Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Gefahr durch Zeckenstiche wächst

Stadt Dresden und Landkreis Meißen als FSME-Risikogebiete eingestuft

Mit dem Stadtgebiet Dresden und dem Landkreis Meißen sind zwei weitere Regionen Sachsens vom Robert-Koch-Institut als FSME-Risikogebiete eingestuft worden. Damit gelten mit dem Vogtlandkreis, der seit 2014 als Risikogebiet gilt, sowie den Landkreisen Bautzen, Zwickau und dem Erzgebirgskreis, die seit 2018 durch das Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiet eingestuft werden, nun sechs von dreizehn Stadt- und Landkreisen in Sachsen als FSME-Risikogebiet.

Die Abkürzung FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Gegen die Krankheit, die grippeähnliche Beschwerden und in seltenen Fällen auch Fieber, Hirnhautentzündungen und Lähmungen hervorrufen kann, wird eine Impfung empfohlen.

Gesundheitsministerin Petra Köpping weist darauf hin: »Die Infektionsgefahr mit FSME ist in Sachsen nach wie vor gering, auch wenn zwei weitere Kreise zu Risikogebieten erklärt wurden. Wir empfehlen vor allem denjenigen eine Impfung, die sich in FSME-Risikogebieten häufig in der freien Natur aufhalten. Auch können entsprechende Kleidung und das Auftragen von Schutzmitteln auf die Haut oder die Kleidung vor einem Zeckenbefall schützen. Die Vermeidung von Zeckenstichen ist der wirksamste Schutz gegen eine FSME-Infektion.«

Zu FSME-Risikogebieten werden Regionen erklärt, in denen für Einwohner oder Besucher mit Zeckenexposition ein Erkrankungsrisiko besteht, das präventive Maßnahmen sprich vor allem die Empfehlung der verfügbaren Schutzimpfung gegen FSME begründet. Dieses Erkrankungsrisiko wird anhand der gemäß Infektionsschutzgesetz an das Gesundheitsamt und von dort weiter über die LUA Sachsen (als zuständige Landesstelle) an das Robert Koch-Institut gemeldeten FSME-Fälle der Vorjahre errechnet.

In die Risikoberechnung werden nicht nur die im jeweiligen Stadt- bzw. Landkreis gemeldeten bzw. dort erworbenen Fälle einbezogen, sondern auch die Fallzahlen der angrenzenden Kreise. Auch die Deklaration des Stadtkreises Dresden sowie des Landkreises Meißen erfolgte nicht nur aufgrund der dort registrierten Fallzahlen, sondern auch anhand der Zahl der in den anliegenden Nachbarkreisen (Kreisregion) erworbenen Erkrankungen.

Die Gefahr für eine Ansteckung mit der von Zecken übertragenen FSME ist im Süden Deutschlands am größten. Vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und im südöstlichen Thüringen besteht die Gefahr, bei einem Zeckenstich FSME-Viren übertragen zu bekommen. Trotzdem gilt: in ganz Deutschland gibt es Zecken. Sie kommen vor allem an Waldrändern und -lichtungen aber auch in Gärten und Parks vor.

Zwar haben die in Sachsen registrierten FSME-Erkrankungen in den letzten Jahren zugenommen. Auch der Anteil von autochthon, das bedeutet in Sachsen erworbenen Infektionen ist stark angestiegen. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Frühsommer-Meningoenzephalitis zu erkranken verhältnismäßig gering. Es wird geschätzt, dass in Risikogebieten zwischen 0,1 bis maximal 5 % aller Zecken das FSME-Virus in sich tragen, also ca. jede 100. Zecke. Allerdings kommt es nur bei 10 % der Zeckenstiche auch zur Infektion des Gestochenen. Und selbst eine Infektion verläuft dann in 80-90 % der Fälle ohne Symptome.

