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Kultusministerium legt Plan zur Bewältigung von Lerndefizite vor

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    Quarantänemaßnahmen, immer wiederkehrende und monatelange Phasen der Schulschließungen – das alles ist nicht ohne Folgen für Kinder und Jugendliche geblieben. „Kein noch so guter Distanzunterricht kann Präsenzunterricht ersetzen. Schulschließungen belasten die Schülerinnen und Schüler nicht nur psychisch, sondern haben auch zu Wissens- und Kompetenzdefiziten geführt.“

    „Dafür sind die Schüler jedoch nicht verantwortlich. Aber sie sind Leidtragende der Pandemie. Es ist unser aller Aufgabe, den Kinder und Jugendlichen in ihren seelischen Nöten beizustehen und zu helfen. Wir müssen ebenso dafür sorgen, die Wissens- und Kompetenzlücken zu schließen, ohne die Schüler mit zusätzlichen Aufgaben zu belasten“, so Kultusminister Christian Piwarz.

    Dafür hat das Kultusministerium nun einen Plan vorgelegt. Es ist ein Dreiklang an Maßnahmen: Lerndefizite feststellen, Schwerpunkte setzen und dafür Freiräume in den Lehrplänen schaffen, damit Versäumtes nachgeholt werden kann. Der Plan ist zuvor mit Schulleitern, Lehrerverbänden, dem Landeselternrat und dem Landesschülerrat diskutiert worden.

    Kompetenzdefizite feststellen und abbauen

    Schülerinnen und Schüler haben die häusliche Lernzeit sehr unterschiedlich bewältigt. Die Heterogenität in der Kompetenzentwicklung und im Wissenserwerb hat erheblich zugenommen. Wie groß die Wissens- und Kompetenzlücken sind, das soll auch im nächsten Schuljahr durch Lernstandserhebungen ermittelt werden. Eine pädagogische Diagnostik mit Testaufgaben soll helfen, die Lernausgangslagen der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, um dann passende Unterrichtsangebote zu unterbreiten.

    Dafür bekommen die Lehrerinnen und Lehrer im Juli 2021 umfangreiche pädagogische Angebote für das nächste Schuljahr 2021/2022 zur Verfügung gestellt. Die Lehrkräfte entscheiden selbst, wie sie die Aufgaben zur Bestimmung der Lernausgangslagen einsetzen. Die Aufgaben können sowohl zu Beginn des Schuljahres oder im weiteren Verlauf eingesetzt werden. Besonderes Augenmerk bei den Lernstandserhebungen soll auf die Übergänge im Bildungssystem gerichtet werden.

    Schwerpunkte setzen

    Durch die lange Zeit der Schulschließungen können nicht alle verpflichtenden Lernbereiche im Unterricht dieses Schuljahres behandelt werden. Deshalb hat das Ministerium für alle Schularten, Klassenstufen und Fächer eine Orientierung erarbeiten lassen, was in diesem Schuljahr behandelt sein sollte. Damit werden einheitliche Anknüpfungspunkte für das kommende Schuljahr geschaffen.

    Nicht vermittelte Lernbereiche können in reduzierter Form im nächsten Schuljahr 2021/2022 nachgeholt werden. Dafür wird die Kultusverwaltung den Schulen im Juli 2021 Vorschläge unterbreiten, die mit weiteren Lehrplananpassungen verbunden sind.

    Lehrpläne anpassen und damit Freiräume schaffen

    Lehrpläne geben verpflichtende Lernbereiche für rund zwei Drittel der Unterrichtszeit eines Schuljahres vor. Damit besitzen die Lehrpläne relativ große Freiräume. Um zusätzlich die versäumten, aber notwendigen Lehrplaninhalte im nächsten Schuljahr nachholen zu können, benötigen Lehrkräfte mehr Flexibilität bei der Umsetzung der Lehrpläne. Deshalb werden die Lehrpläne angepasst und bestimmte Inhalte gestrichen oder anders gewichtet.

    Anpassungen werden für alle Fächer und alle Klassenstufen und Schularten vorgenommen. Kein Fach soll jedoch komplett wegfallen. Ebenso wird es an den weiterführenden Schulen auch keine Schwerpunktsetzungen geben, sich nur auf bestimmte Unterrichtsfächer zu konzentrieren. Die angepassten Lehrpläne werden im Juli 2021 und damit deutlich vor dem neuen Schuljahresbeginn veröffentlicht.

    Weitere Informationen gibt es im Blog des Ministeriums (www.bildung.sachsen.de/blog) .

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