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Sächsische und chinesische Forscher teilen sich Labore

TU Bergakademie Freiberg und Universität Wuhan schließen Vertrag

Im Rahmen der derzeitigen Delegationsreise von Staatsminister Thomas Schmidt in China, haben die Technische Universität Bergakademie Freiberg und die Wuhan Universität für Wissenschaft und Technik (WUST) in Wuhan einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Darin vereinbaren am 28. März das Institut für Keramik, Glas und Baustoffe der Bergakademie Freiberg und das Staatliche Keys Labority für Refraktoren und Metalle der WUST die Einrichtung eines „Internationalen gemeinsamen Labors für neue Technologien feuerfester Stoffe und der Metallurgie“.

Kern der Vereinbarung ist, dass beide Universitäten sich gegenseitig ihre Labore zur Verfügung stellen. So können chinesische und sächsische Wissenschaftler in diesem sogenannten Lab an den gleichen Fragestellungen arbeiten und ihre Ergebnisse teilen.

„Mit dieser Vereinbarung wird der Wissenstransfer zwischen sächsischen und chinesischen Forschern auf eine neue Ebene gehoben. Beide Universitäten zeichnen sich durch eine sehr anwendungsorientierte Forschung und Lehre aus. Deshalb bin ich überzeugt, dass die Partner in Kooperation noch erfolgreicher sein werden“, sagte Staatsminister Schmidt. „Sachsen ist für die chinesische Forschung und Wirtschaft ein sehr interessanter Partner. Denn im Freistaat Sachsen können komplexe Herausforderungen ganzheitlich angegangen werden durch die exzellente Forschungslandschaft und das Know-how insbesondere unserer kleinen und mittelständischen Unternehmen.“

Professor Klaus Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, unterzeichnete den zunächst fünfjährigen Vertrag in der Hauptstadt der Provinz Hubei. „Ziel der Vereinbarung ist es, die internationale Forschung in der fortgeschrittenen Technologie und Anwendung feuerfester Materialien, wie Keramik und Glas, zu fördern und den Mitarbeiter- und Studentenaustausch weiterzuentwickeln“, sagte Professor Barbknecht. „Der heute unterzeichnete Rahmenvertrag wird nun kontinuierlich durch konkrete Projekte untersetzt und mit Leben erfüllt. Wir wollen noch in diesem Jahr mit der praktischen Arbeit beginnen.“

Hintergrund:

Staatsminister Schmidt ist am vergangenen Donnerstag (21. März 2019) zu einer Delegationsreise in die Volksrepublik China aufgebrochen. Die 23-köpfige Delegation setzt sich aus Vertretern sächsischer Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute zusammen. Der neuntägige Aufenthalt mit den Stationen Peking, Chongqing, Wuhan und Kunming wurde gemeinsam vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH organisiert.

Staatsminister Schmidt leitet bereits zum vierten Mal eine Delegationsreise nach China an, das seit 2009 Sachsens wichtigster Außenhandelspartner ist und damit für Unternehmen aus den Bereichen Umwelt- und Landtechnik sowie der Ernährungswirtschaft sehr interessant ist. Die Delegation setzt sich zusammen aus Vertretern von zwei Firmen der Ernährungswirtschaft, einem Agrarberatungsunternehmen, einem Beratungsunternehmen mit Schwerpunkt Umweltschutz, einem Recyclingspezialisten und einem Unternehmen mit dem Schwerpunkt Landtechnik. Ferner sind vier wissenschaftliche Einrichtungen vertreten.

Vom 26. bis 29. März 2019 ist Staatsminister Schmidt mit der Delegation in Hubei, der Partnerprovinz Sachsens. In der Hauptstadt Wuhan fand gestern ein Forum der Ernährungswirtschaft, Umwelt- und Landtechnik Sachsen – Hubei statt, das auf das Profil der Gruppe zugeschnitten war. Die Firmen und Forschungseinrichtungen trafen auf potenzielle Geschäftskunden und Partner in spezifischen Workshops. Am Freitag wird die Delegation zur letzten Station der Reise nach Kunming in der Provinz Yunnan weiterreisen.

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