Wenn Krankheitszeichen auftreten, so sind dies (ca. eine Woche nach dem Zeckenstich) zunächst grippeähnliche Beschwerden und meistens bleibt es auch dabei. In einigen wenigen Fällen kommt es aber auch zu schweren Verläufen. Nach einem beschwerdefreien Intervall können dann ein bis drei Wochen nach der Infektion hohes Fieber, Entzündungen des Gehirns und seiner Häute, Lähmungen und komatöse Zustände auftreten. Die Zahl der schweren Verläufe steigt mit dem Lebensalter. 10-20 % der Patienten leiden unter Folgeschäden und ca. 1 % der Betroffenen verstirbt an dem schweren Verlauf der Erkrankung.

Da keine speziell wirksame Therapie zur Verfügung steht und im Krankheitsfall nur die Symptome behandelt werden können, bleibt neben der Vermeidung von Zeckenstichen bei Aufenthalt im Freien durch entsprechende Kleidung und die Verwendung von Repellents (auf die Haut aufgetragenen Schutzmitteln, die Zecken vertreiben bzw. fernhalten) die Schutzimpfung als einzige und sicherste wirksame Prophylaxe.

Der Begriff Frühsommer-Meningoenzephalitis lässt vermuten, dass die Erkrankung nur im Frühsommer auftritt. Da Zecken ab Temperaturen von ca. 7 Grad Celsius aktiv werden, stimmt dies nicht. Normalerweise dauert die »Zeckensaison“ in Deutschland vom Frühjahr bis in den Spätherbst hinein (im Schnitt von März bis Oktober). Bei kälterer Witterung fallen Zecken in eine Art Starre, können jedoch in milden Wintern bereits im Januar und bis in den Dezember hinein zustechen. Der Begriff Frühsommer beruht darauf, dass die Krankheit in diesem Zeitraum erstmals beschrieben wurde.

Im Jahr 2019 kamen im Freistaat Sachsen insgesamt 27 Erkrankungen an FSME zur Meldung. Die Infektionsorte lagen bei 25 Erkrankten in Sachsen, die beiden anderen Patienten infizierten sich in Österreich bzw. Tschechien. Bei den Betroffenen handelte es sich um Erwachsene, 11 Frauen und 15 Männer, im Alter zwischen 19 und 76 Jahren sowie einen 10-jährigen Jungen. Der Altersdurchschnitt betrug 45 Jahre.

15 der Erkrankten litten nur unter grippalen Krankheitszeichen und Kopfschmerzen während zwölf Patienten eine neurologische Symptomatik aufwiesen (Enzephalitis und Meningitis, also Entzündung des Gehirns bzw. seiner Häute). Bis auf einen Erkrankten, der eine einmalige FSME-Impfung belegen konnte, waren alle Patienten nicht gegen FSME geimpft.

Eine Ausweisung weiterer Risikogebiete im Freistaat Sachsen ist für die Zukunft nicht unwahrscheinlich.

* FSME-Impfung Die Impfung ist gut verträglich und sehr wirksam. Für eine komplette FSME-Impfung werden drei Injektionen benötigt, wobei die ersten beiden Impfungen regulär im Abstand von ein bis drei Monaten durchgeführt werden sollten. Eine dritte Impfung nach weiteren neun bis zwölf Monaten schließt die sogenannte Grundimmunisierung ab und verleiht einen Schutz für mindestens drei Jahre. Nach vollständiger Impfung kann bei 99 % der Geimpften mit einem Schutz vor FSME gerechnet werden. Bereits nach zwei Impfungen besteht bei 98 % ein Schutz, der allerdings nur etwa ein Jahr anhält. Auffrischimpfungen werden alle 3-5 Jahre empfohlen.

Zur Anwendung kommen kann auch ein spezielles Impfschema, das einen schnellen, jedoch nur vorübergehenden Schutz verleiht. Je nach Impfstoff werden hier zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen oder drei Impfungen an Tag 0, Tag 7 und Tag 21 gegeben. Für die Bewohner von Risikogebieten werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Viele Kassen bezahlen den Schutz gegen FSME auch als Reiseimpfung.

