Der Konflikt im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus treiben die Kraftstoffpreise an sächsischen Tankstellen auf ein Zwei-Jahres-Hoch. Mit über einer Million Pendler*innen trifft diese Entwicklung die Menschen im Freistaat Sachsen besonders hart.

„Für die Menschen ist das Auto oft kein Luxus, sondern meistens die einzige Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu erreichen. Wenn der Literpreis die 2-Euro-Marke erreicht, wird der Weg zur Arbeit für viele Sächs*innen zur unbezahlbaren Belastung. Wir brauchen jetzt konkrete Entlastungspläne, damit die Krise nicht auf dem Rücken der Pendler*innen ausgetragen wird“, sagt Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen.

Die Verbraucherzentrale Sachsen unterstützt dabei die Forderung des Staatsministers Dirk Panter (SPD) nach mehr Markttransparenz und prüfbarer Entlastungen. „Es darf nicht sein, dass sächsische Tankstellen zur Goldgrube für Konzerne werden, während Pendler*innen im ländlichen Raum um ihre Mobilität bangen“, so Eichhorst weiter.

Um Pendler*innen sowie Verbraucher*innen zu entlasten, empfiehlt die Verbraucherzentrale Sachsen folgende Schritte:

  • Einführung eines Härtefallzuschusses für Fernpendler*innen
    Ein zeitlich befristetes Mobilitätsgeld könnte extreme Belastungsspitzen sofort abfedern.
  • Ausbau des ÖPNV
    Insbesondere im ländlichen Raum muss der öffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut werden, damit Bus und Bahn zu einer echten und bezahlbaren Alternative zum Auto werden.
  • Neue E-Auto-Prämie
    Verbraucher*innen, die auf fossile Brennstoffe verzichten möchten, könnten von der neuen E-Auto-Prämie profitieren. Je nach Einkommen und Fahrzeugart sind bis zu 6.000 Euro Förderung möglich. Anträge können voraussichtlich ab Mai 2026 über ein neues Online-Portal des BAFA gestellt werden.

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