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Sachsenforst startet Aufruf an Forststudenten zur Unterstützung bei der Schadensbewältigung

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    Nachdem bereits die Bundeswehr Sachsenforst seit dieser Woche bei der wahrscheinlich größten Borkenkäfervermehrung, welche die sächsischen Wälder jemals erlebt haben, unterstützt, erging nun auch ein Aufruf an Forststudenten. Im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung sollen die Studenten Förster und Waldarbeiter unter anderem bei Erfassung und Verortung der Schadinsekten, dem Abschälen der Rinde befallener Bäume oder bei der Reparatur von Zäunen helfen.

    „Wir müssen alle personellen Möglichkeiten nutzen, um der sich zuspitzenden Krisensituation entgegenzuwirken“, betont Mike Eller, stellvertretender Geschäftsführer und Personalchef von Sachsenforst. „Darum haben wir uns entschieden, Forststudenten eine kurzfristige Beschäftigung mit maximal 70 Arbeitstagen anzubieten.“ Die ersten Reaktionen sind bezeichnend: „Wir haben in kürzester Zeit zahlreiche Rückmeldungen erhalten. Auch den Studenten liegt natürlich – neben dem willkommenen Nebenverdienst – der Erhalt unserer Wälder am Herzen“, so Eller weiter.

    Die massiven Waldschäden setzen sich in diesen Wochen bei hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen weiter fort. Hauptursache hierfür ist der Borkenkäferbefall. Die gefräßigen Insekten bedrohen zehntausende Hektar Wald. Die Käfer vermehren sich unter der Rinde massenhaft und bringen die Bäume dadurch zum Absterben.

    In den meisten Teilen Sachsens konnte insbesondere der Buchdrucker – die weitaus gefährlichste Borkenkäferart – wie bereits im Vorjahr drei Generationen und damit Milliarden Käfer ausbilden. Gegenwärtig sind alle Anstrengungen darauf gerichtet, insbesondere die Anlage der dritten Generation der Käfer zu verhindern oder diese unschädlich zu machen, um den Befallsdruck im nächsten Jahr zu verringern.

    Voraussetzungen für den Einsatz der Studenten sind ein Führerschein der Klasse B und die gesundheitliche Eignung und körperliche Belastbarkeit für Tätigkeiten im Außendienst. Aber auch die Bereitschaft zur guten Zusammenarbeit im Team ist notwendig – denn nur so können die massiven Schäden eingedämmt werden.

    Interessierte Studenten können sich in allen Forstbezirken von Sachsenforst melden. Die regionale Zuständigkeit und Adressen sowie Telefonnummern können auf der Internetseite von Sachsenforst unter www.sachsenforst.de abgerufen werden.

    Sachsenforst | http://www.sachsenforst.de

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      2 KOMMENTARE

      1. Sachsenforst will den Studenten anscheinend die überholten Methoden der Intensivfortwirtschaft beibringen. Aufräumen für neue Plantagen…
        Investiert werden sollte in Wissen über waldökosystemare Zusammenhänge, natürliche Waldentwicklung, ein Wald möglichst unbeeinflusst von Förstern.
        Schade dass die Studenten das an der UniLeipzig auch nicht lernen, wo Prof. Wirth & Co den Intensivförstern offensichtlich den Rücken stärken.

      2. Sachsenforst, ach ja. Sie mögen mal ihre Kollegen vom Bayerischen Wald fragen, wo der Borkenkäfer schon vor vielen Jahren sein ihm angeborenes Werk massenhaft verrichtete: nämlich kranke und schwache Bäume „aufzuräumen“. Es wurde damals in Bayern so „Schadensbeseitigung“ betrieben, wie es Förster eben so machen: alles platt gemacht mit großem Gerät für viel Geld und am Ende wieder Plantagen in der verwüsteten Erde. Aber: es gab auch Flächen, die einfach sich selbst (sic!) überlassen wurden. Und siehe: nach ein paar Jahren entwickelte sich darauf von ganz allein, standortangepasst und natürlich (also mit ordentlichen Wurzeln) herrlicher Mischwald!
        Liebe Sachsenförster: geht in den Ruhestand, Ihr werdet nicht gebraucht! Lasst die Wälder sich selbst erneuern, sie haben das Jahrtausende ohne Euch ganz großartig geschafft – und das auch noch viel standortgerechter und kostengünstiger. Und wenn ein paar von Euch noch Holz verkaufen sollen, dann macht es bitte wie im Lübecker Forst.

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