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Fridays for Future Leipzig streikt seit einem Jahr

Seit einem Jahr streikt Fridays for Future Leipzig für Klimagerechtigkeit. Dass die Demonstrationen weiterhin nötig sind, ist kein Grund zur Freude. Aber mit einer Jubiläumsdemonstration feiert Fridays for Future morgen, am 20. Dezember, das große Engagement vor Ort und in der Welt für Klimaschutz. Die Demonstration startet 11:30 auf dem Willy-Brandt-Platz.

Zu Anfang ging es zunächst vor allem darum, wie die Aktivist*innen Menschen erreichen und auf die Straße bringen können – und das mit einer sehr überschaubaren Anzahl von Organisator*innen. Mittlerweile hat die Bewegung solide Organisationsstrukturen aufgebaut und ist bundes- und weltweit vernetzt. Für das kommende Jahr hat Fridays for Future Leipzig bereits neue und größeren Veranstaltungen und Aktionsformen geplant.

“Es ist unglaublich, wie Fridays For Future sich entwickelt hat. Als wir vor einem Jahr mit gerade einmal mit 27 Menschen am Wilhelm-Leuschner-Platz standen, habe ich nicht zu träumen gewagt, wie groß das alles werden kann. Nicht einmal einen Monat später waren wir 700 und zum globalen Klimastreik am 20. September alleine in Leipzig unfassbare 25.000 Menschen. Während des letzten Jahres wurde die Klimakrise zum Titelthema in politischen, gesellschaftlichen und medialen Diskussionen, vor allem unter dem Aspekt der Klimagerechtigkeit und tausende Menschen haben sich politisiert und organisiert“, sagt Sophia Salzberger, Mitorganisatorin der ersten Demonstration am 21. Dezember 2018.

Im vergangenen Jahr organisierten die Aktivist*innen in Leipzig jede Woche verschiedene Freitagsaktionen, zahlreiche Workshops sowie bundes- und weltweite Streiks.

Die Bewegung hat weltweit im letzten Jahr die Klimakrise ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt und das Problembewusstsein der Menschen geweckt. Trotz dieses riesigen klimapolitischen Engagements hier in Leipzig und deutschlandweit bleiben die Maßnahmen der Regierungen nach wie vor weit hinter dem zurück, was nötig wäre, um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten.

„Der aktuelle politische Kurs der Bundesregierung ist mit dem 1,5-Grad-Ziel überhaupt nicht vereinbar. Aufgeben ist keine Option! Wir stehen erst am Anfang eines großen Wandels hin zu einer klimaneutralen, gerechten Welt – der Grundstein dafür ist aber mit unserer ständig erstarkenden und vereinten Klimagerechtigkeitsbewegung gesetzt! Deswegen werden wir uns von Leipzig aus weiterhin für eine klimagerechte Zukunft für Alle einsetzen“, so Annelie Berger von FFF Leipzig.

Im kommenden Jahr 2020 wird Fridays for Future Leipzig sich neu erfinden und Änderungen bei den Aktionsformen erarbeiten. Zusammen mit ihren Bündnispartnern wird die Bewegung noch vielfältiger und lauter sein, damit ihren Forderungen auch endlich nachhaltige Maßnahmen der politischen und gesellschaftlichen Handlungsträger*innen folgen.

An dieser Stelle möchten wir uns als Fridays for Future bedanken: Vielen Dank den hart arbeitenden Organisator*innen für ihr unerschöpfliches Engagement. Vielen Dank an die Bündnispartner*innen, die im Laufe des Jahres immer zahlreicher wurden und uns tatkräftig unterstützten. Vielen Dank an alle Spender*innen.

Und schließlich geht unser besonderes Dankeschön an alle Demonstrierenden, die  als Teil der Bewegung für das gleiche Ziel gekämpft haben und hoffentlich weiterkämpfen nach unserem Motto: Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.

Leipzig zwischen Konsumrausch und Klimaschutz: Black Friday trifft auf Klimastreik + Video

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Foto: Martin Schöler

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Traditionsmarke "Florena". Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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VNG-Zentrale. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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Elsterradweg am Elsterflutbett soll 2021 endlich repariert werden
Der Radweg am Elsterflutbett. Foto: Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Foto: Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

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