18.3 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Neues Angebot in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ – Rundgang „Stasi intern“ jetzt jeden Dienstag

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Mit einem neuen Bildungs- und Vermittlungsangebot startet die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in das neue Jahr. Ab heute, den 8. Januar 2019, können Besucher jeden Dienstag um 16.00 Uhr an der Haus- und Geländeführung „Stasi intern“ teilnehmen und so einen Blick in sonst verschlossene Räume und Gebäudeteile der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung in Leipzig erhalten.

    Bislang wurde die seltene Haus- und Geländeführung „Stasi intern“ nur zum Museumstag im Mai und zum Tag des offenen Denkmals im September sowie im vergangenen Herbst angeboten. Im Jahr 2019 wird der Rundgang nun regelmäßig einmal pro Woche angeboten. Jeden Dienstag um 16.00 Uhr beginnt der Rundgang. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt.

    Durch die „Zwingburg der SED-Diktatur“

    Bei dem Rundgang können Besucher den einst einschüchternden Ort der Diktatur mit seinem gewaltigen Ausmaß erkunden: Das zwischen 1911 und 1913 erbaute Versicherungsgebäude war seit der Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit im Jahr 1950 die Leipziger Stasi-Zentrale.

    Da der Platz in der „Runden Ecke“ für die expandierende Staatssicherheit schon Mitte der 1950er Jahren nicht mehr ausreichte, wurde 1955 bis 1958 ein Anbau mit Kinosaal und Kegelbahn fertig gestellt. Zwischen 1978 und 1985 wurde das Gebäude durch einen Neubau für ca. 65 Mio. DDR-Mark nochmals erheblich erweitert. Seit dieser Zeit thront der Stasi-Komplex am Dittrichring wie eine „Zwingburg der SED-Diktatur“ mitten in der Stadt.

    Fast 40 Jahre verstummte vor dem Gebäudekomplex jedes Gespräch. Erst mit der Entwicklung des friedlichen Protests gegen die SED-Diktatur im Jahr 1989 änderte sich die Situation. Seit dem 2. Oktober 1989 führten die Montagsdemonstrationen während der Friedlichen Revolution auch an dem Gebäudekomplex vorbei, der am 4. Dezember 1989 friedlich besetzt wurde.

    Heute ist die „Runde Ecke“ sowohl ein authentischer Ort der Geschichte von Repression und Unterdrückung in der DDR als auch von der Selbstbefreiung der SED-Diktatur durch die Friedliche Revolution.

    Räume und Gebäudeteile abseits der Ausstellungsräume erkunden

    Abseits der Ausstellungsräume erkunden die Besucher bei dem Rundgang „Stasi intern“ sonst nicht zugängliche Räume und Gebäudeteile und können so die Dimension des Gebäudes und die historischen Ereignisse am Ort besser miteinander verknüpfen. V

    om Keller bis zum Boden können viele original erhaltene Räumlichkeiten der Stasi-Bezirksverwaltung besichtigt werden, beispielsweise die verbunkerten Schutzräume im zweiten Kellergeschoss für den Kriegsfall, der Wartebereich der Stasi-eigenen Poliklinik oder die Kegelbahn des MfS. Auch über die mögliche Entwicklung des Areals wird gesprochen, das zu einem „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ weiterentwickelt werden soll.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige