Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

25 Johanniter evakuieren Anwohner bei Bombenfund in Leipzig

Einsatz erstmals unter rechtlich klarer Lage: Pflicht des Helfens geht der Arbeitspflicht vor

Dass Johanniter helfen, wenn sie gerufen werden, ist klar und auch nichts Neues. Und so rückten ganz selbstverständlich 25 Johanniter aus, um gemeinsam mit anderen Hilfskräften 1.200 Menschen aus Leipzig Eutritzsch zu evakuieren. Sie mussten aus dem Sicherheitsradius von einem Kilometer für die Entschärfung einer Bombe in Notunterkünfte gebracht werden. Solche Einsätze werden ständig geübt, die Routinen sitzen und Unklarheiten sind die Ausnahme. Ganz anders jedoch stand es um die rechtliche Situation der Helfer.

Bislang wurden die Helfer bei solchen Einsätzen unterhalb der Katastrophenschwelle in Sachsen sehr unterschiedlich behandelt und mussten auf das Verständnis ihrer Arbeitgeber hoffen. In Leipzig lief das vorbildlich, anderorts gab es immer wieder Streitigkeiten. Nun hat das Sächsische Ministerium des Inneren mit einem Schreiben flächendeckend klargestellt: Die Arbeitgeber sind verpflichtet ehrenamtliche Helfer freizustellen und das Arbeitsentgelt fortzuzahlen, wenn die Helfer durch die BRKG*-Einsatzleitung angefordert werden. Dafür steht ihnen eine Kompensation von Kommune oder Landkreis zu.

Im Schreiben heißt es eindeutig weiter: „Nehmen ehrenamtliche Helfer im Katastrophenschutz also während ihrer Arbeits- oder Dienstzeit an Einsätzen, Übungen sowie Aus- und Fortbildungen teil, so sind sie für die Dauer der Teilnahme, bei Einsätzen auch für einen notwendigen Zeitraum danach, von ihrer Arbeits- oder Dienstleistung freizustellen (§ 61 Absatz 3 Satz 1 SächsBRKG).“

„Dafür haben wir lange gekämpft“, freut sich Dietmar Link, Mitglied des Landesvorstandes Sachsen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. „Unsere ehrenamtlichen Helfer machen eine großartige Arbeit für die Gesellschaft und investieren zudem sehr viel Freizeit. So ist es nur fair, dass sie die gleichen Ansprüche haben, wie die Freiwilligen bei den Feuerwehren. Sie stehen oft genug Seite an Seite im Einsatz.

Dass sie mitunter vollkommen unterschiedlich behandelt wurden, konnten wir schon lange nicht mehr erklären. Nun ist das endlich vorbei! Und wir danken den Partnern aus der Politik, die sich für uns eingesetzt haben. Wir gehen auch ganz fest davon aus, dass die Regelungen des Schreibens ‚Reichweite der Freistellungsregelungen der §§ 61ff SächsBRKG, Anwendung für ehrenamtliche Helfer im Katastrophenschutz‘ in die geplante Novelle des SächsBRKG einfließen werden.“

*BRKG steht für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz entsprechend des Sächsisches Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (SächsBRKG)

MelderJohanniterBombenfund
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Zuschuss für freie Trägerorganisationen zur Bewältigung von Corona-Folgen
Forschungsprojekt zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft von sekundären Rohstoffen
Kostenlose Corona-Tests jetzt auch an Autobahnen in Sachsen möglich
Extra-Training für Sportstätten-Sanierung!
Leipzig fördert 2021 interkulturelle Projekte und Migrantenorganisationen
Stärkere Förderung der Digitalisierung an Schulen angestrebt
CDU: Spitzenplatz beim Bildungsmonitor bestätigt unsere Politik
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

StuRA wendet sich jetzt mit einem Offenen Brief an Wissenschaftsminister Gemkow
Blick zum Geutebrück-Bau der HTWK Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit März kocht es an der HTWK Leipzig, ist der Bruch zwischen Hochschulleitung und Studentenvertretung offensichtlich. Eigentlich eine alte Geschichte, die da wieder aufbricht und deutlich macht, dass der Umgang einer Hochschule mit den Studierenden zwar von einem Machtgefälle erzählt. Aber gerade deshalb braucht es Vertrauen. Und das ist nachhaltig gestört, war es auch schon vorher. Trotzdem schlug Rektor Prof. Mark Mietzner im Juli ganz offiziell die bisherige Kanzlerin auch für die nächsten acht Jahre vor.
Limp Bizkit, Bosse und Maeckes machen das Highfield-Line-up komplett
Quelle: Semmel Concerts

