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Linksfraktion beantragt Fortschreibung des Papierkorbkonzepts

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    Wenn es um Papierkörbe geht, schneidet Leipzig im Vergleich mit anderen Großstädten schlecht ab. Gerade mal um die 3500 öffentliche Mülleimer gibt es im ganzen Stadtgebiet. Da jedoch die Bereitstellung von ausreichend Entsorgungsmöglichkeiten ein wichtiger Baustein im Kampf für die Sauberkeit der Stadt ist, hat die Fraktion Die Linke im Leipziger Stadtrat eine Fortschreibung des auslaufenden Papierkorbkonzeptes beantragt.

    Dabei soll eine Bedarfsanalyse in den einzelnen Quartieren vorgenommen werden, um die Aufstellung neuer Papierkörbe priorisieren zu können. Mittels Bürgerbeteiligung wollen wir herausfinden, wo den Bürger*innen Mülleimer besonders wichtig sind, um diese Standorte in das Konzept einfließen lassen zu können.

    Dazu erklärt Michael Neuhaus, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Leipziger Stadtrat: „Ob Mülleimer zur Verfügung stehen, hat wenig Einfluss darauf, ob Müll anfällt oder nicht. Es hat aber einen großen Einfluss darauf, ob dieser Müll auf der Straße oder in den Parks, oder eben doch in einem Mülleimer landet. Niemand hat Lust, seinen Abfall zwischen zwei Terminen durch die halbe Stadt spazieren zu tragen. Mit der Fortschreibung des Papierkorbkonzeptes wollen wir eine Zielmarke mit jährlichen Umsetzungszielen festschreiben, damit Leipzig nicht mehr länger Schlusslicht bei der Anzahl der Papierkörbe bleibt.

    Genauso wichtig wie öffentliche Entsorgungsstrukturen ist allerdings die Abfallvermeidung, -reduktion und Wiederverwertung. Die Aufstellung von Papierkörben bekämpft lediglich die Symptome einer Gesellschaft, die droht im Müll zu ertrinken. Problematisch ist dabei das Abfallwirtschaftsgesetz, das besagt, dass die privaten Müllentsorgungsunternehmen nur für den wohnortnahen Müll verantwortlich sind – nicht also für städtische Papierkörbe.

    Obwohl man beim Kauf einer jeden Verpackung automatisch Geld für die Entsorgung durch die privaten Unternehmen bezahlt, muss die Stadt am Ende für die Entsorgung des Mülls aus städtischen Papierkörben allein aufkommen, während die Unternehmen die Kohle behalten. Die Stadt – das sind am Ende wir alle.“

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    1 KOMMENTAR

    1. *grins* Bei diesem Melder sollte es bei der Leipziger Stadtreinigung jemandem in den Ohren klingeln (vielmehr: in den Augen kurz flimmern oder sowas). Mit stolzer Brust wurde mir die Zahl „3500“ präsentiert…

      Im Lene-Voigt-Park scheint die Stadtreinigung auch nur einmal die Woche kurz vorbeizukommen. Ich bin täglich dort (Austritt aus dem Home-Office). Ab Freitag sind die Mülleimer definitiv voll, am Montag kenne ich die Abfallteile schon mit Vornamen. Auf die naheliegende Idee, in so einem sehr beliebten Park einfach mal montags zu leeren und vielleicht am Freitag nochmal, kommt die Stadtreinigung Leipzig ja nicht.

      Und der BUND hat es in der Tat fertiggebracht, laminierte(!) Aushänge an die Mülleimer zu heften (nicht einmal besonders gut) mit der Bitte, den Müll nach Hause zu tragen, wenn voll usw. Klar, dann braucht man auch gar keine Mülleimer mehr, denn man kann „immer“ alles nach Hause tragen.

      In Berlin steht gefühlt alle 50 Meter, eher dichter, ein Mülleimer.

      Berlin ist sauberer als Leipzig. Denkt man hier gar nicht.

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