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Italienische Patienten weiterhin in kritischem Zustand

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    Das Universitätsklinikum Leipzig hat vor einer Woche als erstes deutsches Klinikum Patienten aus dem italienischen Bergamo übernommen. Die zwei 57-jährigen Männer sind weiterhin in einem kritischen Zustand. Insgesamt ist die Zahl der Covid-19-Patienten am UKL noch klein, auch dank der Zusammenarbeit mit dem Klinikum St. Georg, das als erste Anlaufstelle die Leipziger Fälle aufnimmt. Parallel werden am UKL mit Hochdruck zusätzliche Kapazitäten für die Intensivmedizin geschaffen.

    Derzeit stehen am UKL durch die Umstrukturierung von Intensivbereichen und die konsequente Verschiebung planbarer Eingriffe in den letzten Tagen 36 Betten alleinig für die Versorgung von Covid-19 positiven Intensivpatienten zur Verfügung. Diese Kapazität wird in einem Stufenkonzept schrittweise ausgebaut. So wurden Teile des Aufwachraums im zentralen OP-Bereich zu einer Intensivstation umgerüstet.

    Weitere Stationen folgen, so dass letztlich 200 Intensivbetten für erwachsene Patienten zur Verfügung stehen werden. Darüber hinaus wurden mehrere Normalstationen speziell für die Behandlung nicht intensivpflichtiger Covid-19-Patienten eingerichtet. Seit einer Woche werden auf der Intensivstation des UKL die ersten zwei aus Italien ausgeflogenen Covid-19-Patienten betreut. Die beiden Männer müssen weiterhin beatmet werden und sind in einem ernsten, aber stabilen Zustand.

    „Wir wissen aus den mittlerweile zur Verfügung stehenden Fallberichten, dass Covid-19-Patienten oftmals über mehrere Wochen intensivmedizinisch betreut werden müssen“, erklärt Prof. Sven Bercker, stellvertretender Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. „Es ist daher davon auszugehen, dass wir keine schnellen Erfolge sehen werden.“

    Stufenplan zum Einsatz des Personals und freiwilliger Helfer

    Um die Patientenversorgung auch mit einer großen zusätzlichen Zahl von Intensivbetten und bei einem möglichen stärkeren krankheitsbedingten Ausfall von Ärzten und Pflegenden sicherzustellen, wurde ein Stufeneinsatzplan für das Personal auf den Intensivstationen des UKL erstellt. Dieser sieht vor, dass frühzeitig Ärzte und Pflegekräfte in die Teams integriert werden, die bereits zurückliegende Erfahrung in der Intensivmedizin haben.

    Dazu kommen erfahrene Auszubildende oder Studenten, die sich im Praktischen Jahr befinden oder dieses schon absolviert haben. Als letzte Gruppe kämen Studenten höherer Fachsemester zum Einsatz.

    „Wir hoffen alle sehr, dass uns diese Szenarien erspart bleiben, müssen und werden aber darauf vorbereitet sein“, erklärt Prof. Christoph Josten,  Medizinischer Vorstand des UKL.  „Wir haben daher auch damit begonnen, die nachrückenden Mitarbeiter z.B. im Umgang mit Beatmungsgeräten und intensivpflichtigen Patienten zu schulen.“

    Weitere Schwerpunkte in der Arbeit der speziell für die Covid-19-Pandemie etablierten Task Force am UKL sind der Ausbau der Testkapazitäten für SARS-CoV-2 sowie zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter aktuell und für den Fall eines höheren Aufkommens von Covid-19-Patienten im Haus.

    Psychologische Unterstützung für Mitarbeiter

    „Wir sind uns bewusst, dass diese Zeit der Unsicherheit für unsere Mitarbeiter eine enorme Belastung bedeutet“, sagt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. „Sorgen um Angehörige und die eigene Gesundheit verursachen gepaart mit der angespannten Lage im Klinikum und im ganzen Land eine anhaltende Art von Stress, die niemand gewöhnt ist. Wir bieten daher unseren Mitarbeitern aus allen Bereichen aber besonders aus den Risikobereichen Hilfe und psychologische Unterstützung an“.

    Beschäftigte des UKL können dafür die internen Beratungsangebote nutzen, die 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung stehen. Jacob: „Wir hoffen sehr, damit ein wenig zur Entlastung beitragen zu können.“ „Auch das Einführen von routinemäßigen Tests auf SARS-CoV-2 bei Mitarbeitern mit Einsatz in kritischen Bereichen soll Sicherheit geben und Vertrauen stärken“,  ergänzt  Prof. Josten.

    Kein Zugang mit Erkältungssymptomen

    Als weitere Schutzmaßnahme wird am UKL nun auch die Kontrolle der Körpertemperatur der wenigen noch zugelassenen Besucher eingeführt. Aktuell gilt am UKL ein Besucherstopp. Als Ausnahmen können schwerkranke Patienten noch sehr eingeschränkt Besuch erhalten, ebenso kranke Kinder. Um sicherzustellen, dass diese Besucher keine Viren ins Klinikum mitbringen, wird bei diesen jetzt am Eingang Fieber gemessen. Wird Fieber registriert, muss der Zutritt leider versagt werden.

    Ein Spiel auf Zeit: Die neue Leipziger Zeitung zwischen Ausgangsbeschränkung, E-Learning und dem richtigen Umgang mit der auferlegten Stille

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