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Geheimnis um Leipziger Auwaldart gelüftet

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    Am heutigen 16. April, dem Tag des Leipziger Auwaldes, hat Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal die jährliche Leipziger Auwaldart gekürt: die Gewöhnliche Esche. Rosenthal lüftete das Geheimnis coronabedingt nicht wie bislang vor Publikum, sondern in einem Video.

    „Mit der Wahl der diesjährigen Leipziger Auwaldart möchte ich das Augenmerk auch auf die aktuelle Situation des Auwaldes lenken“, sagt Heiko Rosenthal. „Durch Hitze und Trockenheit der vergangenen Jahre ist das Schutzgebiet mittlerweile sehr gestresst. Eschentriebsterben und die Rußrindenkrankheit haben ihm zugesetzt. Deshalb arbeiten wir mit Projekten, wie ,Lebendige Luppe‘ oder ,Paußnitzflutung‘, intensiv an der Auenkonzeption und der Wiedervernässung des Auwaldes. In diesem Jahr wollen wir eine Auwaldart küren, die stellvertretend für den gestressten Auwald steht.“

    Die Gewöhnliche Esche, die 40 Prozent des Auwaldbestandes ausmacht, ist besonders stark vom Eschentriebsterben betroffen. „Die seit etwa zehn Jahren alljährlich wiederkehrende Infektion im Leipziger Auwald führt dazu, dass der Baum immer mehr geschwächt wird, was wiederum andere Schädlinge oder Organismen fördert, die den Baum weiter befallen“, sagt Rolf Engelmann vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung. Insbesondere der starke Befall mit Borkenkäfern macht der Esche zu schaffen. Viele Bäume sterben momentan im Stadtgebiet.

    Mathias Scholz vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung betont: „Wir müssen daher möglichst schnell mit den Revitalisierungsmaßnahmen, die im Kontext Lebendige Luppe und darüber hinaus in der Diskussion sind, beginnen.“

    Der Tag des Leipziger Auwaldes ist seit 1995 ein fester Termin, um Leipziger Naturinteressierten eine besondere Tier-, Pflanzen- oder Pilzart zu präsentieren, die im Auwald beheimatet ist. Im Rahmen der Leipziger Naturschutzwoche vom 13. bis 19. September sind Exkursionen zur Leipziger Auwaldpflanze geplant. Das Programm, weitere Informationen sowie ein Video gibt es demnächst auf www.leipzig.de/uiz oder auf Nachfrage per E-Mail an uiz@leipzig.de.

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