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Podium zu Braunkohleabbau in der Region: Es braucht starke soziale Bewegungen

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    Über 50 Menschen besuchten die Podiumsdiskussion zu den sozialen und ökologischen Folgen des Braunkolheabbaus in der Region, die von Prisma – Interventionistische Linke Leipzig organisiert wurde.

    Am 25. April diskutierten in der vollen Rosa-Luxemburg-Stiftung Felix Schultz von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Christopher Laumanns (Bündnis Pödelwitz bleibt!), Selma Richter (Klimagerechtigkeitsaktivistin) und Pao-Yu Oei (wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Technik und Infrastruktur, TU Dresden) unter der Moderation von Laura Rehberger miteinander und mit dem Publikum über die Situation des von Abbaggerung bedrohten Dorfs Pödelwitz und darüber, wie ein Kohleausstieg schnell und sozialverträglich erfolgen kann.

    „Die Kommunikation zwischen Aktivisten, Betroffenen und den Beschäftigten der Braunkohleindustrie bleibt weiterhin wichtig“, fasste Laumanns am Ende der Diskussion zusammen. Er schlug vor, dass das Protestbündnis „Pödelwitz bleibt!“ und die IG BCE eine Kommission „von unten“ bilden, um den Kohleausstieg in der Region vorantreiben zu können.

    Einig waren sich die Podiumsteilnehmer darin, dass in punkto Kohleausstieg dringend Handlungsbedarf besteht. Schultz forderte die Politik auf ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen, um eine sozial verträgliche Abwicklung der Braunkohleindustrie möglich zu machen. Wichtig sei, dass die Alternativen punkto Tarifen und gewerkschaftlicher Mitbestimmung den bisherigen guten Konditionen entsprächen.

    Pao-Yu Oei, betonte, dass der Kohleausstieg innerhalb von 20 Jahren ohne größere soziale Verwerfungen machbar sei und warf der Politik vor, bei den Erneuerbaren Energien versagt zu haben. Selma Richter, wies darauf hin, dass der Klimawandel und die Kohleverstromung internationale Auswirkungen hätten. „Es erfordert starke soziale Bewegungen, um die Politik unter Druck zu setzen.“

    Abschließend wurde deutlich, dass zum Kohleausstieg auch eine Alternative zum derzeitigen kapitalistischen Wirtschaftsmodell gehört. Der derzeitigen Praxis der Effizienzsteigerung und Verwertung muss eine Wirtschafts- und Gesellschaftsform entgegengesetzt werden, die ein gutes Leben für alle zum Ziel hat und die ökologischen Lebensgrundlagen erhält.

    Zudem wurde noch auf das Klimacamp im Leipziger Land hingewiesen, welches vom 28. Juli bis zum 5. August in Pödelwitz stattfindet.

    Weitere Infos dazu finden sich unter https://www.klimacamp-leipzigerland.de

     

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