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Runde Ecke

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Die „Runde Ecke“ am Dittrichring. Foto: Ralf Julke

Rundgänge über das Areal der ehemalige Leipziger Stasi-Zentrale am früheren Matthäikirchhof

Nach der Pandemiebedingten Schließung der Gedenkstätte ist die historische Ausstellung „Stasi-Macht und Banalität“ und auch der Stasi-Bunker in Machern schon seit Ende Januar wieder für Besucher zugänglich. Nun besteht ab dem 19.02.2022 regelmäßig auch wieder die Möglichkeit, das Gelände der ehemaligen Leipziger Stasi-Zentrale am früheren Matthäikirchhof zu erkunden.

Die Runde Ecke am Goerdelerring. Foto: Ralf Julke

Wissenschaftlicher Beirat der Gedenkstätte Museum in der „Runde Ecke“ hat seine Arbeit aufgenommen

Für die Begleitung der umfangreichen Projekte zur Weiterentwicklung der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ hat der Vorstand des Bürgerkomitee Leipzig e.V. einen wissenschaftlichen Beirat eingerichtet sowie fünf namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berufen. Der Beirat hat mit der konstituierenden Sitzung am 09.12.2021 seine Arbeit aufgenommen. Prof. Dr. Peter Steinbach wurde zum Sprecher und Prof. Dr. Claudia Weber zur Stellvertreterin gewählt.

Die Runde Ecke am Goerdelerring. Foto: Ralf Julke

Vor 40 Jahren: Letzte Hinrichtung in der DDR

Mit der Hinrichtung des ehemaligen MfS-Hauptmann der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) am 26. Juni 1981, um 10.10 Uhr, in der Zentralen Hinrichtungsstätte der DDR in Leipzig, endete die fast 450-jährige Geschichte der Anwendung der Todesstrafe in Deutschland, die letztendlich erst im Dezember 1987 ganz aus dem DDR-Strafgesetzbuch gestrichen wurde.

Die Runde Ecke am Goerdelerring. Foto: Ralf Julke

Leipzig gibt Eigentümerzustimmung: Bürgerkomitee Leipzig e. V. kann mit Mitteln des DDR-Vermögens einige Geräte vor der Runden Ecke sanieren

Eine ganze Liste zur Förderung von Sanierungsmaßnahmen hatte dar Bürgerkomitee Leipzig e. V., Träger der Gedenkstätte „Runde Ecke“, bei der Stadt Leipzig eingereicht. Nicht alles wird gewährt, teilt das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt mit. Aber einige Maßnahmen sind mit Geldern aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR (PMO) jetzt umsetzbar.

Die Runde Ecke am Goerdelerring. Foto: Ralf Julke

Museum in der „Runden Ecke“: Ohne modernes Ausstellungskonzept steht die Förderung künftig infrage

Das Thema „Wie weiter mit der Gedenkstätte in der Runden Ecke?“ ist schon lange nicht mehr nur ein Leipziger Thema, denn gefördert wird die Gedenkstätte auch mit Landesmitteln. Die Gedenkstättenstiftung hat mittlerweile eine recht klare Haltung dazu, welches wissenschaftliche Niveau sie sich in diesem besonderen Museum erwartet. Und die Grünen im Landtag haben das jetzt in zwei Anfragen genauer erkundet.

Die Runde Ecke am Goerdelerring. Foto: Ralf Julke

Auch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten fordert die Einrichtung eines wissenschaftlichen Beirats für die Runde Ecke

Wie geht es nun weiter mit dem Museum in der Runden Ecke, nachdem der Bürgerkomitee Leipzig e. V. 2020 sogar in den juristischen Clinch mit der Stadt Leipzig gegangen ist, weil die Stadt ihre Zuwendung 2020 um jenen Betrag gekürzt hat, der als Gegenleistung für die Entwicklung eines neuen Museumskonzepts verankert war? Die Landtagsabgeordnete der Grünen Claudia Maicher wollte jetzt einfach mal wissen, wie die Staatsregierung dazu steht.

Die Runde Ecke am Goerdelerring. Foto: Ralf Julke

Wie steht es eigentlich um das geplante Konzept für die Ausstellung in der Runden Ecke?

Am 5. Januar berichteten wir über den Ärger einiger mehr oder weniger bekannter Leipziger/-innen darüber, dass nach 16 Monaten ihre Aufnahmeanträge für den Bürgerkomitee Leipzig e. V. abgelehnt worden waren. Eine Meldung, auf die auch der Bürgerkomitee Leipzig e. V. umgehend reagierte. Auch mit dem Vorwurf, die Antragstellung sei eine konzertierte Aktion gewesen. Was sie auch war.

Wie leergefegt: Der Leipziger Markt vor dem Alten Rathaus am 5. Januar 2021. Foto: Lucas Böhme

Dienstag, der 5. Januar 2021: Der harte Lockdown geht weiter – der Streit um das Bürgerkomitee Leipzig auch

2021 hat begonnen und trotz zugelassener Impfstoffe ist bei der Ausweitung von COVID-19 noch längst keine Entspannung in Sicht. Wenig überraschend einigten sich Bund und Länder in ihren Beratungen auf eine Verlängerung des harten Lockdowns für ganz Deutschland bis Ende Januar. Die gravierenden Folgen der Pandemie zeigen sich aktuell unter anderem auch auf dem Arbeitsmarkt. Außerdem: Das Bürgerkomitee Leipzig macht sich selbst in den eigenen Reihen gerade wenig Freunde. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, 5. Januar 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Die Briefübergabeaktion am 24. April vor der Runden Ecke. Foto: Stiftung Friedliche Revolution

Das Bürgerkomitee will lieber unter sich bleiben

Der Matthäikirchhof wird eines der spannendsten Projekte der Stadtentwicklung in Leipzig in den nächsten Jahren werden. Und da wird sicher auch die Frage stehen, wer da künftig mit welchen Projekten im geplanten „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ vertreten sein wird. Und da ist auch längst noch nicht entschieden, ob der Bürgerkomitee Leipzig e. V. auch künftig dabei sein wird. Jedenfalls macht sich der Verein derzeit nicht wirklich Freunde in der Stadt.

