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Wann äußern Kretschmer und Gauck Verständnis für engagierten Antifaschismus?

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    Zur Wortmeldung des sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer zum aktuellen Interview von Joachim Gauck erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: Es ist in der derzeitigen Situation in Europa grob fahrlässig, Begriffen wie „schwer konservativ“ und „gesunder Patriotismus“ pauschal einen Persilschein auszustellen, ohne dass Klarheit besteht, was damit gemeint ist.

    „Schwer konservativ“ hieß vor noch gar nicht so langer Zeit, dass Kinder geschlagen werden dürfen und die Frau den Mann fragen muss, ob sie arbeiten gehen darf. Und das, was zwei Weltkriege von deutschem Boden aus lostrat, galt in jener Zeit einer großen Zahl von Menschen als „gesunder Patriotismus“.

    Deshalb kann ich die vereinten Wortmeldungen Gauck / Kretschmer nur als verkappte Legitimierung weiterer Tabubrüche Richtung Rechts verstehen. Wir erleben ja, entgegen der unterschwelligen Unterstellung von Gauck/Kretschmer, dass heutzutage biedere Konservative ihres ungestörten Lebens nicht mehr sicher sein können, etwas ganz anderes: Die unterschiedliche Gewichtung von Menschenrechten je nach Herkunft und die bisweilen sogar tödliche Bedrohung von Menschen, die rechter Herabwürdigung ganzer Menschengruppen öffentlich widersprechen.

    Ich frage mich, wann Kretschmer und Gauck das erste Mal öffentliches Verständnis für engagierten Antifaschismus zeigen werden. Das ist in Zeiten wie diesen längst überfällig. Beide haben mit ihrer Wortmeldung bestätigt: Der eine war nicht mein Bundespräsident, und der andere ist nicht mein Ministerpräsident.

    Die Leipziger Zeitung Nr. 68 ist da: Game over! Keine Angst vor neuen Wegen

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