Quelle: Semmel Concerts

Das Line-up für 2021 steht: Mit der Bestätigung von Limp Bizkit, Bosse sowie Maeckes & die Katastrophen ist das Programm des in diesem Jahr ausgefallenen Highfield Festivals für das kommende Jahr vollständig. Bevor sich Künstler, Fans und Veranstalter am Störmthaler See bei Leipzig wiedersehen, gibt es für das Highfield-Wochenende 2020 noch interessante Neuigkeiten.
„We Will Rock You“, das Hit-Musical von Queen und Ben Elton: Gastspiele um ein Jahr verschoben
Quelle: Live Nation GmbH

Quelle: Live Nation GmbH

„We Will Rock You“, das Blockbuster-Musical von Queen und Ben Elton, geht jetzt erst im Herbst 2021 in Deutschland auf Tour. Die weiterhin bestehenden Beschränkungen haben diese Verlegung erforderlich gemacht. Ursprünglich hätte die Tour bereits im Herbst 2020 beginnen sollen.
Nach Verschiebung jetzt teils im Werk 2, teils im Livestream: Vielfalt ohne Grenzen-Festival
Vielfalt ohne Grenzen Festival. Grafik: Deutsch-Spanische Freundschaft e.V.

Grafik: Deutsch-Spanische Freundschaft e.V.

Für alle LeserVielfalt ohne Grenzen – das ist gerade in Zeiten von Pandemien, politischen Krisen, Flucht und Kriegen wichtig. Dafür macht sich das gleichnamige Festival und Netzwerk in Leipzig stark: mit einem digitalen Festival-Konzept, das trotz der aktuellen Corona-Situation interkulturellen Austausch ermöglicht und ein tolerantes Miteinander in der Stadt fördert. Eigentlich sollte es im Juli in Grünau stattfinden – nun geht zusammen mit dem Werk 2 neue Wege.
Förderirrsinn für deutsche Kommunen: Wer schon viel hat, dem wird noch mehr gegeben
Das Positionspapier "Wer schon viel hat, dem wird noch mehr gegeben?" Grafik: Berlin Institut

Grafik: Berlin Institut

Für alle LeserManchmal braucht es erst so ein Diskussionspapier, wie es das Berlin-Institut am Donnerstag, 13. August, vorgestellt hat, um wieder sichtbar zu machen, wie unsinnig die deutsche Finanzierung der Kommunen ist. Sie hängen allesamt an irgendwelchen Fördertöpfen und stehen Bund und Ländern als Bittsteller gegenüber, um selbst nur die lebensnotwendigsten Investitionen zu stemmen. Und die wirklich bedürftigen Kommunen können nicht mal Fördergelder beantragen.
outs:de: Leipziger Clubs und Spielstätten gehen auf der Festwiese ab 21. August open air
Am Zentralstadion auf der Festwiese. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Es ist eine nie dagewesene Situation: Corona-Jahr 2020. Im März kam die Welle über uns: Shutdown. Keine Veranstaltungen mehr, kein Publikum, geschlossene Häuser, keine Einnahmen“, beschreibt das LiveKommbinat, der Zusammenschluss der Leipziger Clubs, die so nie erlebte Situation seit dem Wirksamwerden der Corona-Allgemeinverfügung Ende März.
Drei Leben: Ein leicht philosophischer Roman über das Drama der Freiheit in unserem Leben
Fabian Vogt: Drei Leben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserFabian Vogt ist ein Autor, der Experimente liebt, jene faszinierenden Überlegungen, zu denen unser Gehirn fähig ist, wenn es das Leben als Alternative denkt: Was wäre, wenn ... Wenn wir zum Beispiel drei Leben hätten. Nicht einfach so hintereinander, sondern richtig: drei Träume, die man sich im Leben verwirklichen möchte, auch umsetzen zu können. Ein ganz junges Thema, denn daran verzweifeln viele hochbegabte junge Menschen: an der Unmöglichkeit so einer Wahl.
Donnerstag, der 13. August 2020: Antifaschistische Auktion in Chemnitz
Der bei einer antifaschistischen Auktion zu ersteigernde Einkaufswagen könnte bald sehr nützlich werden. Symbolfoto: Alexas_Fotos, Pixabay

Symbolfoto: Alexas_Fotos, Pixabay

Für alle Leser/-innenDer Einkaufswagen vom Connewitzer Kreuz kommt nochmal ganz groß raus. Neben neun anderen Gegenständen will das „Peng!“-Kollektiv einen Nachbau davon versteigern. Der Erlös soll an ein antifaschistisches Projekt in Chemnitz gehen. Außerdem: Die B96-Protestierenden haben schon 42 Verfahren am Hals und an Autobahnen starten morgen Corona-Teststationen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 13. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
„Es tut mir so unendlich leid“ – 81-jähriger Frau aus Borna bleibt Gefängnis nach erweitertem Suizidversuch erspart
Dem Gefängnis entkommen: Erika S. (81) mit ihren Verteidigern Hagen Karisch und Dr. Stefan Wirth (v.l.). Foto: Lucas Böhme
Für alle LeserUrsprünglich sollte sie zwei Jahre und neun Monate Haft verbüßen: In einem Verzweiflungsakt hatte Erika S. (81) vor über zwei Jahren versucht, sich und ihren schwer erkrankten Ehemann mit Tabletten zu töten. Nach einer erfolgreichen Revision ihrer Anwälte verhandelte das Landgericht den tragischen Fall noch einmal neu – und fand eine andere Antwort.
Die Einsamen im Dunkeln fühlen sich auch diesmal nicht gemeint
Wie unterschiedliche soziale Gruppen den gesellschaftlichen Zusammenhalt empfinden. Grafik: Bertelsmann Stiftung

