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Aktuelle Trends der mikrobiellen Ökologie

Internationale Forschergemeinschaft trifft sich ab 12. August zur ISME-Konferenz in Leipzig

Das weltweit wichtigste Forum für den Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem Gebiet der mikrobiellen Ökologie, die International Society for Microbial Ecology (ISME), lädt gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) vom 12.-17. August 2018 zur 17. ISME ins Congress Centrum nach Leipzig ein. Rund 2.200 Teilnehmende werden dazu in der Messestadt erwartet, die Hälfte davon Studierende und Doktoranden.

Auf der Tagung wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre neuesten Forschungsergebnisse vorstellen und damit aktuelle Entwicklungen aus dem Fachgebiet der mikrobiellen Ökologie präsentieren. Die mikrobielle Ökologie ist ein Teilbereich der Mikrobiologie, der die Rolle der Mikroorganismen in Ökosystemen genauer untersucht. Auf der ISME-Tagung werden dazu beispielsweise mikrobielle Forschungsthemen aus unterschiedlichen Ökosystemen wie etwa Bodensystemen, der aquatischen Umwelt oder des humanen Mikrobioms diskutiert, von der Ebene des Einzelfalls bis hin zu globalen Umweltproblemen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen helfen, die Untersuchung mikrobieller Gemeinschaften mittels feld-, labor- und computergestützter Methoden voranzutreiben.

Präsentiert werden die wissenschaftlichen Inhalte auf der ISME 17 in einem Mix aus Plenarvorträgen, thematischen Sessions, Podiumsdiskussionen, Posterbeiträgen und Kurzvorstellungen. So hält beispielsweise der ISME-Gründer Prof. Jim Tiedje (Michigan State University, USA) einen Plenarvortrag über die 40-jährige Geschichte dieser international wichtigen Fachgesellschaft. Weitere renommierte Vortragsredende sind etwa Prof. Phil Hugenholtz (The University of Queensland, Australien), einer der auf dem Gebiet der molekularen Evolution und Stammesgeschichte der Mikroorganismen führenden Wissenschaftler, und Prof. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung), die erst jüngst mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet wurde.

Die 25 ganztägigen Sessions behandeln Themen wie die Marine Mikrobiologie, den globalen biochemischen Kreislauf, Grenzen der mikrobiellen Ökologie im Boden oder den Umgang mit mikrobiellen Gemeinschaften. Die ISME vergibt auf der Konferenz auch mehrere Forschungspreise, darunter den Tiedje Award an den deutschen Mikrobiologen Prof. Michael Wagner, der an der Universität Wien forscht.

Erstmals geht die ISME während seines Symposiums auch den Weg in die breitere Öffentlichkeit: In der „Night of the Microbes“ werden am 15.08. ab 20 Uhr in der Kulturfabrik Werk 2 in Leipzig internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in kurzen Redebeiträgen über ihre Forschung berichten – unterhaltsam, verständlich und auf Englisch. Ziel ist, interessierten Besucherinnen und Besuchern spannende Informationen und Zusammenhänge der mikrobiellen Ökologie näherzubringen.

Die ISME ist die international wichtigste wissenschaftliche Gesellschaft auf dem Gebiet der mikrobiellen Ökologie terrestrischer und aquatischer Lebensräume. Inhaltliche Schwerpunkte sind beispielsweise mikrobiell getriebene biogeochemische Kreisläufe und ihre Wechselwirkungen mit dem globalen Klimawandel sowie die mikrobielle Ökologie als Basis technologischer Anpassung an den Klimawandel. Zahlreiche methodische Entwicklungen der Wissenschaft der vergangenen Jahre wie beispielsweise die Metagenomik, Big Data und Methoden der chemischen Mikroskopie wurden von der ISME-Forschungscommunity getrieben und haben von dort Eingang in die medizinische Mikrobiologie gefunden.

Die ISME gibt das ISME Journal heraus und trifft sich alle zwei Jahre zu einem wissenschaftlichen Symposium, das in diesem Jahr gemeinsam mit dem UFZ organisiert wird. Das UFZ setzte sich dabei in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen andere internationale Forschungseinrichtungen durch.

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