Gestern Abend haben IG Metall und der Berlin-Brandenburger Arbeitgeberverband VME am Ende der Verhandlung beschlossen, die Verhandlungen am 27. April fortzusetzen. Die IG Metall hat in der Verhandlung erneut betont, dass eine Übernahme des Pilotabschlusses aus NRW nicht ohne die regionale Forderung nach dem Tariflichen Angleichungsgeld möglich sei.

„Wir haben die Arbeitgeber nochmals eindringlich aufgefordert, gemeinsam den Weg hin zu einer schrittweisen Angleichung der Arbeitsbedingungen zu ebnen“, betonte Birgit Dietze, IG Metall Bezirksleiterin Berlin-Brandenburg-Sachsen.

„Jeden Tag erreichen uns zahlreiche Solidaritäts-Erklärungen aus der ganzen Republik, von Betriebsräten und Gesamtbetriebsräten, Vertrauensleuten, aber auch aus Politik und Gesellschaft. Allein aus Betrieben waren es gestern Mittag mehr als 2.100 Soli-Erklärungen von Gremien. Das Thema glüht den Menschen in Ostdeutschland im Herzen. Die Empörung und Wut über den gerichtlichen Angriff auf das Streikrecht vom sächsischen Arbeitgeberverband ist groß und bricht sich in den Warnstreiks gerade Bahn. Wir fordern die Arbeitgeber auf: Lassen Sie uns gemeinsam einen ersten Schritt machen!“

Und weiter: „Wir verweigern nicht die Übernahme des Pilotabschlusses und wir erwarten nicht, dass wir 8,5 Prozent sofort mehr bekommen. Aber wir fordern Bewegung hin zu einer Lösung, auf dem Weg zu einer Gleichbehandlung aller Beschäftigten in Ost und West. In anderen Branchen ist das auch gelungen.“

Die IG Metall hat am Ende der gestrigen Verhandlung betont, dass die Warnstreiks weitergeführt werden. Heute sind in Sachsen und Brandenburg mehr als 14.000 Menschen im Warnstreik. Damit liegen wir in nur vier Warnstreiktagen bei rund 27.000 Beschäftigten, die sich direkt an Warnstreiks beteiligen. Am Montag findet in Berlin auf der Oberbaumbrücke eine Solidaritätsaktion mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) statt.

Auf www.igmetall-bbs.de finden Sie aktuelle Informationen und Videos.

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