Grafik: Bertelsmann Stiftung

Für alle LeserDie Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte am Mittwoch, 12. August, ein neues Umfrageergebnis in der längerfristig angelegten Studie „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt 2020“, die schon mit einer Vorgängeruntersuchung 2017 begann. Da spielte logischerweise die Corona-Pandemie noch keine Rolle, dafür die Furcht, dass die zunehmenden Aggressionen im politischen Diskurs die Demokratie zerstören könnten. Corona hat nun augenscheinlich genau das Gegenteil bewirkt.
Offene Frage: Dürfen Fußgänger und Radfahrer ab September wieder über die Brücke über den Elstermühlgraben?
Die Rohrleitungen auf der Brücke über den Elstermühlgraben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit einer Woche sorgen große blaue Rohre im Rosental für Stutzen bei Wanderern, Joggern, Walkern und Radfahrern. Nicht nur, weil sie sich vom Klärwerk kommend über die Brücke über den Elstermühlgraben schlängeln, sondern weil auch ringsum alles abgesperrt ist – nicht nur die Brücke, sondern auch die angrenzenden Waldwege. Und kein Schild verrät, was hier geschieht, warum und wie lange.
Linksfraktion reagiert auf CDU-Antrag: Die demokratischen Prozesse im Stadtrat lieber nicht antasten
Steffen Wehmann (Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 26. Juni 2019 vertagt, am 27. Juni 2019 dann vom Stadtrat zur Kenntnis genommen. Aber irgendwie ist der damals vorgelegte Abschlussbericht der Arbeitsgruppe Hauptsatzung, die der Stadtrat extra eingerichtet hatte, um auf die Änderungen der Sächsischen Gemeindeordnung zu reagieren, in Vergessen geraten. Denn dass sich Stadträte von CDU und SPD so über ausufernde Stadtratssitzungen ärgern, hat wohl auch mit überfälligen Änderungen in der Ausschussarbeit zu tun, findet Linke-Stadtrat Steffen Wehmann.
Linke beantragt: Wohnungsbaufördergelder sollen auch komplett in den Sozialwohnungsbau fließen
Demo für sozialen Wohnungsbau am 18. Januar. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserNach dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ kann man keine Wohnungspolitik machen. Damit ist die Bundesregierung kläglich gescheitert und hat einen enormen Investitionsstau verursacht: 1,5 Millionen Wohnungen fehlen in Deutschland, in den Großstädten werden Immobilien zum Spekulationsobjekt und für den sozialen Wohnungsbau fehlt das Geld, reichen die ausgereichten Summen auch in Sachsen nicht, wie die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel feststellt.
Leipzig braucht nicht noch einen Extra-Corona-Finanzausschuss
Aus dem Vollen schöpfen konnte Leipzig schon ewig nicht. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie AfD ist eine Panikpartei. Was die Leipziger AfD-Fraktion im Mai, als noch nicht einmal absehbar war, inwieweit die Corona-Maßnahmen auf den Leipziger Haushalt durchschlagen würden, mit einem vor Dringlichkeit strotzenden Antrag mal wieder bewies. Sie forderte die „Gründung einer Kommission zur Überprüfung und Neubewertung von Ratsbeschlüssen angesichts der unvorhergesehenen finanziellen Mehraufwendungen der Stadt Leipzig durch die Corona-Pandemie“. Das war dann wirklich Quatsch mit Nonsens. Findet auch der Oberbürgermeister.
Mittwoch, der 12. August 2020: Corona-Verharmloser/-innen spucken auf die Gesundheit anderer
Die Maske ist zum umkämpften Symbol geworden. Foto: Jasmin Sessler, Pixabay

Foto: Jasmin Sessler, Pixabay

Für alle Leser/-innenEine Frau ohne Gesichtsmaske soll einen Supermarktmitarbeiter gekratzt, geschlagen und bespuckt haben. Das berichtet die Polizei heute. Zuvor hatten Corona-Verharmloser/-innen zu Verstößen gegen die Maskenpflicht aufgerufen. Außerdem: Ein MDR-Beitrag über die „Basis“ der SPD in Leipzig verrät wenig und die geplante Verfassungsschutz-Reform stößt auf ein geteiltes Echo. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 12. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.