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Sonntag, 17. Januar 2021
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Das historische Stadtgedächtnis zieht um

Von Dezernat Allgemeine Verwaltung

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    Der Umzug des Stadtarchivs auf die Alte Messe hat begonnen. Darüber informierten Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning sowie Archivdirektor Dr. Michael Ruprecht heute die Leipziger. In den kommenden sechs Monaten muss das historische Gedächtnis der Stadt mit mehr als 4.000 Urkunden, 12.500 laufenden Metern Akten, 90.000 Karten und Plänen sowie weiterem sensiblen Archivgut erfasst, transportsicher verpackt und von der Torgauer Straße 74 zum neuen Standort überführt werden.

    Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning sagt: „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht und das historische Gedächtnis unserer Stadt an eine historische Stätte umzieht. Es ist erstaunlich, welche Schätze in den über 1000 Jahren Stadtgeschichte archiviert werden konnten und sowohl uns als auch unseren Enkeln und Urenkeln zur Verfügung stehen werden.“ Archivdirektor Dr. Michael Ruprecht sieht die logistische Herausforderung des Umzugs gelassen: „Die Vorstellung, dass nun jedes gut verwahrte Dokument aus der Geschichte Leipzigs auf LKWs durch die Stadt gefahren wird, ist aufregend. Besorgt bin ich deshalb aber nicht, denn in der langen Planungsphase wurde alles gut durchdacht, so dass jede Akte, jede Urkunde ihren Platz auf der Alten Messe finden wird. Leipzig hat jetzt im wahrsten Sinne des Wortes eine bewegte Geschichte!“

    Der Umzug erfolgt in mehreren Phasen: Begonnen wird in diesen Tagen mit der Meldekartei der Stadt Leipzig aus den Jahren 1955 bis 1989. Das umfasst 539 laufende Meter Karteikarten. Dann folgen die Geburten-, Ehe- und Sterbebücher der Stadt und eingemeindeter Vororte ab 1876, etwa 440 laufende Meter Akten. Danach wird der Umzug mit den Akten der Verwaltung ab 1990 und den Kapitelakten fortgeführt (insgesamt 3650 laufende Meter Akten).

    Letztere sind einer der Hauptbestände des Archivs für den Zeitraum Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Parallel dazu werden über 90.000 Karten und Pläne verpackt und transportiert. Im April folgen Bestände wie die ältesten Archivalien, also Urkunden und Geschäftsbücher, sowie Akten der Zeit vor 1830. Weiteres Archiv- und Sammlungsgut sind etwa Zeitungen, Druckschriften sowie 350.000 Fotos und Postkarten. Die Bestände umfassen den Zeitraum von der Stadtrechtsverleihung um 1165 bis in die jüngste Vergangenheit.

    Auf der Alten Messe entsteht seit 2016 eines der modernsten kommunalen Archive Deutschlands. Die neue Heimstatt wurde 1923/24 als Messehalle errichtet und diente später als Ausstellungshalle der Sowjetunion. Etwa 8.200 Quadratmeter bieten künftig Platz für rund 20 Regalkilometer, 186.000 Archivkartons und 468 Planschränke mit 7.020 Schüben.

    Mit der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung muss das Stadtarchiv seine traditionellen Aufgaben der Bewahrung, Erschließung und Bereitstellung auf digitale Objekte ausdehnen. Dafür bietet der neue Standort technisch beste Voraussetzungen. Der öffentliche Lesesaal hat künftig 30 Plätze für die Arbeit mit Archivalien. Auch für die Vermittlung und Präsentation ist das neue Gebäude optimal ausgestattet.

    Der Umzug bietet zudem die Möglichkeit, das Archiv als offenes Haus wieder stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Ab sofort informiert das Stadtarchiv daher auch auf der Facebookseite facebook.com/stadtarchivleipzig über Aktuelles aus der Arbeit und das Umzugsgeschehen.

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