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Übergabe des ehemaligen Speisenversorgungszentrums an die Universität Leipzig und das Studentenwerk Leipzig

Heute übergab Dirk Diedrichs, Amtschef im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen, als Bauherr die Schlüssel für das Lern- und Kompetenzzentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig an der Liebigstraße 23/25 an den Wissenschaftsstaatssekretär Uwe Gaul, Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking sowie die stellvertretende Geschäftsführerin des Studentenwerks Leipzig Grit Schräpel.

Amtschef Dirk Diedrichs: „Dass es uns gelungen ist, die praktische Ausbildung und das theoretische Wissen der Medizinischen Fakultät in einem Gebäude zu vereinen, freut mich besonders. Die Studierenden und Lehrenden finden hier optimale Bedingungen vor.“

„Eine grundsätzliche Wegrichtung wird in dem heute für neue Nutzungen übergebenen Gebäude deutlich: Wir müssen uns in allen Bereichen, auch in der Hochschularchitektur auf Flexibilität und Offenheit für Veränderungen einstellen. Die Grundlagen sind gelegt, um den Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Weiterentwicklung der Universitätsmedizin zu folgen und sie auch in Zukunft leistungs- und konkurrenzfähig aufzustellen.

Ich freue mich, dass heute besonders mit der LernKlinik ein weiterer Baustein für die Attraktivität des Hochschulstandorts Leipzig und eine optimale Ausbildung künftiger Medizinerinnen und Mediziner in Sachsen übergeben werden kann“, so schloss sich die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, an.

Das Gebäude des ehemaligen Speisenversorgungszentrums der Universitätsklinik wurde 1988 zur Versorgung der Patienten, des Personals sowie der Studierenden errichtet und 1995 in Betrieb genommen.

Seit 2015 wurde es unter der Regie der Niederlassung Leipzig II des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) umfassend saniert und umgebaut. Es entstand ein multifunktionales Lern- und Kompetenzzentrum im Herzen des Medizincampus, das drei Nutzungen unter einem Dach vereint. Neben der modernisierten Mensa des Studentenwerkes Leipzig beherbergt der Bau auch die Bibliothek Medizin/Naturwissenschaften sowie die LernKlinik der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

In der neuen Bibliothek Medizin/Naturwissenschaften wurden insgesamt 14 Bibliotheksstandorte zusammengeführt. Sie bietet Raum für 377 Arbeitsplätze sowie den Buchbestand von etwa 130.000 Bänden. Eine besondere Herausforderung in der Planung und Umsetzung stellten die daraus resultierenden Anforderungen an die Deckenlast dar. Hierfür wurde das ehemalige Speisenversorgungszentrum im Bauverlauf schrittweise bis auf die Tragkonstruktion zurückgebaut und anschließend die tragenden Strukturen ertüchtigt.

In der LernKlinik, einem interdisziplinären Ausbildungs- und Trainingszentrum der Medizinischen Fakultät, können bis zu 100 Studierende gleichzeitig Abläufe aus der klinischen Praxis üben. Dazu wurden Funktionsräume für alle medizinischen Bereiche mit realistisch funktionierender Medizintechnik und hochsensiblen Simulatoren (Mankins) geschaffen.

Auch ein Simulations-Operationssaal mit allen vorgelagerten Einheiten wie Umkleiden, chirurgischer Waschstraße und Nachsorge sowie Bettenzimmer ist vorhanden. Insgesamt stehen 14 Stationen zur Verfügung, an denen praktische ärztliche Fähigkeiten und Fertigkeiten erprobt werden können.

In der „Mensa am Medizincampus“ mit integrierter Cafeteria stellt das Studentenwerk Leipzig ab Sommersemester 2019 die Versorgung der rund 7.000 Studierenden und der Hochschulbediensteten der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig sowie der weiteren im Einzugsgebiet liegenden Fakultäten bereit. In zwei Speisesälen stehen 400 Plätze sowie auf dem Freisitz weitere 84 Plätze zur Verfügung.

Mit modernster Küchentechnik können rund 1400 Portionen täglich produziert und im Freeflow-System zur individuellen Zusammenstellung angeboten werden. Mit sämtlichen Anlieferungs-, Lagerungs-, Produktions- und Ausgabeprozessen auf einer Geschossebene bietet die neue Mensa optimale Produktionsbedingungen für das Studentenwerk Leipzig.

Die Baukosten betragen ca. 25,3 Millionen Euro. Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

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