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Blühende Wiese für Insekten: Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz engagiert sich für den Arten- und Umweltschutz

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    Naturnahe Wiesen mit hohem Gras und einer Vielfalt an Blumen sind vielerorts verschwunden. Sie bilden jedoch die Lebensgrundlage für Schmetterlinge, Insekten und Vögel. Deshalb engagiert sich das Sächsische Krankenhaus (SKH) Altscherbitz seit diesem Jahr mit einer neu angelegten Schmetterlingswiese für den Umwelt- und Artenschutz.

    Das SKH Altscherbitz hat sich am sächsischen Umweltprojekt „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ orientiert, um durch eine geänderte Bewirtschaftung einer Wiese auf dem Krankenhausgelände die Pflanzenvielfalt zu erhalten sowie zu fördern und um Schmetterlingen bzw. anderen Insekten einen Lebensraum zu schaffen.

    Die neue Schmetterlingswiese des Krankenhauses mit dem Namen „Insektenparadies“ bietet durch die geänderte Bewirtschaftung kleine Puppenstuben. Gemeint sind Ablagestellen, auf denen aus Puppen Schmetterlinge schlüpfen. „Die Grünfläche wird seltener gemäht und Teilflächen werden dabei ganz ausgelassen. So kann der Entwicklungsprozess für Schmetterlinge von der Eiablage über die Raupen-  und Puppenbildung bis hin zum Falter abgeschlossen werden“, erklärt Dr. med. Ingrid Sebastian das Prinzip.

    Die Oberärztin am SKH hat sich für das Projekt stark gemacht und wurde dabei von der Krankenhausleitung unterstützt. Vom Naturschutzbund Sachsen e. V. hat sie sich hierzu ausführlich beraten lassen und mit den Ansprechpartnern zur angedachten Fläche und deren Pflege abgestimmt.

    „Wichtig ist beispielsweise, die passende Auswahl an Pflanzen zu treffen. Einige Wildpflanzen werden von den Schmetterlingen besonders bevorzugt. So ist die Große Brennnessel eine wichtige Nahrungsquelle für die Schmetterlingsraupen“, sagt Ingrid Sebastian weiter. Die Umsetzung erfolgt durch die Mitarbeiter der hauseigenen Gärtnerei.

    Die Anlage der etwa 200 Quadratmeter großen Schmetterlingswiese wurde Anfang dieses Jahres realisiert. „Wir setzen das spezielle Pflegekonzept schrittweise auf den verschiedenen Bereichen der Wiese um, zunächst im vorderen Teil. Hier erfolgt nur einmal im Jahr eine Mahd, damit die schon zahlreich vorhandenen Wiesenkräuter aufwachsen können. Der restliche Bereich wird noch etwas umfassender gemäht, bleibt aber auch höher, damit die Wiesenkräuter erhalten bleiben“, so Ingrid Sebastian zum Vorgehen.

    Auch sind Strukturanreicherungen auf der Wiese mit anfallenden Materialien wie Totholz oder Stein sowie durch den Verbleib abgestorbener Bäume angedacht. So wird mehr Raum für verschiedene Insekten zur Brut und als Lebensraum geschaffen.

    Angestrebt wird, das Konzept auf die gesamte Fläche der Wiese auszuweiten, wobei immer ein Teilbereich von der Mahd ausgenommen werden soll, um Reproduktionsaspekte zu berücksichtigen. Dabei wird eine insektenschonende Mähtechnik angewandt, wodurch trockene Stängel und auch abgeblühte Pflanzenteile stehen bleiben. Im Randbereich gibt es einen schmalen gemähten Streifen, der verdeutlichen soll, dass die Wiese weiter gepflegt wird, zudem wird hier ein Schild künftig über die Schmetterlingswiese informieren.

    „Die Anlage einer Schmetterlingswiese braucht einige Jahre Geduld. Wichtig sind die richtige Pflege und auch die Beräumung des Mahdgutes. Damit wird verhindert, dass zu viele Nährstoffe in den Boden geraten, was dazu führen würde, dass im Lauf der Zeit Gräser dominieren und Kräuterarten abnehmen“, erzählt Ingrid Sebastian weiter.

    Gepflanzt werden auch Sträucher mit ökologischem Mehrwert, um eine weitere Nahrungsquelle für Vögel und Insekten zu schaffen. Mit einigen heimischen Staudenpflanzen wird zudem ein durchgängiges Trachtfließband für bestäubende Insekten gewährleistet als weitere Nahrungsquelle für Vögel.
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    Das SKH Altscherbitz engagiert sich bereits seit vielen Jahren für den Klima- und Naturschutz und ist bestrebt, ökologische Aspekte bei den Baumaßnahmen und bei der Betreibung des Krankenhauses zu berücksichtigen. So wurden beispielsweise Nisthilfen im gesamten Park installiert. Auf dem Krankenhausgelände befinden sich 751 Bäume. Das SKH beteiligt sich an der NABU-Aktion Lebensraum Kirchturm.

    So wurden ein Nistkasten und eine Webkamera für Falken im Kirchturm der Krankenhauskirche installiert. Auf dem Dach des Neubaus der Tagesklinik in Markranstädt wurde zudem ein grünes Dach als ökologische wertvolle Maßnahme angelegt. Mit der Schmetterlingswiese hat das Krankenhaus nun in diesem Jahr ein weiteres Umweltprojekt gestartet.

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