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Mit Mut und Hoffnung zur Freiheit: Filmabend zum 57. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August

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    Am Jahrestag des Mauerbaus vom 13. August 1961 präsentiert das Bürgerkomitee Leipzig in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am kommenden Montag im ehemaligen Stasi-Kinosaal in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ drei Dokumentationsfilme und einen Stasi-Schulungsfilm, die sich mit dem Bau der Mauer und Fluchtversuchen sowie der Konfrontation zwischen DDR und BRD befassen. Neben den Filmen können sich die Besucher auch einen Teil der echten Mauer vor der „Runden Ecke“ ansehen. Der Eintritt ist frei.

    Nichts symbolisiert die deutsche Teilung so sehr wie die Berliner Mauer, deren Bau sich 2018 zum 57. Mal jährt. Ohne den Mauerbau und die damit endgültig besiegelte Trennung zwischen Ost- und Westdeutschland hätte das SED-Regime seine Macht nicht aufrechterhalten können. Von Anfang an sorgten Mauer und Staatssicherheit für den Erhalt der kommunistischen Diktatur, die erst im Herbst ´89 friedlich überwunden werden konnte. Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ ist gemeinsam mit der Nikolaikirche und dem Leipziger Ring Teil des Europäischen Kulturerbes „Eiserner Vorhang“, denn erst die Friedliche Revolution beendete 1989 die deutsche und die europäische Teilung.

    Aus diesem Anlass lädt das Bürgerkomitees Leipzig e.V. zu einem Filmabend mit folgenden Filmen ein:

    18:00 Uhr „Die Vergessenen – Tod, wo andere Urlaub machen“

    Viele Bewohner aus der DDR suchten das freie Leben in der BRD. Manche hatten Mut zur Flucht und fuhren zum Beispiel im Kofferraum über die innere Grenze oder kletterten verzweifelt über einen Zaun. Solche Versuche führten häufig nicht in die Freiheit, sondern ins Gefängnis und manchmal auch in den Tod.

    Aber nicht nur Fluchtversuche über die Berliner Mauer oder die deutsch-deutsche Grenze endeten tragisch. In der Dokumentation „Die Vergessenen – Tod, wo andere Urlaub machen“ (ca. 45 Minuten) beschreibt Regisseurin Freya Klier vier Fluchtversuche von der DDR über Bulgarien in die BRD, von denen nur einer glückte. Der Film zeigt auch, welche Gefahren, Strafen und Repressionen die Flüchtlinge erwarteten.

    Produzent, Regisseurin und Jahr: Provobis Filmproduktion GmbH, Freya Klier, 2010.

    18:45 Uhr Stasi-Schulungsfilm „FIAT II“

    Um zu verhindern, dass Bürger aus der DDR flohen, wurde nicht nur die Mauer und die innerdeutsche Grenze bewacht, sondern auch die Bevölkerung ausspioniert. Die Aufgabe der Stasi war es, Fluchtwillige und Mauerkritiker aufzuspüren.

    Um Mitarbeiter in diesem Bereich zu schulen, drehte die Stasi spezielle Schulungsfilme wie „Fiat II“ (ca. 20 Minuten). Darin rekonstruierte die Stasi die Fluchtversuche von Menschen, die sich in Hohlräumen von Fahrzeugen versteckten, die extra dafür präpariert worden sind, und stellte sogenannte „Schleusungsvorgänge“ nach. Besondere Aufmerksamkeit schenkte die Stasi auch einer Mechanik zum Wechseln des KFZ-Kennzeichens.

    19:15 Uhr „Es gab kein Niemandsland. Ein Dorf im Sperrbezirk“

    Im Mai 1952 entstand an der Demarkationslinie zwischen der DDR und der Bundesrepublik auf sowjetischen Befehl ein Niemandsland mit einem dreistufigen Sperrgebiet. Wenige Tage später begann die gewaltsame Aussiedlung, genannt „Aktion Ungeziefer“, gegen Bewohner, die im Sperrgebiet wohnten und als unzuverlässig eingeschätzt worden waren. Sie wurden innerhalb weniger Stunden aus diesem Gebiet ins Innere der DDR zwangsausgesiedelt.

    Fast 30 Jahre war die kleine Gemeinde Großburschla an der thüringisch-hessischen Grenze ein Schauplatz des Kalten Krieges. Wer aus dem Westen kam, und sei es nur als Besucher, hatte hier keinen Zutritt. Fast vollständig waren die Menschen hier von den „Grenzsicherungsanlagen“ eingeschlossen. Der hessische Heldra, der sich fünf Kilometer weit weg befindet, wurde wegen der tiefen Sperrzone ohne Sondergenehmigung unerreichbar. Im Film „Es gab kein Niemandsland. Ein Dorf im Sperrbezirk“ (ca. 45 Minuten) zeigt Hans Sparschuh, wie die tragische Erfahrung, die Einwohner des einen eingesperrten Dorfes bis heute berührt.

    Produzent, Regisseur und Jahr: Heimatfilm GbR, Hans Sparschuh, 2006.

    20:00 Uhr „Der Fall X. Wie die DDR West-Berlin erobern wollte“

    Für die DDR-Führung blieb West-Berlin immer ein rotes Tuch – dort saßen die Westalliierten, dort war der „Klassenfeind“. Mit dem Warschauer Pakt plante die Sowjetunion mit ihren Satellitenstaaten wie der DDR für den Fall einer kriegerischen Auseinandersetzung einen Blitzkrieg gegen Westeuropa, bei dem die Truppen der „Vereinten Streitkräfte“ in sieben Tagen am Rhein stehen sollten. In diesem Fall hätten NVA und MfS in drei Tagen West-Berlin unter ihre Kontrolle zu bringen gehabt. Jährlich fanden Planspiele statt, die bis ins Detail festlegten, wie und unter welchen Bedingungen West-Berlin besetzt werden sollte. Die Staatssicherheit hatte sogar schon die Bürogebäude und die Stasi-Offiziere für die geplante neue Stasi-Dienststelle in West-Berlin festgelegt und es gab Listen mit tausenden West-Berlinern, die sofort in Lager interniert werden sollten.

    Der Film „Der Fall X. Wie die DDR West-Berlin erobern wollte“ (ca. 45 Minuten) von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister erinnert mit neuen Dokumenten und bislang unbekanntem Filmmaterial an dieses skurrile Szenario des Kalten Krieges und gibt so Einblick in die DDR-Pläne der militärischen Eroberung West-Berlins, die „Fall X“, genannt wurden.

    Produzent, Regisseure und Jahr: Heimatfilm GbR, Hans Sparschuh und Rainer Burmeister, 2010.

    Der Eintritt ist frei.

    Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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