MelderZecken
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Wichtige Information: Semesterstart an sächsischen Hochschulen bereits erfolgt bzw. am 6. April 2020
Bürgschaftsbank Sachsen vergibt 100 Express-Bürgschaften an Corona-betroffene Unternehmen im Freistaat
Corona-Krise: Sächsische Landesmedienanstalt reagiert mit Maßnahmenpaket
ver.di fordert dringend Nachbesserung: Solo-Selbstständige im Haupterwerb haben von Soforthilfe nichts
Rauschenbach-Fláje: Grenzüberscheitender Wanderweg wegen Corona geschlossen
Einsatzgeschehen im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, 3. April
Stadt setzt Elternbeiträge für kommunale Kitas, Horte und Kindertagespflegen aus
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Freitag, der 3. April 2020: Anstieg der neuen Coronafälle in Sachsen seit Tagen unter zehn Prozent
Auch das Leipziger Uniklinikum behandelt Coronafälle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAnders als in der Vorwoche, als sich binnen eines Tages die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Sachsen teilweise um 18 Prozent erhöhte, liegt der Anstieg in dieser Woche seit Tagen bei unter zehn Prozent. Es gibt aber dramatische Situationen – beispielsweise in einem Altenpflegeheim im Erzgebirge, in dem 77 Personen infiziert sind. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 3. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Corona-Krise: 725 Millionen Euro Soforteinsatz, 6 Milliarden Euro neue Schulden bis 2022
Auch Sachsen kommt nicht ohne Schuldenaufnahme durch die Corona-Krise. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der vergangenen Woche wurde noch emsig diskutiert, auch wenn sich schon abzeichnete, dass auch Sachsen nicht umhinkommen würde, sich aufgrund der Corona-Pandemie neu zu verschulden. Am Freitag, 3. April, gab die Staatsregierung nun bekannt, dass genau das passieren wird und dass bis 2022 wohl eine Neuverschuldung von 6 Milliarden Euro notwendig sein wird. Die Schuldenbremse ist damit bis auf Weiteres ausgesetzt.
Die Hauptfeuerwache wird mindestens 7 Millionen Euro teurer als geplant
Blick vom Naundörfchen zur Hauptfeuerwache. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist nicht wirklich so, dass die Nachricht unverhofft kommt. Dass die Hauptfeuerwache deutlich teurer werden könnte als die 2017 geplanten knapp 19 Millionen Euro, war eigentlich schon 2018 klar, als das Ordnungsdezernat schon einmal eine Kostensteigerung um über 10 Prozent in Erwägung zog. Denn man hatte die Modernisierung der Hauptfeuerwache zwar schon über zehn Jahre auf dem Plan. Aber als es 2018 ans Eingemachte ging, fehlten wichtige Untersuchungen immer noch.
Jahresbilanz 2019: VNG meldet mehr Gewinn als erwartet und steigert die Investitionen
Die Zentrale der VNG AG in Leipzig. Foto: Eric Kemnitz / VNG AG

Foto: Eric Kemnitz / VNG AG

Für alle LeserMit Blick auf die positive Bilanz des Geschäftsjahres 2019 sieht sich die VNG AG mit Hauptsitz in Leipzig gut gerüstet für die Zukunft. Am Donnerstag, 2. April, stellte das in Leipzig heimische Unternehmen seine Bilanz fürs letzte Jahr vor. „Für 2019 blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, in dem unsere harte Arbeit in allen Geschäftsbereichen mit überaus positiven operativen Resultaten belohnt wurde“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ulf Heitmüller.
Das erstaunliche Ergebnis einer „Polarstern“-Expedition von 2017: Die Spuren eines richtigen Regenwaldes in der Westantarktis
Rekonstruktion des kreidezeitlichen Regenwaldes in der Westantarktis. Foto: J. McKay/Alfred-Wegener-Institut

