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Richtfest für Neubau des Kriminalwissenschaftlichen und –technischen Instituts des Landeskriminalamtes

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    Mit einem Richtfest wurde heute der Rohbau des neues Kriminalwissenschaftlichen und –technischen Instituts (KTI) für die sächsische Polizei fertiggestellt. Der Neubau auf dem Gelände des Landeskriminalamtes Sachsen im Dresdner Norden wird mit zahlreichen Speziallaboren und dazugehörigen Büros ausgestattet. Mit einer Richtkrone wurde dieser erste wichtige Bauabschnitt jetzt offiziell vollendet.

    Im Neubau des KTI findet sich zukünftig modernste technische Ausstattung zur DNA-, Fingerabdruck- und Schusswaffenuntersuchung in über 300 Labor-, Funktions- und Büroräumen. Das siebengeschossige Gebäude gehört außerdem zu den ersten Verwaltungsgebäuden des Freistaates, das umweltschonend nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) des Bundes errichtet wird. Passend dazu erfolgt die Energieversorgung über Photovoltaikanlagen.

    Finanzminister Hartmut Vorjohann: „Seit dem Spatenstich ist erst reichlich ein Jahr vergangen. Dass wir trotz der Corona-Pandemie mit diesem überaus wichtigen Bauvorhaben so gut vorangekommen sind, ist eine großartige Leistung aller am Bau Beteiligten. Das unterstreicht auch, wie wichtig es für die sächsische Staatsregierung ist, dem Landeskriminalamt zur Aufklärung von Straftaten die beste Ausstattung zur Verfügung zu stellen.“

    Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller: „Das KTI ist die zentrale Einrichtung der Sächsischen Polizei, die Theorie und Praxis miteinander verbindet. Das Institut wertet alle kriminalistisch relevanten Spuren fachübergreifend aus und begutachtet sie. Diese wertvolle Arbeit ist qualitativ hochwertig und bedient sich Geräten und Methoden, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Ich freue mich sehr, dass mit dem Richtfest zum Neubau des Instituts nun ein wichtiger Meilenstein bei der Bekämpfung der Kriminalität und wirksamen Strafverfolgung erreicht wurde.“

    Der Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen, Petric Kleine: „Wir dürfen am heutigen Tage vor und in einem Rohbau stehen, welcher nicht nur mit seinen schieren Dimensionen Erwartungen weckt, Vorfreude generiert und Staunen verursacht. Moderne Architektur – zweckdienlich, umweltfreundlich, nachhaltig und nutzerorientiert.

    Ich freue mich, dass die zukünftigen Nutzer ein Haus beziehen können, welches die Einheit aus Natur, Gebäude und Mensch in einer Art und Weise wiederspiegelt, welche innerhalb der Sächsischen Polizei sicher neu und einzigartig ist. Dieses Richtfest stellt zweifelsfrei ein Highlight in der Geschichte dieses Standortes dar.“

    Nach derzeitigem Baustand soll der Neubau 2022 fertiggestellt sein. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 60 Millionen Euro. Davon stammen 23,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Der Anteil des Freistaates beläuft sich auf 36,5 Millionen Euro. Die Baumaßnahmen werden mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

    Hintergrund:

    Das KTI versteht sich als zentraler Dienstleister für die Landespolizei. Es ist zuständig für die technische und kriminaltechnische Untersuchung und Bewertung von Beweismitteln. Jährlich erhält das Institut rund 10.000 Vorgänge, das beinhaltet ein Arbeitsaufkommen von ca. 40.000 bis 50.000 Spurenauswertungen.

    Die gut 120 Mitarbeiter beschäftigen sich unter anderem mit der Schusswaffenanalyse, mit der Schriftanalyse und der Materialuntersuchung. Zentrale Bedeutung für Strafverfahren haben daneben die DNA-Analyse, die Daktyloskopie mit ihrem Archiv von Fingerabdrücken und die gesamte Spurensicherung. Auch Toxikologen, die sich mit Giften beschäftigen, Brand- und Explosionsexperten, Textilfachleute oder Falschgeldfahnder kommen im KTI-Neubau unter.

    Donnerstag, der 8. Oktober 2020: Hoher Wellengang in Deutschland

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