wirtschaft zählen neben Titelsponsor Leipziger Stadtwerke die Hauptsponsoren BMW und Sachsenquelle sowie die Sponsoren Krombacher o,0%, Atlanta Hotel Leipzig International, der Medienpartner R.SA und zahlreiche weitere Partner. Hauptsponsor BMW stellt nicht nur die Führungsfahrzeuge sondern bringt sich auch inhaltlich ein – in Form des BMW Ausdauersymposiums am gestrigen Mittwoch, bei dem Laufexperten zu verschiedenen Facetten des Laufsports referierten.

Dank des Veranstaltungspartners Leipziger Laufladen können sich alle Interessierten auf der Laufmesse über die neuesten Produkte und Entwicklungen im Ausdauersportbereich informieren, diese ausgiebig testen und zu Messepreisen kaufen. Namhafte Marken, wie adidas, Nike, New Balance und Polar sind mit ihren Experten vor Ort. Die „Leipziger Laufladen Laufmesse“ befindet sich am Meldebüro auf dem Sportcampus und ist am Samstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Geduld, Aufmerksamkeit und Verständnis sollten am kommenden Sonntag die Verkehrsteilnehmer in Leipzig aufbringen und ihre persönlichen Planungen für diesen Tag entsprechend ausrichten. Der Veranstalter Stadtsportbund Leipzig, die Stadt Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig haben das Verkehrskonzept intensiv abgestimmt, um die unvermeidbaren Einschränkungen des Individualverkehrs so gering wie möglich zu halten. Die nötigen Straßensperrungen treten zum spätestvertretbaren Zeitpunkt in Kraft und werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt wieder aufgehoben.

Die mit dem 42. Leipzig Marathon verbundenen Umleitungen sind bereits seit geraumer Zeit ausgeschildert und im Internet auf der Seite www.leipzigmarathon.de abrufbar. Dort findet man auch die Änderungen in den Fahrplänen und in der Linienführung der Leipziger Verkehrsbetriebe. Entlang der Strecke ist vielerorts ein vorübergehendes Halteverbot erlassen worden, das auch schon ab 5 Uhr konsequent durchgesetzt wird. Im Fall medizinischer Notfälle bei Mensch und Tier sind das Uniklinikum sowie die Tierklinik erreichbar. Die Zufahrten dorthin sind auf dem Umleitungsplan ausgewiesen und auch ausgeschildert. Für dringende Anfragen zu den verkehrsorganisatorischen Maßnahmen hat der Stadtsportbund Leipzig wieder ein Infotelefon unter der Nummer 0176 – 83 60 69 70 eingerichtet, das täglich von 9 bis 16 Uhr erreichbar ist.

Die Startzeiten der Wettbewerbe im Überblick:

09:00 Uhr LE-Kids Race (Inline)
09:40 Uhr Inline-Halbmarathon (Lizenzfahrer)
09:43 Uhr Rollstuhl-/Handbike-Halbmarathon
09:45 Uhr Inline-Halbmarathon (Breitensportler)
10:00 Uhr Marathon
10:20 Uhr Marathon-Staffel
10:50 Uhr Leipziger Schülerlauf
11:00 Uhr 4 km Lauf/Walken
12:00 Uhr Leipziger Kinderlauf

42. Leipzig Marathon: Sperrungen und Verkehrseinschränkungen

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Foto: Ralf Julke

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Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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Auch die Katharinenstraße wird bis heute von Autos dominiert. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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Foto: Parents For Future

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