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Für kommende Studie mit Spezialdiät werden Patienten gesucht

Ungesunde Ernährung mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren verschlimmert die Schuppenflechte

Übergewicht verstärkt die Krankheitsaktivität der Schuppenflechte (Psoriasis). Dies haben Studien in der Vergangenheit bereits darlegen können. In einer prämierten Forschungsarbeit haben Ärzte und Wissenschaftler der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) nun gezeigt, dass auch bereits eine Ernährung, die reich an gesättigten Fettsäuren ist (zum Beispiel Gebäck, Fleisch, Fertigprodukte oder ähnliches), die Schwere der Schuppenflechte verstärkt.

Im August startet die weltweit erste Studie, die zeigen soll, ob eine Änderung der Essgewohnheiten oder eine spezielle Diät Einfluss auf den Behandlungserfolg bei Psoriasis nehmen kann. Dafür werden noch Patienten gesucht.

„Es ist viel über die Entstehung und Entwicklung der Psoriasis und die vielen Veränderungen bei Übergewicht bekannt, aber wie beides zusammen spielt, war weitgehend unklar“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Jan-Christoph Simon, der die Forschungsarbeit zusammen mit Dr. Anja Saalbach, wissenschaftliche Gruppenleiterin, betreute. Übergewicht und Adipositas stiegen zudem in ihrer Häufigkeit dramatisch an, so Prof. Simon, was diese Probleme in Zukunft immer weiter verschärfen werde.

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass nicht nur Übergewicht die Schuppenflechte deutlich verstärkt, sondern bereits eine ungesunde Ernährung. „Es sind vor allem die gesättigten Fettsäuren, die heute in vielen Lebensmitteln, gerade in der westlichen Welt, enthalten sind. Diese beeinflussen die Schuppenflechte in einem Krankheitsmodell negativ. Eine Reduktion dieser Fettsäuren führte hingegen zu einer deutlichen Verbesserung der Schuppenflechte. Diesen Zusammenhang konnten wir erstmals darstellen“, erklärt der UKL-Dermatologe.

Daher kamen die UKL-Wissenschaftler zu der Vermutung, dass eine Umstellung der Ernährung die konventionellen Therapien der Psoriasis unterstützen könnte.

Die in der Fachwelt stark beachtete Forschungsarbeit ist im Frühjahr dieses Jahres auf der Tagung der „Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Forschung“ mit einem Forschungspreis für Translationale Medizin ausgezeichnet worden. Das „Journal of Investigative Dermatology“, die führende Fachzeitschrift unter Dermatologen, widmete den Ergebnissen der UKL-Experten in einer ihrer Ausgaben zudem ein so genanntes „Editorial“, ein Vorwort.

Auf diesen Ergebnissen aufbauend, startet die Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie in Zusammenarbeit mit dem Ernährungsteam des UKL ab August eine von Oberärztin Dr. Anna-Theresa Seitz, Dr. Johannes Kohlmann und Lars Selig, Leiter des Ernährungsteams, durchgeführte Interventionsstudie. Das Besondere: Diese sieht neben einer leitliniengerechten Therapie der Schuppenflechte zusätzlich eine Spezialdiät mit Ernährungsberatung vor und soll über einen Zeitraum von sechs Monaten laufen.

Vorteile für Teilnehmer: Sie erfahren eine intensive Behandlung ihrer Schuppenflechte, bekommen kostenintensive Diätpräparate gestellt und erhalten eine umfangreiche Ernährungsberatung. „Gerade der Nachweis, an einer solchen Beratung teilgenommen zu haben, ist zudem oftmals die Voraussetzung für weitere Behandlungen zur Gewichtsreduzierung“, zählt Prof. Simon einen weiteren Vorzug für Studienteilnehmer auf.

Information:
Interessierte Patienten können sich für die Studie ab sofort telefonisch unter der Nummer 0341/97-18666 oder per Email (hau-kfe@medizin.uni-leipzig.de) in der UKL-Hautklinik melden.

MelderSchuppenflechte
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KommentarNatürlich staunten auch wir bei der L-IZ, als der Stadtrat im Januar plitzplauz und aus heiterem Himmel dem Antrag von Stadtrat Thomas Kunmbernuß (Die PARTEI) zustimmte, die Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt in Hannah-Arendt-Straße umzubenennen. Was dann, wie es aussah, einen ganzen Schwanz von Petitionen zu weiteren Straßenumbenennungen nach sich zog, weil ja auch andere griesgrämige Männer mit verqueren Ansichten im Leipziger Straßenraum gewürdigt wurden und werden.
Bilden Leipziger Straßennamen tatsächlich nur ein öffentliches Stadtgedächtnis?
Die viel befahrene Jahnallee. Foto: LZ

Foto: LZ

Für alle LeserMittlerweile beschäftigen ja eine ganze Reihe Anträge zu Straßenumbenennungen den Leipziger Stadtrat, nachdem der Anfang des Jahres schon der Umbenennung der Arndtstraße zustimmte. Zu jedem dieser Anträge verfasst das Dezernat Allgemeine Verwaltung in der Regel eine Stellungnahme – in der Regel ablehnend, weil seit 1999 so eine Art Stillhalteabkommen gilt, nachdem Verwaltung und Stadtrat eine Kompromissformel gefunden hatten, um die Umbenennungswelle der 1990er Jahre zu beenden.