Die Tarifverhandlungen über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die rund 40.000 Beschäftigten des sächsischen Groß- und Außenhandels und genossenschaftlichen Großhandels werden morgen in der zweiten Runde fortgesetzt.

Zur letzten Verhandlung am 17. Mai 2021 kamen die Arbeitgeber mit leeren Händen. Obwohl sie seit acht Wochen die ver.di-Forderungen kennen, legten sie kein Angebot vor. Dies stieß bei den Beschäftigten auf massive Kritik und führte zu ersten Arbeitskampfmaßnahmen. So legten die Beschäftigten beim Rewe-Lager in Nossen am 19. Mai 2021 und beim Netto-Lager in Thiendorf am 18. Juni 2021 ihre Arbeit nieder.

ver.di-Verhandlungsführerin Sylke Hustan fordert die Arbeitgeber auf, endlich ein Angebot vorzulegen: „Das ist auch eine Frage des Respekts gegenüber den Großhandelsbeschäftigten, die noch im letzten Jahr als „Corona-Held/-innen“ beklatscht wurden, die mit ihrem alltäglichen Einsatz wesentlich dazu beigetragen haben, unsere Gesellschaft am Laufen zu halten. Jetzt warten sie im zweiten Monat auf die dringend nötigen Tariferhöhungen. Wir hören aus den Betrieben, dass die Kolleginnen und Kollegen sehr enttäuscht und empört sind.
Wenn morgen von den Arbeitgebern kein akzeptables Angebot kommt, werden die Arbeitskampfmaßnahmen in den Betrieben fortgesetzt.“

Die Forderungen der ver.di-Tarifkommission:

– Anhebung aller Löhne und Gehälter um 1 € je Arbeitsstunde
– Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 70 € im Monat
– Einen Sachsenzuschlag
– Die Laufzeit soll 12 Monate betragen (1.5.2021-30.4.2022)
– Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge gemeinsam mit den Arbeitgebern

Die Verhandlungen beginnen am 22. Juni 2021 um 11 Uhr im Dresdner Dorint-Hotel, Grunaer Straße 14, statt.

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