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Vor 73 Jahren befreite die US-Armee Leipzig von der NS-Diktatur

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    Anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung Leipzigs von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft durch amerikanische Truppen findet vor der Gedenktafel an der „Runden Ecke“ eine Gedenkfeier mit dem Generalkonsul der USA Timothy Eydelnant aus Leipzig statt. Die Ausstellung „Zwei Mal befreit? Leipzig unter amerikanischer und sowjetischer Besatzung 1945“ informiert an Hand von Dokumenten, Fotos und Objekten über die Entwicklungen der damaligen Zeit.

    Zum 73. Jahrestag der Befreiung Leipzigs durch die US-Armee lädt die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zu einer Gedenkfeier ein Am Abend des 18. April 1945 erreichten amerikanische Truppen Leipzig und befreiten die Stadt kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Die Amerikaner bezogen in der „Runden Ecke“ am Innenstadtring Quartier und richteten hier ihr Hauptquartier sowie kurzzeitig die Alliierte Militärregierung ein. Der demokratische Neuanfang, den die amerikanische Besatzungsmacht ermöglichte, fand jedoch nach wenigen Wochen mit der Übergabe Leipzigs an die Rote Armee am 2. Juli 1945 ein jähes Ende. Nun begann der gezielte Aufbau einer kommunistischen Diktatur und das Gebäude am Dittrichring wurde durch die sowjetische Militäradministration genutzt. 1950 wurde es Sitz der Leipziger Stasi-Zentrale. Erst 1989 mit der Friedlichen Revolution öffnete sich das Tor zu Freiheit und Demokratie wieder. Vor der im Jahr 2011 auf Grundlage eines Stadtratsbeschlusses angebrachten Gedenktafel an der „Runden Ecke“ wird Tobias Hollitzer, Leiter der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, um 17:30 Uhr die Gäste der Gedenkfeier zum 73. Jahrestag der Befreiung Leipzigs begrüßen. Danach erinnert der Generalkonsul der USA, Timothy Eydelnant, in seiner Gedenkrede an die Befreiung Leipzigs durch die amerikanischen Truppen am 18. April 1945 sowie die nachfolgende Besatzungszeit. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Duo Bodensiek und Rohmer.

    Ausstellung „Zwei Mal befreit? Leipzig unter amerikanischer und sowjetischer Besatzung 1945“

    Nach der Befreiung Leipzigs am 18. April 1945 begann die amerikanische Militärregierung unter widrigen Umständen mit dem Aufbau demokratischer Strukturen. Wenige Wochen später, am 2. Juli 1945, wurde Leipzig jedoch gemäß den Vereinbarungen von Jalta an die Rote Armee übergeben. Die amerikanischen Bemühungen wurden zunichte gemacht. Es folgte die Errichtung einer kommunistischen Diktatur. Bis 1989 wurden die ersten Wochen eines demokratischen Neuanfangs unter der amerikanischen Besatzung systematisch verschwiegen, verdrängt und diffamiert. Im Schulunterricht war zu vermitteln, dass „die tatsächliche Befreiung […] erst durch den Einzug der Sowjetarmee stattfand.“ Außerdem sollten „Beispiele für die Behinderung der Antifaschisten durch die Befehlshaber der anderen Armeen“ aufgeführt werden. Eine Sonderausstellung im Eingangsbereich der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zur Besatzung Leipzigs durch amerikanische und sowjetische Truppen ab 1945 zeigt an Hand einzigartiger und teilweise bisher unbekannter Fotos und Dokumente die Befreiung durch die Amerikaner, den durch sie veranlassten demokratischen Neuanfang sowie den Besatzungswechsel und den Aufbau einer kommunistischen Diktatur unter sowjetischer Vorherrschaft.

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