Das erste sächsische InnoTeam „HZwo“ hat seine Arbeit erfolgreich beendet. Auf der Hannover Messe präsentieren die Projektpartner derzeit den Prototypen einer kostengünstigen und serientauglichen Bipolarplatte – dem Kernelement der Brennstoffzelle. Die WÄTAS GmbH plant nun die wirtschaftliche Verwertung der Projektergebnisse. Aus den Bipolarplatten sollen marktgängige Brennstoffzellensysteme für mobile Anwendungen, z. B. in Bussen oder PKW, entstehen. Dazu wurden im Projekt auch verschiedene Fertigungsverfahren getestet.

Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Das InnoTeam ,HZwo‘ ist ein hervorragendes Beispiel für die konkreten Ergebnisse unserer Technologieförderung. Wir unterstützen den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Industrie und stärken so die Wettbewerbsfähigkeit unserer kleinen und mittleren Unternehmen. Erst kürzlich habe ich mich beim Forum zur Brennstoffzellen-Technologie in Chemnitz persönlich davon überzeugen können, dass HZwo konkrete Antriebslösungen für umweltfreundliche Mobilität entwickelt.“

Auch die am Projekt beteiligten Fachkräfte haben von ihrer dreijährigen Teamarbeit profitiert. Durch die gemeinsame Zusammenarbeit erwarben sie neue Kenntnisse und Erfahrungen und konnten sich persönlich weiterqualifizieren. Karl Lötsch, der Koordinator des InnoTeams, ist zufrieden: „Wir haben den ersten Schritt getan und eine erste sächsische Brennstoffzellen-Komponente für den Serieneinsatz vorbereitet. Wasserstoff-Brennstoffzellen werden eine zunehmend bedeutsame Rolle bei der Elektrifizierung der Mobilität und der Reduzierung des CO2-Ausstoßes einnehmen.“

Das InnoTeam „HZwo:BIP – Bipolarplatten aus Sachsen“ wurde seit Mai 2016 durch die „ESF-Technologieförderung“ mit einer Summe von 2,4 Millionen Euro unterstützt. Am Projekt waren neben der TU Chemnitz und dem Steinbeis Innovationszentrum vier sächsische Unternehmen beteiligt.

Hintergrund

Die Zusammenarbeit von Unternehmen, Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rahmen der „InnoTeams“ soll neue Produkte oder technologische Verfahren mit Chancen für eine wirtschaftliche Verwertung hervorbringen. Kooperationsunerfahrene Unternehmen werden so an Partner aus der Wissenschaft herangeführt.

Bereits kooperationserfahrenen Unternehmen wird eine Intensivierung der Zusammenarbeit ermöglicht. Zugleich steht der Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen zwischen dem beteiligten Personal aus Wissenschaft und Wirtschaft im Mittelpunkt. Die „InnoTeam“-Mitglieder entwickeln dabei ein gegenseitiges Verständnis für die spezifischen Zusammenhänge der jeweils anderen Seite und erlernen neue Arbeitstechniken und Methoden.

Die sächsischen Technologieförderprogramme finanzieren sich aus Mitteln des Freistaates Sachsen und der Europäischen Union. Die Förderung erfolgt über die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB).

Aus dem InnoTeam „HZwo“ ging 2017 das übergreifende Innovationscluster „HZwo – Antrieb für Sachsen“ hervor. Dieses auch künftig bestehende HZwo-Netzwerk ist eine Initiative, die gemeinsam von Entwicklern aus der TU Chemnitz, dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) sowie regionalen Unternehmen und dem Cluster Energy Saxony getragen wird.

Im gemeinsamen Verein HZwo e.V. verfolgen die Partner das Ziel, am Standort Sachsen eine vollständige Wertschöpfungskette für Brennstoffzellenfahrzeuge zu erschließen.

Warum die neue Leipziger Zeitung geradezu einlädt, mal über den Saurier Youtube nachzudenken

Warum die neue Leipziger Zeitung geradezu einlädt, mal über den Saurier Youtube nachzudenken

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar