Forstliche Maßnahmen wie das Anlegen von Wundschutzstreifen und der Waldumbau hin zu stabilen, arten- und strukturreichen Mischwäldern mit hohem Laubbaumanteil sind wichtige Ansätze, um der steigenden Gefahr von Waldbränden vorzubeugen. Über entsprechende Aktivitäten auf Waldflächen des Freistaats hat sich Sachsens Forstminister Wolfram Günther am Donnerstag (7.5.) im Forstrevier Neukollm bei Bernsdorf informiert.

Der Minister betonte: „Mittel- und langfristig ist der Waldumbau das beste und effektivste Mittel der Brandvorbeugung. Laubbäume wie Buchen oder Eichen sind deutlich weniger brandanfällig als Nadelbäume wie zum Beispiel Kiefern. Mischwälder mit einem hohen Laubbaumanteil an standortgerechten Arten zu entwickeln heißt also auch, den Wald widerstandsfähiger gegen Feuer zu machen.

Darüber hinaus ist die Anlage so genannter Wundstreifen wesentlich für die Brandvorbeugung. Und zu guter Letzt können alle Waldbesucherinnen und -besucher durch umsichtiges Verhalten helfen, Brände zu vermeiden. Wenn dennoch Brände entstehen, braucht es intakte Infrastruktur, um die Brände möglichst früh zu löschen. Dazu gehört in Sachsen auch das kameragestützte automatische Waldbrandfrüherkennungssystem.“

Hintergrund:

Sturmtiefs und Dürre als Ergebnisse von Erderwärmung und Klimawandel setzen Sachsens Wäldern zu und machen sie auch anfälliger für Waldbrände. Besonders bedroht sind Reinbestände aus Kiefer, weil sie bei heißer Witterung oft schneller austrocknen und die trockene Nadelstreu die Entwicklung von Waldbränden begünstigt.

Waldbrände werden meist durch fahrlässiges Verhalten verursacht. Im vergangenen Jahr konnten fast drei Viertel der insgesamt 153 Waldbrände im Freistaat darauf zurückgeführt werden.

Mittwoch, der 6. Mai 2020: Die nächste Lockerungsrunde in Sachsen steht bevor

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