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Begabungsgerechtigkeit leitet Sachsens Bildungssystem

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    Sachsen ist das erste Bundesland, das systematisch die Begabtenförderung von der Kita bis zum Abitur umsetzen wird. Kita, Grundschule und Gymnasien werden unter Einbezug der Beratungsstelle zur Begabtenförderung (BzB) in Radebeul im Erkennen und Fördern von hochbegabten Kindern und Jugendlichen weiter qualifiziert und in der Netzwerkbildung unterstützt.

    Am 2. Oktober 2020 fand in Dresden die Auftaktveranstaltung zu dem sechs Jahre dauernden Projekt Karg Campus Sachsen statt, das das Sächsische Staatsministerium für Kultus und die Karg-Stiftung gemeinsam durchführen.

    In Sachsen hat die Begabtenförderung schon lange einen hohen Stellenwert. Ziel und Anliegen des Freistaates Sachsen ist die Weiterentwicklung des umfassenden sächsischen Systems der Begabungs- und Begabtenförderung. Es gilt, vergleichbar starke Strukturen wie im gymnasialen Bereich nun auch für die Bereiche der Frühen Förderung und der Primarstufe auf- und auszubauen.

    Unter der Zielperspektive einer möglichst früh einsetzenden und durchgängigen inklusiven Begabungsförderung soll ein letztlich institutions- und schulartübergreifendes Netzwerk von Bildungseinrichtungen auch in der Begabungs- und Begabtenförderung entstehen. Sachsen ist dann eines der ersten Bundesländer mit einem wirklich durchgehenden Konzept und einem Bildungssystem in der Begabungs- und Begabtenförderung.

    „Begabte Kinder brauchen eine ganz besondere individuelle Förderung und Unterstützung, damit sie ihre Potenziale entfalten können und eine Unterforderung vermieden wird. Deshalb muss die Begabtenförderung so früh wie möglich und nicht erst an den Gymnasien erfolgen.

    Mit dem Projekt versuchen wir, auch bundesweit neue Wege zu gehen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse und freue mich, dass sich die Karg-Stiftung mit ihrer fachlichen Expertise wiederholt in Sachsen engagiert“, so Kultusminister Christian Piwarz.

    Das Projekt basiert auf dem dreigliedrigen Konzept Karg Campus und beinhaltet folgende Komponenten: Fortbildung, Prozessbegleitung und Vernetzung:

    • Fortbildung: Veranstaltungen für das gesamte Team/Kollegium vor Ort sowie regelmäßige zentrale Veranstaltungsformate für Projektteams vermitteln das notwendige Sach- und Handlungswissen in der Förderung Hochbegabter.

    • Prozessbegleitung: Die Begleitung der pädagogischen Fach- und Lehrkräfte und der Einrichtungen bei der Weiterentwicklung und Schärfung ihrer standortbezogenen Angebote der Begabtenförderung und des Transfers der Inhalte der Fortbildungen stellt die Fachexpertise der Kolleginnen der Beratungsstelle der Begabtenförderung (BzB) sicher.

    • Vernetzung: Die entstandenen Kita-/Grundschultandems werden mit den schon bestehenden gymnasialen Kompetenzzentren und regionalen und überregionalen Akteuren der Begabtenförderung vernetzt. Hier steht das Voneinander-Lernen und die gemeinsame Weiterentwicklung im Fokus.

    Die bereits vorhandene Expertise wird von Beginn an eingebunden, die Haltung und das Grundverständnis der Teilnehmenden zum Thema Hochbegabung reflektiert. Das Fachcurriculum wird interdisziplinär aufgebaut und bezieht die Bedarfe aller mit ein. Sukzessive werden Kompetenzzentren in der Begabungs- und Begabtenförderung qualifiziert, die dann über den Freistaat Sachsen verteilte Netzwerke bilden und ihre Expertise und Erfahrungen in der Begabtenförderung in ihren Regionen weitergeben. So entstehen flächendeckende begabungsgerechte Bildungsstrukturen.

    „Begabungsgerechte Bildungssysteme haben alle Kinder und Jugendliche mit ihren Begabungen im Blick – vor allem diejenigen, die unter erschwerten Bedingungen leben. Gerade dort ist es wichtig, Hochbegabung zu suchen, so früh wie möglich zu entdecken und zu fördern. Denn je eher die Potenziale von hochbegabten Kindern und Jugendlichen erkannt werden, desto besser kann man sie auf ihrem Bildungsweg begleiten.

    Daher ist es nur konsequent, Kitas als Bildungsorte und Orte der Begabtenförderung zu verstehen und dort die Grundlage zu legen. Ebenso konsequent sollte dann die Begleitung Hochbegabter durch die Schulstufen erfolgen. Wir freuen uns sehr auf dieses große Karg Campus-Projekt mit dem Freistaat Sachsen und dem SMK, denn zum ersten Mal wird die Begabtenförderung so stringent in ein Bildungssystem eingebettet“, so Dr. Ingmar Ahl, Vorstand Zweckerfüllung der Karg-Stiftung.

    Kurzinfos zu Karg Campus Sachsen

    • Auftakt 2. Oktober 2020
    • Freistaat Sachsen, das Sächsische Staatsministerium für Kultus, Karg-Stiftung
    • Projektdauer: 2020 bis 2026
    • Begabtenförderung von der Kita bis zum Abitur
    • Fortbildung – Prozessbegleitung – Vernetzung
    • Prozessbegleitung: Beratungsstelle zur Begabtenförderung (BzB), Radebeul
    • 5 regionale Standorte jeweils Beteiligung Kita – Grundschule – Gymnasium
    • Teilnehmende Schulen und Standorte: Dresden: 39. Grundschule und „Villa Pat´s Freunde“ // Chemnitz: Grundschule Adelsberg und Adelsberger Kinderhaus EVA LU // Leipzig: Pablo-Neruda-Schule, Grundschule des Deutsch-Französischen Bildungszentrums der Stadt Leipzig und ITE Tarostraße 9 // Görlitz: Grundschule Schöpstal und Montessori-Kinderhaus Spatzennest am Birkenwäldchen // Radeberg: Grundschule Stadtmitte Radeberg und Christliche Kindertages- und Familienbildungsstätte „Baumhaus“

    Die Karg-Stiftung

    Unser Auftrag ist die Förderung des hochbegabten Kindes in Kita, Schule und Beratung. Nah am Menschen und dem Bildungsalltag suchen wir gute Ideen und begleiten praxisnah in der Begabtenförderung. Wir klären den Bedarf, knüpfen Netzwerke und entwickeln Konzepte. Wir beraten, informieren und qualifizieren in der Begabtenförderung.

    Gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Praxis schaffen wir so ein allseits gerechtes Bildungssystem. Denn dieses ermöglicht auch Kindern und Jugendlichen mit hohem intellektuellem Potenzial die Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Die Karg-Stiftung, von dem Unternehmer Hans-Georg Karg und seiner Frau Adelheid Karg 1989 errichtet, ist verlässliche Partnerin und treibende Kraft der Begabtenförderung in Deutschland.

    Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 83: Zwischen Ich und Wir

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