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Leipzig rubelt um – Stiftung schickt Sparschweine auf die Weide

Die Stiftung Bürger für Leipzig hat an 40 Plätzen in Leipzig Sparschweine bereitgestellt, die ab sofort mit Fremdwährung gefüttert werden können. Die Stiftung Bürger für Leipzig rubelt die Einnahmen um und verwendet die Erlöse für ihr Wunderfinder-Projekt.

Besonders in der Sommerzeit zieht es den Sachsen in die Ferne. Nach der Reise bleibt die eine oder andere fremde Münze übrig, deren Umtausch nicht lohnt. Die Stiftung Bürger für Leipzig verwandelt diese „Schlummermünzen“ in Spenden für den guten Zweck. Ob Euro, Dollar oder Yen, ob D-Mark oder Mark der DDR – alle Währungen werden angenommen und umgerubelt.

Stille Reserven wecken

„Wir wissen, dass das restliche Urlaubskleingeld in vielen Schubläden aufbewahrt wird. Meist mit dem Vorsatz, es noch einmal einzusetzen, was dann doch selten passiert. Wir wollen diese Schlummermünzen wecken und einem guten Zweck zuführen,“ erläutert Angelika Kell vom Vorstand der Stiftung.

Schweinchen freuen sich über jede Art von Währungs-Futter

Wer helfen möchte, findet die Sparschweine in ausgewählten Geschäften, Apotheken, Bäckereien und Buchhandlungen. Alle Schweinchen sind in einer Karte auf der Website www.diewunderfinder.de/umrubeln eingetragen. Natürlich werden schlummernde Münzen und Scheine auch im Büro der Stiftung am Dorotheenplatz 2 angenommen. Wer mag, kann gern auch handelsübliche Euro in das auf der Stiftungs-Homepage für die Online-Fütterung bereit gestellte Schwein spenden.

Ziel der Aktion ist, Bildungschancen zu verbessern

Die Spenden werden für das Bildungsprojekt „Die Wunderfinder“ benötigt. Das ist ein Bildungspatenprogramm für Kinder an vier Leipziger Horteinrichtungen. 30 Patinnen und Paten betreuen ehrenamtlich 60 Kinder pro Schuljahr. Gemeinsam gehen sie auf Exkursionen in die Stadt. So werden den Kindern neue Bildungshorizonte geöffnet und Mut gemacht, die Welt zu entdecken.

Die Stiftung Bürger für Leipzig engagiert sich mit dem Projekt „Die Wunderfinder“ für mehr Chancengleichheit in der Bildung. Unterstützt wird sie dabei von der Schweizer Drosos Stiftung, die zudem sämtliche Spendeneinnahmen verdoppelt.

Hintergrund zum Projekt „Die Wunderfinder“

Jedes Kind in Leipzig soll mit einer guten Bildung ins Leben starten, das ist die Vision der Stiftung Bürger für Leipzig. Leider ist das nicht selbstverständlich, denn jedes dritte Kind in Leipzig ist arm. Das bedeutet: weniger Chancen beim Zugang zu Bildung und Freizeitmöglichkeiten. Zehn Prozent der Schüler verlassen die Schule ohne Hauptschulabschluss.
Die Wunderfinder setzen sich für diese Kinder ein. 30 Wunderpaten gehen mit je zwei Hort-Kindern ein Schuljahr lang auf Exkursion. Sie schauen hinter die Kulissen von Oper und Feuerwehr, Bibliothek und Rathaus. Die Paten stärken die Kreativität der Kinder. Sie eröffnen ihnen neue Ideen und Horizonte, begeistern und ermutigen sie, trotz mitunter nicht idealer Startbedingungen ihren Weg zu gehen.

Die Stiftung Bürger für Leipzig hat das Projekt im Jahr 2015 gestartet. Bislang haben rund 100 ehrenamtliche Patinnen und Paten ihre Zeit gespendet. Insgesamt wurden seit Beginn rund 100.000 Euro gespendet, ein Betrag, der vor allem für die Weiterführung nach Auslaufen der Förderung im Jahr 2019 gebraucht wird. Die Schweizer Drosos Stiftung fördert das Projekt und verdoppelt jeden gespendeten Euro.

