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Teilhabe darf nicht an Sprache scheitern

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    Immer wieder scheitert menschliche Kommunikation an Barrieren. Seien es Fremdwörter, die nicht jeder versteht oder komplizierte Sätze, die entmutigen. Manche können die Schrift nicht lesen, weil sie zu klein gedruckt ist. Andere hören nicht alles, was gesprochen wird. Nicht so beim Teilhabeforum „Ich gehör‘ dazu“ am 26. September im Kongresszentrum Leipziger Kubus. 200 Menschen mit und ohne Handicap diskutierten gemeinsam zum Teilhabeplan der Stadt Leipzig. Es wurde in einfacher Sprache gesprochen, es gab Gebärdensprache und Brailleschrift. Das war für alle eine besondere Erfahrung.

    Gut ist, wenn Kommunikation trotz unterschiedlicher Voraussetzungen und Kompetenzen gelingt. Wenn alle einander verstehen und sich einander verständlich machen können. Das ist der erste Schritt zur Teilhabe. Deshalb wünscht sich Bürgermeister Thomas Fabian mehr Veranstaltungen dieser Art. „Unsere Stadt soll so gestaltet sein, dass jede und jeder teilhaben kann“.

    Weil das Teilhabeforum so gestaltet war, dass alle mitmachen konnten, waren die Diskussionen sehr vielfältig und anregend. Es gab zwei Vorträge, wie Inklusion konkret erreicht werden kann. Frau Prof. Dr. Anke Kampmaier von der Hochschule Neubrandenburg vermittelte Handwerkszeug für die Umsetzung inklusiver Prozesse, wie beispielsweise den Index für Inklusion.

    Oliver Rainer beschrieb in einfachen und doch sehr anschaulichen Worten, welche Schritte das soziokulturelle Zentrum „Die VILLA“ auf dem Weg zu Inklusion schon gegangen ist und welche Hürden noch zu überwinden sind. Technik allein sei dabei keine Lösung. Es brauche auch die gegenseitige Hilfe der Menschen. Nach den Vorträgen diskutierten die Teilnehmenden in neun Ideenwerkstätten zu ausgewählten Maßnahmen des Teilhabeplans.

    Wie können kulturelle Angebote oder Kleingärten barrierefreier werden? Wie können Menschen mit Behinderung sich besser in der Stadt beteiligen? Wie kann selbstbestimmtes Wohnen befördert werden? Das waren einige der Fragen. Sozialamtsleiterin Martina Kador-Probst nahm am Ende des Tages die erarbeiteten Anregungen mit zurück ins Rathaus. Sie sollen bei der weiteren Umsetzung des Teilhabeplans berücksichtigt werden.

    Der Teilhabeplan und die Zusammenfassung in Leichter Sprache können unter  www.leipzig.de/teilhabeplan gelesen werden.

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