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Freistaat unterstützte Unternehmen seit 2014 mit rund 88 Millionen Euro aus der ESF-Technologieförderung

Von Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
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    Seit 2014 hat Sachsen für Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) und Forschungseinrichtungen im Rahmen der Technologieförderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) Zuschüsse in Höhe von 88,3 Millionen Euro bewilligt. Dies entspricht fast 1.000 Förderbescheiden für innovative Projekte und über 800 neu geschaffenen Stellen in sächsischen Unternehmen.

    In diesen Tagen versendet die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB) die letzten Förderbescheide für Projekte im Rahmen der Förderperiode 2014 bis 2020.

    Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Der Ideenreichtum unserer sächsischen Unternehmen ist beeindruckend! Das Spektrum der geförderten Projekte reicht von Medikamentensicherheit über besonders leistungsstarke Laser bis hin zu multifunktionalen Rasenmähern und vielem mehr. Die Breite der Innovationen zeigt: Jedes Unternehmen und jede Branche kann innovativ sein. Mit unserer branchen- und technologieoffenen Förderung haben wir die Chance, Innovationen auch dort zu unterstützen, wo wir sie zunächst nicht vermuten.“

    Beim Thema Forschung und Entwicklung (FuE) stehen KMU vor besonderen Herausforderungen. So gestaltet sich gerade die Gewinnung und Bindung von Fachkräften oft sehr schwierig. Zunehmende Angebotsknappheit am Fachkräftemarkt führt dabei insbesondere bei Unternehmen in den wissensintensiven und technologieorientierten Branchen zu Innovationsbarrieren. Mit der ESF-Technologieförderung unterstützt der Freistaat sächsische KMU bereits seit einigen Jahren bei der Gewinnung von hochqualifiziertem Personal. Sächsische Unternehmen stärken so ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre Innovationskraft.

    Minister Dulig weiter: „Es freut mich, dass die Förderung nicht nur die Gewinnung von hochqualifizierten Fachkräften ermöglicht, sondern auch den Austausch zwischen Unternehmen erhöht. Ein gutes Beispiel dafür sind die geförderten InnoManager und Transferassistenten, die sich aktiv in den sächsischen Innovationsnetzwerken einbringen. Die Fördermittel setzen einen wichtigen Anreiz für den Blick über den eigenen Tellerrand.“

    So profitierte beispielsweise das Unternehmen Xenon Automatisierungstechnik GmbH aus Dresden von der ESF-Technologieförderung. Die Firma stellte eine Innovationsassistentin ein, die eine Methode zur Prozessoptimierung entwickelte. Nun können im Unternehmen Arbeitsaufgaben effektiver bewältigt sowie Wissen und Erfahrungen erfolgreich weitergegeben werden.

    Das Beispiel des Reiseveranstalters Meissen-Tourist zeigt, dass die Fördermittel auch eingesetzt werden, gut ausgebildete Hochschulabsolventen für kleine Unternehmen zu gewinnen. Um die Abläufe und Transfers in seinem Reisebüro zu optimieren, stellte Geschäftsführer Lutz Thieme einen Logistikabsolventen als InnoManager ein, der durch das Projekt seine Fachkenntnisse aus dem Studium in der Praxis anwenden konnte.

    Durch die Einführung eines Controlling-Systems hat das Unternehmen seine betriebsinternen Abläufe verbessert, was zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit führte und sich positiv auf die Kundenzufriedenheit auswirkte. Dieses Beispiel beweist, dass beide Seiten von der Förderung profitieren: Junge Fachkräfte finden den Einstieg in den sächsischen Arbeitsmarkt und Unternehmen profitieren von neuen Impulsen.

    Auch klassisch sächsische Industriezweige wie der Bergbau profitieren von der ESF-Technologieförderung. Als Transferassistent an der TU Bergakademie Freiberg unterstützte Alexander Hesse den Wissenstransfer zwischen der Universität und der regionalen Wirtschaft. Im Verbund „EIT RawMaterials“ treibt er weiterhin die europaweite Vernetzung des sächsischen Bergbaus voran.

    Als größtes Konsortium im Rohstoffsektor ermöglicht das „EIT RawMaterials“ eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Mineralien-, Metall- und Materialsektors entlang der Wertschöpfungskette und fördert Innovation, Bildung und Unternehmertum. In mehreren Förderprojekten unterstützte der Transferassistent beispielsweise das Unternehmen Freiberg Instruments GmbH bei der Entwicklung einer Explorationstechnologie: Durch optimierte Sensorlösungen können seltene Erdelemente jetzt genauer identifiziert werden.

    Die hohe Nachfrage nach der ESF-Technologieförderung führte dazu, dass seit Anfang 2021 keine Anträge mehr gestellt werden konnten. Zusätzliche Mittel aus dem Krisenreaktionsfonds der EU (REACT-EU) ermöglichen nun jedoch eine Ausweitung der Personalförderung für KMU. Mit dem Ziel, die Krisenbewältigung sowie die grüne und digitale Transformation zu erleichtern, fördert das SMWA zukünftig das „Transformationsmanagement“ in KMU. Voraussichtlich ab Oktober können Anträge für die einjährige Förderung bei der SAB gestellt werden.

    Hintergrundinformationen:

    Die ESF-Technologieförderung 2014 bis 2020 besteht aus vier verschiedenen Förderinstrumenten:

    • Sächsische KMU werden mittels „InnoExperts“ bei der Entwicklung konkreter Produkte (Innovationsassistent) oder beim unternehmensinternen Innovationsmanagement (InnoManager) unterstützt. Die Förderung zielt auf die Einstellung von hochqualifiziertem Personal ab. In der Regel erhalten die Unternehmen einen Personalkostenzuschuss von 50 Prozent. Erfahrene Fachkräfte über 54 Jahre werden gesondert gefördert (Senior InnoExpert, Senior InnoManager).
    • Mit Transferassistenten wird der Wissenstransfer von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in sächsische KMU unterstützt. Transferassistenten knüpfen Kontakte zu verschiedenen Unternehmen, bilden Netzwerke und bereiten wissenschaftliche Erkenntnisse für die Nutzung in Unternehmen auf.
    • Die Zusammenarbeit von Unternehmen, Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rahmen der „InnoTeams“ soll neue Produkte oder technologische Verfahren mit Chancen für eine wirtschaftliche Verwertung hervorbringen. Kooperationsunerfahrene Unternehmen werden so an Partner aus der Wissenschaft herangeführt. Bereits kooperationserfahrenen Unternehmen wird eine Intensivierung der Zusammenarbeit ermöglicht. Zugleich steht der Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen zwischen dem beteiligten Personal aus Wissenschaft und Wirtschaft im Mittelpunkt. Die „InnoTeam“-Mitglieder entwickeln dabei ein gegenseitiges Verständnis für die spezifischen Zusammenhänge der jeweils anderen Seite und erlernen neue Arbeitstechniken und Methoden.
    • Die neue Unterstützung von „Transformationsmanagement“ im Rahmen von REACT-EU ist noch Bestandteil der Förderperiode 2014 bis 2020. Damit setzt das SMWA Impulse für den grünen und digitalen Wandel in sächsischen KMU und unterstützt die Krisenreaktion der Unternehmen. Mit einem Personalkostenzuschuss von bis zu 50 Prozent wird die Beschäftigung von hochqualifiziertem Personal in derartigen Projekten gefördert.

    Auch im Förderzeitraum 2021 bis 2027 plant Sachsen den Einsatz europäischer Strukturfondsmittel für die Gewinnung von FuE-Personal in kleinen und mittleren sächsischen Unternehmen.

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