Hintergrund zur Stiftung

2003 haben 50 Gründer die Stiftung gemeinsam errichtet, um eine nachhaltige Stadtentwicklung und bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Heute steht die Stiftung mit ihren 144 Stiftern bei rund 300.000 Euro Grundstockvermögen. Die Stiftung hat sich mit Projekten wie Musik macht schlau, Aktion Zuckertüte, dem Leipziger Gartenprogramm, dem Erzählcafé zu den 60er Jahren, dem Bürgersingen und dem im Frühjahr veröffentlichten Wegweiser Flüchtlingshilfe einen Namen gemacht.
Die Stiftung Bürger für Leipzig ist eine von bundesweit 350 aktiven Bürgerstiftungen. Sie entwickelt sich zum Dach für das bürgerliche Engagement von Privatpersonen wie Unternehmen. Die Stiftung Leipzig hilft Kindern ist die erste Treuhandstiftung unter dem Dach der Stiftung Bürger für Leipzig. Neue Stifterinnen und Stifter sind ausdrücklich willkommen.

MelderBildungStiftung Bürger für Leipzig
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Metropolregion Mitteldeutschland hat Arbeitsgruppe zur Landes- und Regionalentwicklung gestartet
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Von flauschig bis wertvoll: Wie unser Gehirn Objekte erkennt und so auch manipulierbar ist
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Für alle LeserUnser Gehirn ist augenscheinlich nicht in der Lage zu merken, wann es betrogen wird. Ein paar Katzen- und Hundevideos genügen, und es schmilzt dahin und das Wort „NIEDLICH“ hämmert durch alle Leitungsbahnen. Marshall McLuhan hätte unsere von Fakes besessene Gegenwart nicht nur zum Teufel gewünscht. Er hätte sich tatsächlich gefragt, ob der Mensch überhaupt je begreift, was a-soziale Medien eigentlich permanent mit seinem Gehirn anstellen. Ein Studienergebnis aus Leipzig lässt ahnen, wie so etwas kommt.
Stadtrat setzt Auenentwicklungskonzept durch: Die Brücke über die Nahle wird mit breiterem Durchlass und Radunterführung geplant
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Für alle LeserAm Mittwoch, 14. Oktober, beschloss der Leipziger Stadtrat auch, wie mit dem Neubau der Nahlebrücke im Zug der Gustav-Esche-Straße umgegangen werden soll. Die Brücke soll 2023/2024 gebaut werden. Was schon einmal das Hauptproblem bei diesem Brückenbau ist. Das wusste auch das Stadtplanungsdezernat, als es die Vorlage mit den fünf möglichen Brückenvarianten verfasste. Denn die Brücke muss sich eindeutig ins Auenentwicklungskonzept einpassen. Aber das wird erst 2023 vorliegen.
Anhörung zu Linke-Antrag zu sozialem Wohnungsbau im Landtag: Warum stockt Sachsen die Bundesmittel nicht auf?
Für kleine Einkommen ist der Leipziger Wohnungsmarkt längst eng geworden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Freitag, 16. Oktober, beschäftigte sich der Ausschuss Regionalentwicklung des Sächsischen Landtags mit einem Antrag der Linksfraktion. „Verbesserung der Bedingungen für den sozialen Wohnungsbau in Sachsen“ war er betitelt, hat aber eigentlich keine Chancen, im Landtag eine Mehrheit zu bekommen, auch wenn die Regierungskoalition von CDU, SPD und Grünen sich mit dem Thema ebenfalls beschäftigt. Denn dass in Leipzig und Dresden bezahlbare Wohnungen fehlen, wird nicht mehr abgestritten.
Sonderausstellung präsentiert einmalige Zeugnisse des schwierigen Neubeginns in Leipzigs Schulen 1945
Das Schulmuseum am Goerdelerring 20. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Vor 75 Jahren, im Oktober 1945, wurde nach Monaten der Schließung, der bedingungslosen Kapitulation und dem Ende des Nationalsozialismus der Unterricht in den Schulen Leipzigs wieder aufgenommen. Das Schulmuseum nimmt dies zum Anlass für die Sonderausstellung „Schule nach der Stunde Null. Leipzig 1945/46“. Sie ist vom 16. Oktober bis 22. Dezember zu sehen und kann bei freiem Eintritt im Rahmen der Dauerausstellung besichtigt werden.
Am 24. und 25. Oktober im Westflügel Leipzig: Einmal Schneewittchen, bitte
Foto: Daniel Wagner

Foto: Daniel Wagner

Man nehme einen schönen Prinzen, ein einsames Mädchen, sieben verzückte, verrückte Zwerge, eine böse Stiefmutter, ein bisschen Magie, eine Menge Neid, eine große Portion Freundschaft, einen vergifteten Apfel und ein Happy End. So in etwa müsste das Rezept für: „Einmal Schneewittchen, bitte“ aussehen, das in der Märchenapotheke „Pacco & Co.“ von einem warmherzigen Hund und seiner stürmischen Assistentin zusammengestellt wird.