Foto: J. McKay/Alfred-Wegener-Institut

Für alle LeserJetzt, da so viele Menschen gezwungen sind, zu Hause zu bleiben – auch Forscher und Dozenten – ist natürlich auch ein guter Zeitpunkt, ein paar spannende Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Das tut auch die Universität Leipzig, wo sich einige Institute auch mit der Klimaforschung beschäftigen. Nicht nur in der Gegenwart, sondern auch tief in der Vergangenheit. Dass man dabei einen richtigen Regenwald in der Antarktis entdeckte, war durchaus eine Überraschung.
Was die ganzen Zahlen zu Covid-19-Tests tatsächlich erzählen – und was nicht
Die gemeldeten Positiv-Tests auf Covid-19 in Deutschland (Stand 1. April). Grafik: RKI

Grafik: RKI

Für alle LeserSeit zwei Wochen sind wir (erst) im Lockdown-Modus. Das muss man manchmal wiederholen, weil sie jetzt schon wieder alle unruhig werden, all die Zappelkasper, die am liebsten alle Ausgangsbeschränkungen sofort wieder aufheben und die Maschine hochfahren würden. Auch weil die Zahlen ja irgendwie nicht mehr so steil ansteigen. Vielleicht sinken sie sogar? In unserem E-Mail-Fach landen derzeit eine Menge auch wirklich kluger und detaillierter Berechnungen.
Ein Geschenk der Freude: Beethovens Lebensweisheiten und eine ganz besondere 9. Sinfonie
Ludwig van Beethoven: Ein Geschenk der Freude. Musikalische Lebensweisheiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEr gehört zu den großen Geburtstagskindern in diesem Jahr: Ludwig van Beethoven. Im Dezember jährt sich seine Geburt zum 250. Mal. So mancher will gar nicht so lange warten und legt sich jetzt die kompletten Einspielungen des Komponisten auf, der die Hörgewohnheiten seiner Zeit revolutionierte. Vielleicht auch, weil er mittendrin lebte in der Revolution des Kontinents, die die Armeen Napoleons ausgelöst haben. Auch der St. Benno Verlag würdigt den Jubilar mit Buch und CD.
Im Home Office erfolgreich Geld verdienen

