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Sachsen entdecken – Artenreichtum im Park Wechselburg: Wo sich Schwarzspecht, Hohltaube und Spanische Flagge gute Nacht sagen

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    Der Schlosspark in Wechselburg (Kreis Mittelsachsen) besitzt neben seiner großen kulturhistorischen auch eine hohe Bedeutung für den Natur- und Artenschutz. Der Park, ein Garten, die angrenzende Muldenaue, Wälder und Kleinarchitekturen fügen sich harmonisch aneinander. Sie sind durch ein Wegesystem und Blickachsen miteinander verbunden.

    Dieses Mosaik von verschiedensten Lebensräumen auf einer relativ kleinen Fläche bildet die Grundlage für eine äußerst vielfältige Artenvielfalt.

    So ist der Park Wechselburg bekannt für seine große Insektenvielfalt. Hier leben die Spanische Flagge (ein Bärenfalter) und der Eremit (Ölkäfer). An der Mulde kann gelegentlich auch der geschützte Fischotter beobachtet werden. Acht Fledermausarten jagen im Schloßpark die Insekten. Und viele Vogelarten wie Schwarzspecht, Hohltaube, Neuntöter und die Gebirgsstelze finden hier ausreichend Nahrung und schreiten zur Brut. Die Gebirgsstelze (siehe Foto) brütet mit etwa drei Paaren direkt an der Mulde

    Die zahlreichen Insekten im Park sind die Nahrungsquelle für viele geschützte Tiere. Ebenso bestäuben sie viele Blüten. Die Insekten leben und entwickeln sich an Sträuchern, Bäumen und überwiegend auf den Wiesen. Oft unbemerkt durchlaufen sie die Stadien vom Ei, zur Raupe und Puppe. Sie leben an Halmen, Blättern oder auch in der Erde – und das zu jeder Jahreszeit.

    Insekten sind europaweit selten geworden. Ein Grund dafür ist unsere heutige praktizierte Wiesenpflege. Mit einer häufigen und oft vollständigen Mahd zu einem Zeitpunkt werden ihre Lebensräume zerstört und bis zu 50% aller Insekten auf der Wiese vernichtet. Durch eine Anpassung des Mahdregimes an die Lebensweise der Schmetterlinge können ihre Lebensräume und die Tiere selbst aber erhalten werden. Dies geschieht durch eine seltenere Mahd, das Belassen eines ungemähten Teils und die Verwendung schneidender statt rotierender Mähwerkzeuge.

    Mit dem Abriss eines alten Gebäudes im Park ist eine Fläche entstanden, die genutzt wurde, um eine buntblühende Schmetterlingswiese anzulegen. Diese wird nur teilweise und nach altbewährter Weise mit der Sense gemäht.

    Hintergrundinfos

    Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) leistet einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Insektenwelt mit der sachsenweiten Mitmachaktion „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“.

    Die LaNU stellt im Rahmen des Projekts auch kostenlos gebietseigenes zertifiziertes Saatgut für geeignete Blühflächen (Lage im Siedlungsbereich oder Ortrand) mit einer Größe zwischen 1.000 und 2.000 m²) zur Verfügung.

    Möchten auch Sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Insektenwelt leisten? Werden Sie Teil der der sachsenweiten Mitmachaktion.

    Die ausführlichen Teilnahmebedingungen und viele andere Informationen finden Sie unter www.schmetterlingswiesen.de

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