Die Ergebnisse der Online-Befragung im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) vom Dezember 2020 bis Februar 2021 liegen vor und wurden in einer Broschüre zusammengefasst. Demnach fühlen sich 92 % der Markranstädter wohl in Markranstädt. Und 88 % der Teilnehmer würden ihrer besten Freundin bzw. ihrem besten Freund empfehlen, nach Markranstädt zu ziehen.

„Das ist ein überragendes Ergebnis, über das ich mich sehr freue.“, erklärt Bürgermeisterin Nadine Stitterich, „Es zeigt, dass wir mit unserer Politik auf einem guten Weg sind. Selbstverständlich liefert die Umfrage auch viele Handlungsfelder, die noch zu verbessern sind, so das Thema Verkehrsbelastung, Ordnung und Sauberkeit. Auch unsere soziale Infrastruktur muss an die stetig wachsenden Bedürfnisse angepasst werden.“

Unter anderem wurden dabei folgende Aussagen getroffen bzw. aus den Fragen abgeleitet: Die Verkehrsbelastung wird von den Markranstädter Bürgern als hoch eingeschätzt. Die Erreichbarkeit der Ortschaften ist nur eingeschränkt gegeben. Die Entwicklung alternativer Mobilitätsangebote wird als zukünftiges Handlungsfeld von den Markranstädtern formuliert. Der Ausbau der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur in Markranstädt wird von vielen Bürgern gewünscht.

Was finden Markranstädter an Ihrer Stadt so liebenswert? Gefragt nach spontanen Assoziationen fallen Markranstädter Bürgern vor allem der Kulkwitzer See sowie die Begriffe Heimat, Sportstadt und Kleinstadtflair ein. Kaum verwunderlich ist deshalb, dass für die Naherholung sowohl der Kulkwitzer See, der Pappelwald als auch die wohnortnahe Umgebung in den Ortsteilen beliebte Ausflugsziele sind.

Für Ausflüge mit dem Fahrrad nutzen die Markranstädter nur teilweise übergeordnete Radwege. Personen, die diese fahren, sind jedoch weitestgehend zufrieden damit. Handlungsbedarf besteht vor allem für Radwege zwischen den Ortschaften und auf Wegeabschnitten zu übergeordneten Radwegen. Der Naturschutz ist den Markranstädter Bürgern ebenfalls wichtig. Ein Drittel der Markranstäder ist in den letzten sechs Jahren zugezogen. Gründe für den Umzug waren u. a. die Nähe zu Leipzig, die zentrale Lage sowie die Möglichkeiten zur Eigentumsbildung.

Das Sportangebot in Markranstädt wird grundsätzlich positiv bewertet. Handlungsbedarf wird u. a. hinsichtlich weiterer Raumangebote und des Stadtbades formuliert. Die Wahrnehmbarkeit des kulturellen Angebots sollte aus Sicht vieler Markranstädter verbessert werden, z. B. durch Vernetzung der Vereine, Zusammenarbeit der Veranstalter und eine verstärkte Nutzung Sozialer Medien.

Markranstädt ist vor allem durch sein Nahversorgungsangebot (Waren des kurzfristigen Bedarfs) gekennzeichnet. Die Ortschaften haben keine nennenswerte Bedeutung für die Nahversorgung. Waren des mittelfristigen Bedarfs primär online, in Leipzig und im Einkaufszentrum NOVA EVENTIS gekauft.

Auch wenn das generelle Angebot an Treffpunkten und Plätzen für alle Generationen von den Markranstädtern überwiegend positiv bewertet wird, so gibt es doch Kritik am Angebot von Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche und Kinder. Die medizinische Versorgung mit ausgewählten Fachärzten und Pflegeeinrichtungen wird von einem Viertel der Markranstädter als unbefriedigend bewertet. Das Thema Klimaschutz ist für die Markranstädter auch zukünftig wichtig und sollte weiterverfolgt werden.

Die Ergebnisse der Online-Befragung liefern noch viele weitere interessante Details. Wer sich umfänglicher informieren möchte, findet die gesamte Broschüre online auf www.markranstaedt.de, dann Stadt und Verwaltung und weiter zu Stadtentwicklung/Stadtmarketing.

Die Online-Bürgerumfrage fand im Rahmen der Fortschreibung des INSEK Markranstädt statt. Ziel der Befragung war es, ein Meinungsbild zu ausgewählten Themen der Stadtentwicklung in Markranstädt kennenzulernen und Hinweise für zukünftige Maßnahmen zu erhalten.  Die Ergebnisse der Befragung fließen als wichtiger Ausgangspunkt in die Fortschreibung des INSEK Markranstädt ein. Die Befragung fand vom 19. Dezember 2020 bis zum 28. Februar 2021 statt und stand allen Markranstädter Bürgern offen. An der Befragung nahmen insgesamt 371 Markranstädter teil.

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