Foto: Jeonghwaryu0

Das Coronavirus hält weltweit Gesellschaft und Wirtschaft im Atem. Infolge der Entwicklung nimmt auch der Anteil von Menschen, die ihre Jobs in Heimarbeit erledigen, sprunghaft zu. Dabei zeigt sich, dass das Home Office neben seinen nicht von der Hand zu weisenden Nachteilen doch auch eine ganze Reihe von Vorteilen bietet, insbesondere für Aufgaben, die auf digitalem Wege bearbeitet werden können. Warum also nicht gleich den Fokus darauflegen, selbstständig vom Home Office aus Geld zu verdienen?
Corona-Hilfe made in Leipzig: Initiativen, Ideen und Hilfsangebote aus der Zivilgesellschaft zur Milderung der Coronakrise
Alles dicht im Einkaufsmekka Bahnhofspromenaden - nur Apotheken, Lebensmittelhändler und Drogerien haben noch geöffnet. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserIn den vergangenen Tagen ist nach dem atemlosen Zuschauen der hereinprasselnden Verfügungen und Veränderungen seitens des Freistaates Sachsen eine erste Welle von Ideen und Initiativen entstanden. Alle sollen dazu dienen, über die staatlichen Lösungsangebote hinaus, erste Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. Die LZ hat die besten Initiativen herausgesucht und hofft, dass sich je nach eigenen Prioritäten auch die Leser unserer Zeitung an der einen oder anderen gelungenen Idee beteiligen.
Donnerstag, der 2. April 2020: Obdachlose, Geflüchtete und Senioren leiden besonders
Altenpflegeheim in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserFür Obdachlose, Geflüchtete sowie Senioren und andere Pflegebedürftige ist die Coronakrise besonders problematisch. Die einen leiden unter fehlenden Einnahmen durch den Verkauf einer Straßenzeitung, andere sind von fehlender Hygiene und starker Isolation betroffen. Heute wurde außerdem bekannt, dass die Modernisierung der Hauptfeuerwache deutlich teurer wird. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 2. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
BSV Schönau: Pachtvertrag am Cottaweg endet – und dann?
Wohin geht's für den BSV Schönau, wenn der Pachtvertrag am Cottaweg endet? Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 77, seit 27. März im HandelDer BSV Schönau wird seinen angestammten Sportplatz am Cottaweg verlassen (müssen). Erst hieß es, er würde sich zukünftig einen Sportplatz mit der Spielvereinigung Leipzig teilen. Nach Informationen der LEIPZIGER ZEITUNG (LZ) sind diese Pläne inzwischen aber vom Tisch. Wie geht es nun weiter? Die LZ hat beim Sportamt der Stadt Leipzig nachgefragt.
Kahler Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule soll mit Containeranbau bebaut werden
Baumfällungen auf dem Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 26. Februar kreischten die Sägen. Der Blick aus den Fenstern des Hauses der Demokratie zeigte Heftiges: Auf dem benachbarten Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule wurde ein Dutzend Bäume gefällt. Einfach so: Linden, Bergahorne, prächtige Bäume. Waren sie krank? Werden derzeit nicht überall im Stadtgebiet Bäume gefällt, weil sie die Rußrindenkrankheit haben oder von Trockenheit geschädigt sind? Die Aufklärung gab es erst eine Woche später. Und die hatte es in sich.
Linke Abgeordnete fordert endlich spürbare Maßnahmen gegen rechtsradikale Kriminalität
Rechtsradikale Brandstifter blieben in Sachsen lange unbehelligt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie offizielle Kriminalitätsstatistik der sächsischen Polizei ist das eine. Meist ist sie nur ein riesiger Berg von Daten, bei denen nicht mal klar ist, wie relevant sie sind. Etwas mehr Klarheit gewinnen die Abgeordneten des Sächsischen Landtages, wenn sie regelmäßig die Straftaten in den Bereichen der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) abfragen. Kerstin Köditz, die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, ist natürlich besonders an rechtsmotivierten Straftaten interessiert.
Corona in Leipzig: Gähnende Leere in Bussen und Bahnen, aber der ÖPNV läuft
Die Dresdner Straße kurz vor der Kurve. Archivfoto: Ralf Julke

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle LeserVor vier Tagen titelte die BILD: „6 Millionen Euro Verluste für die Leipziger Verkehrsbetriebe“. Klar, auch die LVB sind nicht gefeit vor Einbußen durch die derzeitige Situation: Inzwischen gehören nahezu leere Bahnen und Busse zum alltäglichen Stadtbild. Trotzdem läuft der Öffentliche Nahverkehr unermüdlich weiter. Und das wird auch so bleiben, erklärt Marc Backhaus, Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe.
Gewerkschaft warnt davor, das Arbeitszeitgesetz in der Lebensmittelbranche auszuhebeln
Damit der Einkaufskorb nicht leer bleibt: Beschäftigte in der Ernährungsindustrie und im Lebensmittelhandwerk arbeiten aktuell auf Hochtouren. Foto: NGG

Foto: NGG

Für alle LeserWahrscheinlich braucht es tatsächlich solche einschneidenden Krisen, damit auch die Politik wieder sieht, wer in unserer Gesellschaft tatsächlich systemrelevant ist. Das sind tatsächlich die Menschen in den Berufen, ohne die auch in Ausnahmezeiten nichts läuft. Darunter auch die Beschäftigten in der Lebensmittelproduktion. Sie sorgen für Nachschub im Supermarkt: Die rund 800 Leipzigerinnen und Leipziger, die in der Lebensmittelindustrie arbeiten.