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Bundesregierung plant keine direkte Anbindung der Kulturhauptstadt Chemnitz bis 2025 an den Schienenfernverkehr

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    Die Stadt Chemnitz wird als Kulturhauptstadt viele Menschen von überall in die Region locken. Damit Interessierte den Weg dorthin leicht finden, braucht es eine gut ausgebaute Infrastruktur. Chemnitz ist bislang nicht direkt an den Fernverkehr der Deutschen Bahn angebunden, was die Anreise erschwert. Eine Anfrage der Grünen im Bundestag offenbart Zweifel, ob sich dies bis 2025 ändern wird.

    Dazu erklärt Wolfgang Wetzel, sächsischer Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen: „Es ist ernüchternd zu erfahren, dass die Bundesregierung offensichtlich keine konkreten Pläne hat, die neu gekrönte Kulturhauptstadt Chemnitz direkt an den Schienenfernverkehr anzuschließen. Mehr noch: Die Bundesregierung drückt sich gemeinsam mit der Deutschen Bahn vor einer klaren Aussage und schiebt die Verantwortung an den Freistaat Sachsen ab. Niemand möchte zuständig sein. Das ist schwer zu akzeptieren.

    Damit bleibt Chemnitz eine der wenigen Großstädte in Deutschland ohne direkten Fernverkehrsanschluss auf der Schiene und ca. 1,5 Millionen Menschen sind in der Region Westsachsen in ihrer Mobilität eingeschränkt. Kultureller Austausch über die Region hinaus und eine Belebung des Tourismus gehen sicherlich anders.

    Ein zusätzliches Risiko für  eine gute Bahnanbindung  im Jahr 2025 sind die geplanten Ausbauarbeiten auf der Strecke Leipzig – Chemnitz, die nach derzeitiger Planung erst 2028 beendet werden sollen. Eine mögliche Sperrung der Strecke Leipzig – Chemnitz ausgerechnet im Kulturhauptstadtjahr 2025 wäre ein zusätzlich herber Schlag für die Stadt und alle Kulturinteressierten. Dazu darf es nicht kommen.

    Um Chemnitz im Jahr 2025 aus allen Richtungen gut und zuverlässig mit der Bahn erreichen zu können, muss die Bundesregierung ein Vorziehen der Ausbaupläne um die Strecke Leipzig – Chemnitz prüfen und weitere Zwischenlösung anstreben, mit der die Fernverkehrsanbindung auf der Schiene vorzeitig bereits bis zum Jahr 2025 verbessert werden kann.“

    Hintergrund:

    Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sieht einen Ausbau der Eisenbahnstrecke Leipzig – Chemnitz bis voraussichtlich 2028 vor. Mit den Baumaßnahmen soll die Strecke eine Kapazitätserhöhung und Elektrifizierung erfahren, die sie auch für den Fernverkehr befahrbar macht. Nach derzeitigem Planungsstand wird der Ausbau nicht bis zum Kulturhauptstadtjahr 2025 umgesetzt werden. Laut Informationen der Deutschen Bahn ist unter anderem im Jahr 2025 sogar eine Totalsperrung der Strecke mit Schienenersatzverkehr vorgesehen.

    Im Zuge der Ernennung der Stadt Chemnitz zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 hat der sächsische Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Wolfgang Wetzel, bei der Bundesregierung nachgefragt, wie Chemnitz in Zukunft besser an den Fernverkehr der Deutschen Bahn angebunden werden soll.

    Die Kulturhauptstadt Chemnitz braucht bis 2025 auch eine bessere Bahnanbindung

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