Das Kinderhospiz Bärenherz lädt am Samstag, 11. September 2021, von 11 bis 15 Uhr, zu einem Tag der Begegnung auf der Wiese neben dem Kinderhospiz ein. Nachdem der traditionelle Tag der offenen Tür 2020 ausfallen musste und es aufgrund der Corona-Situation auch in diesem Jahr nicht möglich ist, dass das Kinderhospiz seine Türen öffnet, wird es in diesem Jahr einen kleineren Tag der Begegnung geben.

Damit haben Interessierte sowie betroffene Familien die Möglichkeit, sich über die Arbeit von Bärenherz zu informieren und ins Gespräch zu kommen.

„Hausmesse“ und Outdoor-Flohmarkt

Es wird eine kleine „Hausmesse“ geben, bei der sich alle Arbeitsbereiche vorstellen. Die Teams der Palliativ-Pflege, des psychosozialen Dienstes, des Belegungsmanagements, des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes, der Hauswirtschaft, der Beratungsstelle SüdLicht und des Fördervereins werden über ihre Tätigkeit berichten und Fragen beantworten.

Gleichzeitig erwartet große und kleine Gäste ein abwechslungsreicher Tag mit Flohmarkt, Strickbären-Verkauf und dem Besuch der Clowns mit ihrem beliebten Mäusezirkus. Außerdem sind Alpakas, amerikanische Minipferde und Riesenseifenblasen zu bestaunen und es werden kostenlose Fahrten im Trike angeboten. Der Eintritt ist frei!

Zusätzliche Corona-Schutzmaßnahmen

Zum Schutz der Kinder, ihrer Familien, der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden und aller Gäste werden besondere Schutzmaßnahmen umgesetzt, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen: „Natürlich sind wir immer um den größtmöglichen Schutz der uns anvertrauten Kinder im Kinderhospiz bemüht. Dies gilt in diesen besonderen Pandemie-Zeiten mehr denn je. Um die ungeimpften, schwer erkrankten Kinder und ihre Angehörigen im Rahmen des ‚Tages der Begegnung‘ zu schützen, werden wir zusätzliche Schutzmaßnahmen einhalten – auch wenn wir uns im Freien aufhalten“, erklärt Ulrike Herkner, Geschäftsführerin Kinderhospiz Bärenherz Leipzig e.V.

So wird nur Gästen der Zutritt gewährt, die nach einer Corona-Infektion genesen sind, vollständigen Impfschutz besitzen oder einen negativen Schnelltest vorweisen können (3-G-Regel für alle ab 12 Jahren). Vor Ort wird eine Schnelltest-Station eingerichtet. Außerdem besteht Masken- sowie Abstandspflicht im gesamten Veranstaltungsbereich. Herkner: „Wir freuen uns sehr, wieder in den persönlichen Kontakt zu gehen und wir danken allen Gästen für ihr Verständnis für diese zusätzlichen Maßnahmen. Wir sind uns sicher, dass der Schutz unserer kranken Kinder im Kinderhospiz in dieser außergewöhnlichen Zeit für sie ebenso an oberster Stelle steht wie für uns!“

Tag der Begegnung dient auch dem Spendensammeln

Der Tag der Begegnung ist für das Kinderhospiz die erste kleine Veranstaltung seit Corona. Besonders wichtig ist er für Familien, die sich in einem ungezwungenen Rahmen über die Hilfsangebote informieren wollen. Auch haben Spender/innen die Möglichkeit, sich ein Bild vom Einsatz der Spendengelder zu machen.

Doch Bärenherz möchte den Tag auch zum Spendensammeln nutzen: „Wir hoffen, mit dem Outdoor-Flohmarkt ein paar Euro zusammentragen zu können“, Ulrike Herkner. „Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind für uns einschneidend und der traditionelle Tag der offenen Tür war auch vor Corona essenziell, um auf unsere finanzielle Situation aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu werben“, sagt Ulrike Herkner.

„Schon unter ‚normalen‘ Umständen können wir die Hilfe für betroffene Familien nur durch Spenden anbieten. Die Corona-Krise hat die Situation drastisch verändert. Fast zwei Jahre konnten wir gar keine Benefiz-Veranstaltungen durchführen und haben nicht zuletzt dadurch deutliche Spendenrückgänge zu verzeichnen.“

Hintergrund:

Das Kinderhospiz Bärenherz ist eine medizinische Einrichtung, die Familien mit schwerstkranken Kindern beherbergt – ab dem Moment der Krankheitsdiagnose. Mit über 80 Mitarbeiter/innen vor allem im pflegerischen, psychosozialen und therapeutischen Bereich wird rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr die Betreuung, Förderung und Begleitung der Kinder und Familien gewährleistet. Auch nach dem Versterben des Kindes werden die Angehörigen weiterhin betreut und begleitet. Dabei werden die Kosten für Pflege, Unterkunft, Versorgung und psychosoziale Therapien nur zu einem Teil und nur bis zum Tod des Kindes von den Krankenkassen gedeckt.

Staatliche Zuschüsse erhält das Kinderhospiz nicht. Das bedeutet, dass Bärenherz schon vor der Corona-Zeit stets auf Spenden angewiesen war, um für Familien mit unheilbar erkrankten Kindern da zu sein. Dies ist nun mehr denn je der Fall. Der Bärenherz-Förderverein muss u.a. wegen erhöhter Hygienemaßnahmen im Kinderhospiz deutlich mehr Mittel als sonst zusammentragen, aber gleichzeitig fallen Spendenveranstaltungen aus und viele Menschen können aufgrund eigener wirtschaftlichen Sorgen aktuell nicht wie gewohnt spenden.

Bärenherz-Spendenkonto bei der Deutschen Bank:
IBAN DE66 86070024 00 1212 02 00 | BIC-/SWIFT-Code DEUTDEDBLEG

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