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69. National Jewish Book Awards: Publikation aus dem Dubnow-Institut ausgezeichnet

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    Die englische Übersetzung von Dr. Elisabeth Gallas‘ Publikation »Das Leichenhaus der Bücher« (Schriften des Simon-Dubnow-Instituts, Bd. 19) ist mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet worden. Mit den Awards werden seit 1950 herausragende englischsprachige Bücher mit jüdischer Thematik geehrt.

    Die angesehenen Preise werden in achtzehn Kategorien vergeben; Elisabeth Gallas gewann den JDC-Herbert Katzki Award, der Bücher auszeichnet, die umfassend Archivmaterialien auswerten. Das American Jewish Joint Distribution Committee (JDC), für das der Namensgeber Herbert Katzki tätig war, spielt auch in Gallas‘ Publikation eine Rolle: Während des Zweiten Weltkriegs half er Jüdinnen und Juden bei ihrer Flucht aus Europa.

    Die Awards werden dieses Jahr zum 69. Mal verliehen und am 17. März 2020 im Rahmen einer Gala in New York feierlich überreicht. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Bernard Malamud, Yair Mintzker, Michael Oren, Philip Roth, Elie Wiesel, Deborah Dash Moore und Sandy Eisenberg Sasso.

    Gallas‘ Publikation erschien 2019 unter dem Titel »A Mortuary of Books. The Rescue of Jewish Culture after the Holocaust« in der Reihe Goldstein-Goren Series in American Jewish History bei New York University Press. Die Studie konnte mithilfe der Übersetzungsförderung von Geisteswissenschaften International ins amerikanische Englisch übertragen werden. Sie basiert auf der von Elisabeth Gallas am Dubnow-Institut erarbeiteten Dissertation, die 2013 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschien.

    Darin geht die Autorin der Geschichte und Bedeutung der 1947 in New York gegründeten Jewish Cultural Reconstruction (JCR) nach. Diese Organisation nahm sich nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit der amerikanischen Militärregierung der Suche und Rückerstattung von geraubten Büchern und weiteren jüdischen Kulturgütern in Europa an.

    Im Zentrum dieser frühen Initiativen standen bedeutende jüdische Gelehrte wie Hannah Arendt, Salo W. Baron und Gershom Scholem. Der Blick auf Geschichte und Bedeutung der JCR ermöglicht Einsichten in elementare Fragen der Neubestimmung jüdischer Existenz nach dem Holocaust und gibt neue Impulse zum Verständnis jüdischen Geschichtsdenkens nach dem Zivilisationsbruch.

    Die Autorin Dr. Elisabeth Gallas leitet seit 2015 das Forschungsressort Recht am Dubnow-Institut. Sie studierte an den Universitäten Leipzig und Kopenhagen Kulturwissenschaften, Germanistik und Soziologie.

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