Die Briefübergabeaktion am 24. April vor der Runden Ecke. Foto: Stiftung Friedliche Revolution

Mitmachen unerwünscht oder: Ihr kommt hier nicht rein!

Am Freitag, 24. April, gab es einen kleinen, durchaus für Aufsehen sorgenden Versuch von vier Leipziger/-innen vor der Runden Ecke, einen Offenen Brief an die Mitglieder des Bürgerkomitee Leipzig e. V. in den Briefkasten zu stecken. Der Bürgerkomitee Leipzig e. V. ist Träger der Gedenkstätte. Aber die vier Briefschreiber/-innen sind nicht irgendwelche Leipziger. Deswegen verblüffte dann der Tonfall, mit dem Prof Dr.-Ing. Jürgen Wenge, Vorstandsvorsitzender des Bürgerkomitee Leipzig e. V., noch am selben Tag versuchte, die Aktion der vier in ein Zwielicht zu rücken.

Gedenktafel an der Runden Ecke. Foto: Gernot Borriss

Vor 75 Jahren befreite die US-Armee Leipzig von der NS-Diktatur

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung Leipzigs von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft durch amerikanische Truppen sollte am heutigen Samstag, 18. April 2020, um 11 Uhr vor der Gedenktafel an der „Runden Ecke“ die offizielle Gedenkfeier stattfinden, zu der Oberbürgermeister Burghard Jung und US-Generalkonsul Timothy Eydelnant gemeinsam mit dem Leiter der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ Tobias Hollitzer einladen wollten.

Die „Runde Ecke“. Foto: Ralf Julke

Schließung der Gedenkstätte Museum in der “Runden Ecke” mit dem Museum im Stasi-Bunker für den Besucherverkehr

Aufgrund der aktuellen Lage in Bezug auf das Corona-Virus muss die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker leider ab Montag dem 16.03.2020 den Besucherverkehr einstellen. Dies betrifft die Ausstellungen in Leipzig und Machern sowie die entsprechenden Führungen einschließlich bereits gebuchter Gruppenführungen. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 30.03.2020.

Der alte Stasi-Kinosaal im heutigen Zustand. Foto: Bürgerkomitee Leipzig

Am 6. Februar: Dokumentarfilme zu Schicksalen politischer Häftlinge in der DDR und deren Kinder

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zeigt im Rahmen der Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im ehem. Stasi-Kinosaal“ am Donnerstag, den 6. Februar 2020, zwei Dokumentarfilme zu Schicksalen von politischen Häftlingen in der DDR und deren Kindern. Die Filmreihe wird vom Freistaat Sachsen aus dem Programm „Revolution und Demokratie“ gefördert. Der Eintritt ist frei.

Die „Runde Ecke“. Foto: Ralf Julke

Eingeschränkter Zugang zur Ausstellung “Stasi – Macht und Banalität im Museum in der “Runden Ecke” im Januar 2020

Zur Vorbereitung weiterer Teilschritte zur Umsetzung des Mittelfristigen Entwicklungskonzeptes wird die ständige Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“ in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ vom 6. bis voraussichtlich 31. Januar 2020 nur eingeschränkt zugänglich sein. In dieser Zeit werden umfassende Reinigungs- sowie Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

Die „Runde Ecke“ am Dittrichring. Foto: Ralf Julke

Veranstaltungen der Gedenkstätte Museum in der “Runden Ecke” im Januar 2020

Die im September 2019 begonnene Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im Stasi-Kinosaal“ geht am Donnerstag, 9. Januar 2020, um 19.00 Uhr mit der Vorführung des Films „Der Ballon“ weiter. Darin geht es um eine der spektakulärsten DDR-Fluchtgeschichten: Regisseur Michael Bully Herbig erzählt im Film mit viel Spannung, Dramatik und Menschlichkeit, wie die Familien Strelzyk und Wetzel im Jahr 1979 mit einem selbst gebauten Heißluftballon die Flucht aus der SED-Diktatur in den Westen antreten.

Die Richtigstellung des Bürgerkomitees Leipzig. Foto: L-IZ

Das Bürgerkomitee Leipzig nimmt einen LVZ-Artikel mit einer fünfseitigen Richtigstellung auseinander

Am 4. September entfachte die LVZ einen Streit erneut, der 2016 mühsam befriedet worden war. Damals ging es um die Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal und den auch im Stadtrat ausgetragenen Streit um diesen Saal zwischen Schulmuseum und „Runder Ecke“. Da wurde auch die Ausstellung „STASI – Macht und Banalität“ im Museum in der Runden Ecke thematisiert.

Einst Stasi-Sitz in Leipzig: die heutige Gedenkstätte Runde Ecke Leipzig. Foto: Ralf Julke

Drei authentische Orte der SED-Diktatur am Tag des offenen Denkmals geöffnet

Der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, den 8. September 2019, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Kultur“. Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ arbeitet an und in authentischen Orten der Geschichtsschreibung. Die ehemals von der Stasi genutzten Bauten werden so zu Orten des Lernens und der Diskussion umfunktioniert.

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