Der Naturerlebnispfad „Guttauer Teiche und Olbasee“ im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wird seit 2019 grundlegend erneuert und weiterentwickelt. Ein Fokus der aktuellen Arbeiten liegt auf der Barrierefreiheit. Zudem sind die kreativen Ideen eines Ferienprojektes mit Kindern und eines Workshops mit Warthaer Dorfbewohnerinnen und -bewohnern zur sorbischen Dorfgeschichte bei der Gestaltung einiger Stationen eingeflossen.

Für das Vorhaben werden rund 300.000 Euro zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um sichergestellte Gelder der Partei- und Massenorganisation der DDR (PMO-Vermögen).

Anlässlich seines Besuchs betonte Sachsens Umweltminister Wolfram Günther: „Der Naturerlebnispfad ist seit rund 25 Jahren ein Besuchermagnet. Das zeigt: Es gibt ein breites Bedürfnis, Natur zu erleben und zu verstehen. Der Pfad legt eine Grundlage für ökologisches Verständnis. Naturerleben ist eine wichtige Zutat, um Natur zu schützen. Gerade angesichts des Rückgangs der Artenvielfalt und der Bedrohung von Lebensräumen ist es mir besonders wichtig, viele regionale Angebote zu haben, die uns Natur nahebringen. Außerdem freut mich, dass das Vermögen der DDR-Parteien und -Organisationen auch hier sehr sinnvollen Zwecken zugute kommt.“

Der Erlebnispfad wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder in Teilen erneuert und überarbeitet. Allerdings machte der Zustand der Tafeln, Aufsteller und Wege 2019 beginnend eine grundlegende Erneuerung des Naturerlebnispfades notwendig.

Dafür wurde 2020 ein neues Konzept durch das Ingenieurbüro Natur und Bildung Dresden erstellt, das sich vor allem auf die organische Weiterentwicklung bezieht. Eine Prämisse des Umbaus ist es also, möglichst viel Bestehendes zu bewahren. Des Weiteren wird bei der Erneuerung die Barrierefreiheit in den Fokus gestellt. Neu wird die thematische Ausrichtung der vier Wegerouten. So gibt es eine Route zur Karpfenteichwirtschaft mit der Sympathiefigur „Fischer Klaus“, eine Entdeckerroute mit der Biologin „Martha“, eine sorbische Sagenroute und eine barrierefreie Sinnesrunde unmittelbar auf dem Hofgelände des Biosphärenreservats Zentrum am Haus der Tausend Teiche.

„Perspektivisch soll der Lehrpfad in den Daubaner Wald führen. Diese Flächen der DBU Naturerbe sind Flächen des Nationalen Naturerbes und sollen zukünftig „Wildnis“ erlebbar machen“, so Minister Günther zu weiteren Konzepten.

Im Zuge der Neugestaltung warten heute schon neue Holzbauelemente entlang des Naturerlebnispfades auf zahlreiche Besucher. Eine Holzbank mit Wassermannskultur, eine große Libelle, erneuerte Sitzgruppen und Tafelaufsteller bieten neue Bildungs- und Erlebnismöglichkeiten.

Weitere Holzbauarbeiten sind in den nächsten Monaten vorgesehen. Nach und nach werden dann auch die Tafelaufsteller mit neuen Inhalten gefüllt. Für den Herbst und Winter sind noch Arbeiten an den Wegen vorgesehen, sodass diese in Teilen auch barrierefrei gestaltet werden.

Bis zur voraussichtlichen Fertigstellung im Sommer 2022 bittet die Biosphärenreservatverwaltung weiterhin um Verständnis für Einschränkungen in der Funktionstüchtigkeit des Naturerlebnispfades.

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