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Tarifkonflikt Cinemaxx und Cinestar – ver.di macht mit Warnstreiks und Aktionen Druck

Mit Warnstreiks und Aktionen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck auf die Multiplex-Unternehmen Cinestar und Cinemaxx in den laufenden Tarifauseinandersetzungen: "Gemeinsam mit den Kino-Beschäftigten befinden wir uns in einer grundlegenden Auseinandersetzung um existenzsichernde Löhne", machte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke deutlich.

In der Kinobranche würden durchgängig Niedriglöhne gezahlt, die nur unwesentlich über dem Mindestlohn liegen: „Es kann nicht sein, dass eine Kinokarte oder ein Snack-Menü mehr kosten als eine Servicekraft pro Stunde verdient. Deswegen fordern wir ordentliche Lohnerhöhungen.
Auch, um zu verhindern, dass die Beschäftigten in der Altersarmut enden“, sagte Werneke.

Nach aktueller Auskunft der Bundesregierung bedürfe es dafür eines Stundenlohns von mindestens 12,63 Euro. Es sei kontraproduktiv, wenn die Unternehmen den Druck auf dem Kinomarkt an ihre Beschäftigten weiterreichten. Diese lebten in Sorge um steigende Mieten, Energie- und Fahrtkosten oder ganz allgemein ihre Zukunft.

In den Kinos arbeiten viele Studierende, die in anderen Bereichen besser bezahlt werden: „Studierende verdienen im Schnitt 11,80 Euro in der Stunde und nicht, wie in den Kinos, unter zehn Euro. Es ist also höchste Zeit, hier den Anschluss zu finden, statt Streikbrecher mit 12 Euro und mehr Stundenlohn zu locken“, forderte Werneke. Er erwarte, dass bei den kommenden Verhandlungen endlich ein Angebot verhandelt werden könne, das den Kinobeschäftigten deutlich mehr Geld garantiere.

Für die Beschäftigten von Cinemaxx findet morgen (26. März 2019) in Hamburg die fünfte Verhandlungsrunde statt. Bei Cinestar wird am 1. April 2019 in vierter Runde verhandelt, ebenfalls in Hamburg.

MelderWarnstreikTarifauseinandersetzungen
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