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Wissenschaftlicher Beirat der Gedenkstätte Museum in der „Runde Ecke“ hat seine Arbeit aufgenommen

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    Für die Begleitung der umfangreichen Projekte zur Weiterentwicklung der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ hat der Vorstand des Bürgerkomitee Leipzig e.V. einen wissenschaftlichen Beirat eingerichtet sowie fünf namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berufen. Der Beirat hat mit der konstituierenden Sitzung am 09.12.2021 seine Arbeit aufgenommen. Prof. Dr. Peter Steinbach wurde zum Sprecher und Prof. Dr. Claudia Weber zur Stellvertreterin gewählt.

    Nach umfangreichen Sondierungen und Gesprächen wurden fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewonnen, die sich bereit erklärt haben, in einem Wissenschaftlichen Beirat (WBR) für die Unterstützung und Begleitung der Arbeit der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker und der ehemaligen Zentralen Hinrichtungsstätte der DDR mitzuarbeiten. Die folgenden Personen wurden berufen:

    • Dr. Angelika Censebrunn-Benz, Historikerin, Projektleiterin „Den Betroffenen eine Stimme geben“ und Mitarbeiterin am Projekt „Heimerziehung in den Spezialheime der DDR“ der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau
    • Basil Kerski, Politikwissenschaftler, Direktor des Europäischen Solidarnosc Zentrums in Danzig und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stadt Leipzig für das geplante „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ auf dem Areal der ehemaligen Stasi-Zentrale
    • Prof. Dr. Peter Steinbach, Historiker und Politikwissenschaftler, Wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin
    • Prof. Dr. Claudia Weber, Historikerin, Professur für Europäische Zeitgeschichte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder
    • Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig, Politikwissenschaftlerin, Professur für politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Passau und Leiterin des Moduls „Diktatur und Gewissen“ des BMBF-geförderten Forschungsverbundprojektes zwischen Universitäten und Gedenkstätten „Landschaften der Verfolgung“

    Die konstituierende Sitzung des fünfköpfigen Beirats hat am 09.12.2021 stattgefunden. Nach der Beratung und dem Beschluss einer Geschäftsordnung wählte das Gremium Prof. Dr. Peter Steinbach zum Sprecher und Prof. Dr. Claudia Weber zur Stellvertreterin. Die Sitzung, die aufgrund der aktuellen Corona-Situation leider nur digital stattfinden konnte, diente dem persönlichen Kennenlernen und der Debatte über die anstehenden Themen sowie die künftige Arbeitsstruktur. Es wurde ein entsprechender Arbeitsplan beraten.

    Ein wichtiges Thema war die Position der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ im Zusammenhang mit dem geplanten „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ auf dem Areal der ehemaligen Leipziger Stasi-Zentrale am früheren Matthäikirchhof.

    Aufgaben des Wissenschaftlichen Beirats

    Der vom Vorstand des Bürgerkomitee Leipzig e.V., dem Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, eingerichtete „Wissenschaftliche Beirat der Gedenkstätte Museum in der ‚Runden Ecke‘ mit dem Museum im Stasi-Bunker und der ehemaligen Zentralen Hinrichtungsstätte der DDR“ berät den Gedenkstättenleiter und den Vorstand des Bürgerkomitee Leipzig e.V. in allen grundsätzlichen Fragen der Gedenkstätten- und Vermittlungsarbeit sowie der konzeptionellen Weiterentwicklung der Ausstellungen und historischen Orte.

    Der Wissenschaftliche Beirat gibt Empfehlungen zur Arbeit der Gedenkstätte und begutachtet von der Gedenkstätte erarbeitete Konzeptionen für Projekte, Dokumentationen, Ausstellungen und Investitionen. Er unterstützt den Informationsaustausch auf nationaler und internationaler Ebene. Der Wissenschaftliche Beirat wird im Auftrag des Bürgerkomitee Leipzig e.V. tätig und ist in seiner Tätigkeit unabhängig. Er tagt in der Regel zweimal im Jahr.

    Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker

    Das Bürgerkomitee Leipzig e.V. ist Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker. Es entstand unmittelbar aus der Stasi-Besetzung während der Friedlichen Revolution und fühlt sich bis heute deren zentralen Forderungen nach Freiheit, Bürgerrechten und einem demokratischen Rechtsstaat verpflichtet.

    In einer deutschlandweit einmaligen Form informiert die Gedenkstätte sowohl über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise der Staatssicherheit als „Schild und Schwert“ der SED-Diktatur als auch über die gewaltlose Selbstbefreiung im Zuge der Friedlichen Revolution. Im August 1990 eröffnete der Verein in der „Runden Ecke“ in originalen Räumen der ehemaligen Leipziger Bezirksverwaltung für Staatssicherheit die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“. Hinzu kam 2009 die Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“.

    Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ ist heute als original erhaltener authentischer Ort ein weit über Leipzig, Sachsen und Deutschland hinaus anerkanntes Fachmuseum mit einer in ihrer Geschlossenheit einmaligen musealen Sammlung zur Staatssicherheit im Kontext der kommunistischen Diktatur in SBZ und DDR. Seit Jahren ist es das drittbestbesuchte Museum der Stadt Leipzig.

    Unter dem Motto „Zeitgeschichte am Originalort“ gehören zur Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ auch die Open-Air-Ausstellung „Orte der Friedlichen Revolution“ mit 20 Foto-Text-Stelen im Leipziger Stadtraum und der ergänzenden Museums-App „Leipzig ‘89“ sowie das Museum im Stasi-Bunker bei Machern und die ehemalige Zentrale Hinrichtungsstätte der DDR in der Leipziger Südvorstadt. Der Verein ist als Träger der Gedenkstätte somit an drei weitgehend original erhaltenen Orten der kommunistischen Diktatur in und um Leipzig aktiv.

    Mit seiner Arbeit versucht das Bürgerkomitee Leipzig e.V. die Erinnerung an das Unrechtsregime der DDR wach zu halten und Tendenzen der Ostalgie entgegenzuwirken. Zugleich wird ausgehend von den Erfahrungen der SED-Diktatur sowie deren Überwindung der hohe Wert des heutigen demokratischen Rechtsstaates erfahrbar. Im gesellschaftlichen Diskurs will das Bürgerkomitee auch den Blick für die aktuellen Gefahren totalitärer Ideen und diktatorischer Systeme schärfen.

    Zur Arbeit der Gedenkstätte zählen neben den Ausstellungen und den vielfältigen Führungsangeboten Veröffentlichungen, politische Bildungsarbeit und Beratung sowie der Unterhalt und die Erweiterung einer umfangreichen musealen Sammlung und Dokumentation sowie Veranstaltungen. Siehe auch die in der Anlage beigefügte Aufstellung.

    Seit 2012 gehört die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker zum Europäischen Kulturerbe „Eiserner Vorhang“. Neben der Nikolaikirche und dem Leipziger Innenstadtring ist sie eine von zwölf authentischen Stätten des „Eisernen Vorhangs“. Leipzig ist in diesem Netzwerk der einzige Ort, der nicht an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze liegt und unterstreicht den Symbolgehalt Leipzigs als Ort der Friedlichen Revolution. Die friedliche Überwindung der kommunistischen Diktatur war die Voraussetzung für den Fall des „Eisernen Vorhangs“.

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