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IAB-Betriebspanel Sachsen 2020: Sächsische Betriebe beurteilen Reaktion der Politik überwiegend positiv

Von Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
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    Das IAB-Betriebspanel stellt jährlich repräsentative Ergebnisse zur Beschäftigungssituation aus der Perspektive sächsischer Betriebe zur Verfügung. Ausgewertet wurden Befragungsdaten von insgesamt rund 16.700 Betrieben bundesweit, darunter rund 1.100 Betrieben aus Sachsen. Die Befragung fand im dritten Quartal des Jahres 2020 unmittelbar nach dem ersten und bis kurz vor dem zweiten Lockdown statt.

    In einem Sonderkapitel widmet sich das IAB-Betriebspanel Sachsen 2020 insbesondere den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Betriebe und Beschäftigung. Untersucht wird, mit welchen Maßnahmen die Betriebe reagiert haben und wie zufrieden sie mit der Reaktion der Politik waren.

    „Die Analyse der Umfrageergebnisse ist für uns in diesem Jahr besonders wichtig, denn sie ermöglicht einen vertieften Einblick in die Auswirkungen der Corona-Pandemie“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Beschäftigung in Sachsen gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben ist. Bund und Land haben den Folgen der Pandemie einen historisch einmaligen Kraftakt entgegengesetzt.

    Die Betriebe haben ebenfalls mit umfangreichen Personalmaßnahmen auf die Corona-Pandemie reagiert. Vor allem dank der Kurzarbeit ist es kaum zu Entlassungen gekommen“, so der Minister weiter. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mussten neben den damit verbundenen Lohneinbußen häufig Zwangsurlaub und Mehrbelastung aufgrund veränderter Arbeitsbedingungen bewältigen.

    Eine deutliche Mehrheit (59 Prozent) der sächsischen Betriebe gab an, die Corona-Pandemie habe sich wirtschaftlich negativ auf ihr Unternehmen ausgewirkt. Dass trotz dieser negativen Auswirkungen zum Zeitpunkt der Erhebung vergleichsweise wenige Betriebe vor der Geschäftsaufgabe oder der Insolvenz standen, also ein „Betriebssterben“ größeren Ausmaßes nicht eintrat, dürfte vor allem auch ein Ergebnis der umfangreichen staatlichen Finanzhilfen sein. Von den sächsischen Betrieben, die stark oder sehr stark negativ betroffen waren, nutzten 78 Prozent derartige Hilfen.

    „Wir haben vieles richtig gemacht. Die sächsischen Betriebe beurteilen die Reaktion der Politik auf die Corona-Pandemie überwiegend positiv. Gleichzeitig wird deutlich, dass es vor allem die Kleinstbetriebe hart getroffen hat“, so Arbeitsminister Dulig.

    Insgesamt waren 41 Prozent aller sächsischen Betriebe sehr zufrieden oder zufrieden, während 20 Prozent sehr unzufrieden oder unzufrieden waren. Größere Betriebe standen der Reak¬tion der Politik deutlich positiver gegenüber als kleinere Betriebe. So waren 67 Prozent der sächsischen Gro߬betriebe und 47 Prozent der mittleren Betriebe sehr zufrieden und zufrieden, aber lediglich 37 Prozent der Klein- und 41 Prozent der Kleinstbetriebe.

    Ein Großteil der sächsischen Betriebe (62 Prozent) hat in Reaktion auf die Corona-Krise Anpassungen im Personalbereich durchgeführt. Mit Abstand am häufigsten wurden Kurzarbeit angeordnet sowie Überstunden bzw. Zeitguthaben abgebaut oder Minusstunden auf Arbeitszeitkonten aufgebaut (36 bzw. 34 Prozent). Von jeweils 22 Prozent der Betriebe wurde Urlaub angeordnet und / oder die Arbeitszeit verkürzt.

    Weiterhin liefert der Bericht aufschlussreiche Daten im Zeitverlauf, u.a. zum Fachkräftebedarf, zum Ausbildungsinteresse und der Übernahmequote, zur Weiterbildungsbeteiligung, Tarifbindung sowie zur Verdienstlücke, Umsatz und Umsatzproduktivität und ermöglicht einen regionalen Vergleich z.B. zu Westdeutschland.

    Hintergrund:

    Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) führt seit Mitte der 1990er Jahre jährlich eine bundesweite Arbeitgeberbefragung zu betrieblichen Bestimmungsgrößen der Beschäftigung durch (IAB-Betriebspanel). Sachsen beteiligt sich bereits seit 1996 mit einer Aufstockungsstichprobe am IAB-Betriebspanel. Für die 25. Welle von Juli bis November 2020 wurden 1.091 sächsische Betriebe befragt.

    Die befragten Betriebe repräsentieren die Grundgesamtheit von fast 111.000 Betrieben mit mindestens einer sozialversicherungspflichtig beschäftigten Person in Sachsen. Mit der Stichprobe wurden 1,0 Prozent der genannten Betriebe erfasst, in denen ca. 5 Prozent aller Beschäftigten des Landes tätig sind. Die vollständigen Ergebnisse sind auf den Internetseiten des SMWA https://arbeit.sachsen.de abrufbar.

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