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Vorträge: Das Recht auf Abtreibung in Zeiten eines antifeministischen „Backlash“ und Die Hexenprozesse von Salem

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    In der kommenden Woche möchten wir zu zwei digital stattfindenden Veranstaltung einladen: am Donnerstag zu: Das Recht auf Abtreibung in Zeiten eines antifeministischen „Backlash“ und am Samstagnachmittag zu: Die Hexenprozesse von Salem.

    Wir arbeiten mit der Software „Senfcall“ (Videokonferenz-Tool), die recht sicher ist (im Sinne von Datenschutz). Sie kann auf allen Computern/Tablets etc. genutzt werden, ohne dass eine zusätzliche Software installiert werden muss. Einfach den folgenden angegebenen Link zur Veranstaltung anklicken! Er gilt für beide Veranstaltungen: https://lecture.senfcall.de/fra-acp-eon 

    Der Link steht auch auf unserer Webseite.

    Wer weitere Erklärung zur Bedienung lesen möchtet, findet sie hier: https://www.frauenkultur-leipzig.de/media/technikanleitung_teilnehmende.pdf

    Wir sind 10 min vorher online. Oder falls eine/-r vorher noch telefonisch etwas nachfragen möchte: Tel. 0341 – 213 00 30. Wer an einem Rechner ohne eigenes Mikrofon und Kamera sitzt, kann trotzdem alles sehen und hören… und kann per Chatfunktion (geht von alleine auf) die eigenen Fragen oder Infos mit in die Runde geben.

    Und wir sind gebeten worden, auf eine Aktion zum „Gedenken an die verstorbenen Kinder“ am 13.12.2020 hinzuweisen, für die sonst immer Flyer in der Frauenkultur auslagen… was wir hiermit gerne tun. Weitere Informationen unter: www.veid.de/hinweise-fuer-trauernde/weltgedenktag/

    Do., 10. 12. 2020 | 19.00 Uhr

    VORTRAG: Das Recht auf Abtreibung in Zeiten eines antifeministischen „Backlash“

    KATHARINA GÖPFARTH, Leipzig

    In den USA und einigen europäischen Ländern beobachten wir seit einiger Zeit konservativ forcierte Bestrebungen, emanzipatorische Rechte zu beschränken. Besonders ernstzunehmende Auswirkungen hat dieser „Backlash“ auf den Bereich des Schwangerschaftsabbruchsrechts.
    In den USA könnte mit dem Tod von Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Supreme Court-Nominierung von Amy Coney Barrett – einer bekennenden Abtreibungsgegnerin – nun der feministische Albtraum wahr werden.

    Beobachter/-innen warnen schon seit längerem: Die Grundsatzentscheidung Roe v. Wade aus dem Jahr 1973, in der das Recht auf Abtreibung zu einer fundamentalen Freiheit erklärt wurde, könnte verworfen werden. Für den Fall, dass der Senat der Ernennung von Barrett zustimmt, wird eine 6:3 Mehrheit für dieses Vorhaben am Obersten Gerichtshof prognostiziert.

    Doch auch in Europa gibt es sehr bedenkliche Entwicklungen. In Polen wurde während der Corona-Krise ein Gesetzentwurf, nach dem Abtreibung komplett verboten wäre, in der ersten parlamentarischen Lesung angenommen. Besorgniserregend erscheint zudem das 2013 gegründete ultrakonservative Lobby-Netzwerk „Agenda Europe“.

    Laut deren Manifest hat sich „der sexuelle Akt von seinem primären Zweck“ getrennt – der Fortpflanzung. Ziel dieses Netzwerkes ist es, in den Bereichen Ehe und Familie sowie dem Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, emanzipatorische Gesetze zu blockieren. Einige Erfolge konnten sie hierbei bereits erzielen. KATHARINA GÖPFARTH wird diese Entwicklungen aus historischer und rechtsvergleichender Perspektive beleuchten.

    Sa., 12. 12. 2020 | 15.00 Uhr

    VORTRAG: Die Hexenprozesse von Salem

    MADELEINE APITZSCH

    Leipzig M.A. Germanistik und Mitglied des „Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig“

    In den 1620er Jahren gründeten puritanische englische Siedler/-innen die Massachusetts Bay Colony – das Gebiet des heutigen US-Bundesstaats Massachusetts. Salem war eine der ersten Siedlungen, zu der auch das Dorf Salem Village, nahe der Stadt Salem, gehörte. Im Jahr 1692 häuften sich die Anklagen und Verurteilungen wegen Hexerei in Salem Village.

    Auslöser war das Verhalten der Mädchen Elisabeth Parris und Abigail Williams, welche an Krampfanfällen litten und zeitweise in tranceähnliche Zustände verfielen. Da kein organisches Leiden festgestellt werden konnte, mussten die Mädchen laut ärztlicher Diagnose „verhext“ worden sein. Daraufhin kam es zu gegenseitigen Denunziationen innerhalb der Gemeinde.

    Es fanden fortan Hexenprozesse statt, die zahlreiche Hinrichtungen zur Folge hatten. Nach dem teilweisen Zusammenbruch dörflich existentieller Lebensnotwendigkeiten (nichteingebrachte Ernte, unterbliebene notwendige Arbeiten…) und mit dem Eingreifen des Gouverneurs William Phips wurden die Hexenprozesse von Salem 1693 beendet.

    Vielfach rezipiert in Literatur, Film und Musik ist Salem ein Synonym für „Hexerei“ und „Hexenverfolgung“ wie kein anderer Ort. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass Salem bis heute mit „witchcraft“ assoziiert wird… und inwiefern historische Ereignisse, neuere künstlerische Rezeptionen, aber auch moderne Marketingstrategien daran Anteil haben, sind Leitfragen des Vortrags.

    Leipziger Zeitung Nr. 85: Leben unter Corona-Bedingungen und die sehr philosophische Frage der Freiheit

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