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Wohl erst mal keine weiteren Papierkörbe am Wildpark

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    Die Stadt Leipzig wächst. Und damit wächst irgendwie auch der Anteil der Menschen, die ihren Müll einfach in die Landschaft schmeißen, egal, ob an Straßenbahnhaltestellen, in Parks oder im Wald. Schon in der Vergangenheit hat die Stadt deshalb die Zahl der Papierkörbe deutlich erhöht. Aber irgendwann ist mal gut, meint jetzt der Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig und lehnt einen Linke-Antrag ab.

    Die Linksfraktion hatte sich gewünscht: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt, sowohl am Haupteingang des Wildparks als auch in den Eingängen zum Auwald in Richtung Wildpark in der Teichstraße, Fockestraße und Richard-Lehmann-Straße Papierkörbe anzubringen, die regelmäßig durch die Stadtreinigung geleert werden.“

    Augenscheinlich gibt es da in Connewitz eine Menge Leute, die unbedingt nach Verlassen des Waldes ihre Abfälle wegschmeißen müssen. Und die sich wundern, dass nach Verlassen des Wildparks nicht überall Papierkörbe am Wegrand stehen.

    Jedenfalls interpretierte das die Linksfraktion so: „Der Wildpark ist eines der attraktivsten Naherholungsgebiete der Stadt Leipzig. Wöchentlich strömen hunderte Besucher/-innen in den breitgezogenen südlichen Teil des Auwaldes. An den stark genutzten zuführenden Ein- bzw. Ausgängen befinden sich keine Abfallbehälter, was für ein- und austretende Besucher/-innen ein Problem darstellt. Im Sinne der Vermüllungsvermeidung sollen an den benannten Eingängen und zuführenden Wegen Papierkörbe aufgestellt werden. Insbesondere im Bereich Teichstraße kommt eine hohe Belastung mit Hundekotbeuteln hinzu, für die es an Entsorgungsmöglichkeiten fehlt.“

    Aber das ist dann wohl doch zu viel Wohlstandsdenken, meint die Stadtreinigung Leipzig, die ja diese Papierkörbe aufstellen und regelmäßig entleeren müsste.

    „Der Antrag kann ohne die Bereitstellung der dafür erforderlichen Finanzmittel nicht realisiert werden“, stellt der städtische Eigenbetrieb dazu fest. „Ausgehend von den benannten vier Standorten und der notwendigen Bewirtschaftung derselben, wären diese mit jeweils zwei Papierkörben vom Typ ,P 20‘ (50 Liter) ausstattbar. Der einmalige Investitionsbetrag für diese acht Papierkörbe liegt derzeit bei insgesamt 7.200,00 Euro. Für die laufende Bewirtschaftung (Leerung, Wartung etc.) der zusätzlichen Papierkörbe beträgt der aktuelle Mehraufwand derzeit jährlich 3.500,00 Euro.

    Eine Berücksichtigung des Antragsbegehrens im Rahmen des Papierkorbkonzeptes (VI-DS-01102) ist ohne zusätzliche städtische Finanzierung nicht möglich. Die für die Realisierung des Papierkorbkonzeptes bereitgestellten Mittel sind planmäßig verwendet worden. Dadurch ist die Anzahl der Papierkörbe auf aktuell 3.560 erhöht worden. Damit steht in Leipzig rund 25 % größeres Volumen an Papierkörben als in 2017 zur Verfügung.

    Insbesondere an den Haltestellen des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs sind ca. 500 Papierkörbe aufgestellt worden. Unter Berücksichtigung der erforderlichen Touren liegt die jährliche Gesamtleerungszahl der Papierkörbe bei nunmehr rund 825.000. Ohne die zusätzliche Bereitstellung vorgenannter finanzieller Mittel kann keine Einbindung des Antragsanliegens in das Papierkorbkonzept erfolgen.“

    Müll macht nun einmal Arbeit, die irgendwie bezahlt werden muss. Er verschwindet eben nicht, wenn ihn jemand gedankenlos einfach wegschmeißt.

    Aber warum das immer die Allgemeinheit bezahlen soll, wird so langsam wirklich zu einer Frage, die nach einer Antwort sucht.

    Der Stadtrat tagt: 500 Papierkörbe für Leipzig + Video

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