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Klimaaktivist/-innen blockieren mehrere Kreuzungen in Leipziger Innenstadt

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    Am Mittwochnachmittag haben etwa 20 Klimaaktivist/-innen drei Kreuzungen um den Leipziger Innenstadtring kurzzeitig blockiert, um gegen die Räumung und Rodung des Dannenröder Forsts zu protestieren. Die Aktivist/-innen von Extinction Rebellion, Fridays for Future und Students for Future bekunden damit ihre Solidarität mit den Baumbesetzer/-innen und Bürger/-inneninitiativen im Dannenröder Wald, die gegen den Ausbau der A49 kämpfen.

    Mit Plakaten mit der Aufschrift „Danni bleibt“ und „Keine A49“ betraten sie dafür in Grünphasen der Ampeln die Fußgängerüberwege und blieben für mehrere Rotphasen auf der Straße stehen, um so den Verkehr zu blockieren.

    Die Aktivist/-innen fordern eine klimaverträgliche und sozial gerechte Verkehrswende. In Hessen soll für die wirtschaftlichen Interessen weniger Konzerne ein gesunder Mischwald einer Autobahn weichen. Diese Autobahn würde durch ein Trinkwasserschutzgebiet verlaufen, von dem 500.000 Menschen abhängig sind. Der Bauträger DEGES hat selbst ein Gutachten über die Verträglichkeit erstellen lassen, das erhebliche Mängel und Fehler aufweist, wie ein Gegengutachten belegt. Der Wald besteht aus bis zu 300 Jahre alten Bäumen, die an anderer Stelle unzureichend wieder aufgeforstet werden sollen.

    „Es geht hier um mehr als eine Autobahn. Es geht darum, wie wir grundsätzlich mit der Klimakrise umgehen. Der Bau einer neuen Autobahn ist hier das falsche Signal. Der Verkehrssektor steht an 3. Stelle der klimaschädlichen Emissionen. Anstatt den Transport auf die Schiene zu verlegen, wird weiterhin auf veraltete Verkehrskonzepte gesetzt und wirtschaftliche Interessen werden über das Gemeinwohl gestellt“, so eine Aktivistin.

    Die beteiligten Klimagerechtigkeitsgruppen machen weltweit mit Demonstrationen und Aktionen des zivilen Ungehorsams auf das Voranschreiten der Klimakrise aufmerksam. Mit der Störung von alltäglichen Abläufen verleihen sie der Dringlichkeit ihrer Forderung Ausdruck, dass die Politik jetzt umfassende Maßnahmen ergreifen muss, um den ökologischen und klimatischen Kollaps zu verhindern. Aus Rücksicht auf die aktuelle Infektionslage wurden bei der Aktion Masken getragen und Mindestabstände eingehalten. Die Polizei war vor Ort und es wurden Personalien bei einer Person aufgenommen.

    „Die Klimakatastrophe ist keine abstrakte Gefahr in der Zukunft, sondern sie ist hier und jetzt. Dürren, Überflutungen, Hitzewellen sind an der Tagesordnung weltweit. Den deutschen Wäldern haben die Dürren der letzten 3 Jahren schwer zugesetzt. Nur noch jeder 7. Baum Deutschlands gilt als gesund. Die Natur lässt nicht mit sich verhandeln. Es wird Zeit die Klimakrise als das zu behandeln was sie ist: eine Gefahr für unsere Lebensgrundlagen und unsere Existenz,“ so die Aktivistin weiter.

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