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Leipziger Carsharing-Pioniere werden mit Stadtbäumen geehrt

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    Viele Menschen glauben, Carsharing sei ein neues Phänomen. Tatsächlich gibt es diese Form der nachhaltigen Mobilität schon seit gut 25 Jahren in Mitteldeutschland. Die Leipziger Dietmar Röhl und Harald Lindner sind seit einem Vierteljahrhundert aktive Autoteiler. Für ihr Engagement im Bereich nachhaltige Mobilität wurden ihnen zwei Patenbäume in der Südvorstadt gewidmet.

    Zwei Plaketten würdigen nun Leipzigs erste Carsharing-Generation. Im Beisein von Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau, wurden die Carsharing-Pioniere Dietmar Röhl und Harald Lindner am Donnerstag mit zwei Patenbäumen geehrt. Die beiden Leipziger sind seit über 25 Jahren aktive Carsharing-Nutzer.

    „Jede gute Idee braucht am Anfang Menschen, die bereit sind, etwas Neues auszuprobieren“, erklärte Bürgermeisterin Dorothee Dubrau. „Und es braucht oft auch einen langen Atem, gerade wenn es um neue Verhaltensweisen geht und darum, tradierte Muster aufzubrechen. Nach nun mehr als zwei Jahrzehnten ist für Viele selbstverständlich geworden, was damals neu und ungewohnt war. Und wir alle profitieren nun von der Entlastung des knappen öffentlichen Raums in unserer Stadt“, ergänzt Dubrau.

    Sowohl Dietmar Röhl als auch Harald Lindner wurden Anfang der 1990er Jahre eingetragene Carsharing-Nutzer, zunächst bei der Leipziger Ortsgruppe der Carsharing Deutschland Genossenschaft. Nach deren Auflösung wechselten sie zum Anbieter teilAuto, der 1992 als ökologischer Verein in Halle an der Saale gegründet worden war und sein Angebot später auf Leipzig ausweitete.

    „Ich habe privates Autoteilen sogar schon früher mit einem Trabant begonnen“, erzählt der studierte Geophysiker Lindner. Carsharing nutzt er bis heute hauptsächlich für Besorgungen im Baummarkt und für Ausflüge an schlecht erreichbare Orte. Auch Dietmar Röhl wollte weder die Umwelt noch sich selbst mit einem eigenen Pkw belasten und setzte deshalb auf Carsharing. „Am Anfang war es mit der Buchung schwieriger, weil wir ja nur ein einziges Auto hatten. Bei der inzwischen erreichten Größe kommt als Vorteil noch die hohe Stationsdichte und die Wahlmöglichkeit verschiedener Fahrzeuge dazu“, so der Geograf.

    „Uns ist es wichtig zu zeigen, dass Carsharing in dieser Stadt etwas Gewachsenes ist. Etwas, das sich immer weiterentwickelt hat und das Potential besitzt, noch mehr Menschen zu erreichen“, so Manuel Emmelmann, Leipziger Regionalleiter bei teilAuto. Der Anbieter verzeichnet aktuell rund 16.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer in der Stadt. Leipzig ist damit größter teilAuto-Standort vor Dresden mit gut 11.000 Fahrtberechtigten.

    Nach Angaben des Bundesverbandes Carsharing (bcs) nehmen in Deutschland aktuell rund 2,5 Millionen Menschen Angebote des organisierten Autoteilens in Anspruch. Vor allem dem stationsbasierenden Carsharing wird dabei eine verkehrsentlastende Wirkung zugeschrieben. Hierbei ersetzt ein Gemeinschaftsauto bis zu 20 private Pkw. Gerade in stark wachsenden Städten, in denen der Parkdruck stetig steigt, wird Carsharing, in Kombination mit ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, als nachhaltige Alternative zum eigenen Auto immer wichtiger.

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